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Wie die IT-Branche auf die aktuelle Wirtschaftslage reagiert

Auch IT-Anbieter müssen Antworten auf die Krise haben

30.03.2009 | Autor / Redakteur: Martin Haas / Katrin Hofmann

Martin Haas, Director Research & Consulting, IDC Central Europe
Martin Haas, Director Research & Consulting, IDC Central Europe

Die aktuelle wirtschaftliche Lage zwingt nahezu alle Unternehmen ihre Kostensituation zu überprüfen und entsprechende Einsparungspotenziale zu erschließen. Auch die Anbieter der IT-Branche bleiben hiervon nicht verschont.

Microsoft hat angekündigt, weltweit etwa 5.000 Mitarbeiter abzubauen. Dies entspricht etwas mehr als 5 Prozent der Belegschaft. SAP beabsichtigt den Abbau von 3.000 Stellen weltweit (fast 6% der Belegschaft). In erster Linie sollen freie Positionen nicht mehr neu besetzt werden. Auch andere Softwareanbieter wie beispielsweise Infor, Epicor und Lawson planen, ihre Belegschaft zwischen 5 und 10 Prozent zu reduzieren. HP hat nach der Übernahme von EDS bereits im September 2008 den Abbau von fast 25.000 Stellen (7,5% der Beschäftigten) weltweit über einen Zeitraum von drei Jahren angekündigt. Die Internetriesen Google und Yahoo haben ebenfalls deutliche Einschnitte geplant.

Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche weitere Anbieter der IT-Branche derzeit ähnliche Schritte in Erwägung ziehen.

Einerseits können diese Maßnahmen als konsequent und zumindest kurzfristig zielführend angesehen werden. Insbesondere der Abbau von Personalüberhängen liegt in Krisenzeiten nahe. Andererseits fehlt zumindest in der Außendarstellung die Strategie, wie den Herausforderungen der Krise begegnen will.

Zahlreiche IT-Anbieter empfehlen Ihren Kunden, vor allem mit Investition in IT die Innovationskraft zu verbessern und die Produktivität zu steigern. Im Vordergrund stehen insbesondere das Entwickeln neuer Geschäftsideen und eine Effizienzsteigerung in den Geschäftsprozessen.

Es stellt sich die Frage: Wie gehen die IT-Anbieter selbst gestärkt aus der Krise hervor? Die Antwort auf diese Frage gleicht einem Puzzle mit vielen Teilen. Detailfragen sind beispielsweise:

  • Welchen Einfluss hat die Krise auf Marktsegmente, Produkte, Vertriebskanäle, Kaufverhalten sowie Marketing- und Investitionsstrategien?
  • Wie verändert sich die CIO-Agenda?
  • Wann wird sich die wirtschaftliche Situation wieder verbessern?
  • Gibt es unterschiedliche Maßnahmen in den verschiedenen Kundensegmenten?
  • Welche Indikatoren müssen beobachtet werden?

Erst wenn Antworten auf diese beispielhaften Fragen gefunden sind, können auch strategische Maßnahmen – im Gegensatz zu den aktuell eher taktischen Maßnahmen – eingeleitet werden.

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