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EMEA ISG Index

As a Service setzt sich durch

| Autor: Heidemarie Schuster

Der weltweite Sourcing-Markt hatte ein starkes viertes Quartal 2017.
Der weltweite Sourcing-Markt hatte ein starkes viertes Quartal 2017. (Bild: Pixabay)

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Das Volumen des Sourcing-Markts stieg laut dem EMEA ISG Index im vierten Quartal 2017 um 27 Prozent auf drei Milliarden Euro. Mit As-a-Service-Verträgen wurde in EMEA der Rekordwert von 1,1 Milliarden Euro erreicht. Auf das ganze Jahr 2017 gerechnet steigt das Gesamtvolumen auf 12,2 Milliarden Euro.

Der Sourcing-Markt in der EMEA-Region hat dem EMEA ISG Index zufolge im letzten Quartal des Jahres 2017 einen deutlichen Aufschwung verzeichnet. Der traditionelle Sourcing-, wie auch der As-a-Service-Markt wuchsen im Vergleich zum dritten Quartal im zweistelligen Prozentbereich.

Der EMEA ISG Index der Information Services Group (ISG) erfasst Outsourcing-Abschlüsse der Privatwirtschaft mit einem jährlichen Vertragsvolumen (Annual Contract Value, ACV) von mindestens vier Millionen Euro. Dabei kam heraus, dass der Markt in EMEA im vierten Quartal um 27 Prozent gegenüber dem dritten Quartal zugelegt hat. Dieses dritte Quartal hatte – nach einem starken Jahresstart – erhebliche Rückgänge verzeichnet. Im Vergleich mit dem letzten Quartal 2016 verharrte das entsprechende Quartal 2017 in EMEA auf dem gleichen Niveau, nämlich bei einem Gesamt-ACV von drei Milliarden Euro. Im selben Vergleichszeitraum ging das traditionelle Sourcing um elf Prozent auf 1,9 Milliarden zurück, während As-a-Service-Sourcing in EMEA ein Rekordergebnis von 1,1 Milliarden Euro verzeichnete, ein Plus von 27 Prozent.

Gesamtentwicklung 2017

Über das gesamte Jahr 2017 gesehen erwirtschaftete EMEA ein ACV von 12,2 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber 2016 um drei Prozent an. Das ACV des traditionellen Sourcings ging um acht Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zurück. As-a-Service-Sourcing hingegen legte um 41 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu, da die Nachfrage nach cloudbasierten Services in der gesamten Region gestiegen ist.

Der Aufstieg des As-a-Service-Sourcings geht ISG zufolge vor allem auf die Nachfrage nach Infrastructure as a Service (IaaS) zurück. Während das ACV für Software as a Service (SaaS) im Jahresvergleich bei 900 Millionen Euro verharrte, legte das ACV für IaaS im gleichen Zeitraum um 58 Prozent auf drei Milliarden Euro zu. Im Gegensatz dazu schrumpfte das ACV des traditionellen Sourcings nun schon im vierten Jahr in Folge, obwohl sich die Zahl der Vertragsabschlüsse leicht erhöhte. Während die Werte des IT-Outsourcings (ITO) mit 6,5 Milliarden Euro stabil blieben, ging das ACV des Business Process Outsourcing (BPO) auf 1,8 Milliarden Euro zurück. Dies ist der niedrigste Wert des gesamten vergangenen Jahrzehnts.

Weltweiter Sourcing-Markt

Auch weltweit verzeichnete der Gesamtmarkt ein starkes viertes Quartal, sodass er auf das ganze Jahr gesehen einen Rekordwert von 34,6 Milliarden Euro Vertragsvolumen verzeichnete. Die weltweiten Trends entsprechen jenen in EMEA, wo neue Technologien an Fahrt aufnehmen. As a Service erreichte weltweit gesehen neue Rekordwerte, die im vierten Quartal in Amerika und Asien-Pazifik sogar das ACV des traditionellen Sourcings übertrafen, da Unternehmen zunehmend in cloudbasierte Technologien investieren, um ihre digitale Transformation voranzutreiben, erklärt ISG.

Ergebnisse nach Branchen

2017 dominierten in EMEA Finanzdienstleister den Sourcing-Markt. Das ACV kletterte auf 3,4 Milliarden Euro, was im Vergleich mit 2016 einem Plus von 21 Prozent entspricht. Das As-a-Service-ACV umfasste bei den Finanzdienstleistern 700 Millionen Euro – ein Plus von 40 Prozent im Jahresvergleich.

Eine ebenso starke Performance bei den As-a-Service-Abschlüssen verzeichneten die Business Services. Gegenüber dem Vorjahr kletterte das ACV hier um 40 Prozent auf 700 Millionen Euro.

In der Fertigungsindustrie hingegen gab das AVC um 21 Prozent nach. Grund dafür war ISG zufolge vor allem ein starker Einbruch beim traditionellen Sourcing, welchen auch das Plus von 50 Prozent im As-a-Service-Geschäft nicht wettmachen konnte. Aktuelle Entwicklungen weisen darauf hin, dass die Fertigungsindustrie signifikant in die Optimierung ihrer Lieferketten investiert. Insbesondere konzentriere sich die Branche auf den Einsatz vernetzter Geräte in Verbindung mit Edge Computing, Internet of Things (IoT) und Data Analytics.

„Trotz des schwachen dritten Quartals hat sich der Markt in EMEA im letzten Quartal 2017 erholt und zeigte eine über das Jahr gesehen stabile Performance“, sagt Friedrich Löer, Partner bei ISG Information Services Group Germany. „Ermutigend ist vor allem die nun zunehmende Verbreitung von cloudbasierten Services, nachdem die Nachfrage in den vorangegangenen Jahren in EMEA eher verhalten war. Europäische Unternehmen nutzen nun das Potenzial dieser neuen Technologien, um ihre digitale Transformation voranzutreiben und gleichzeitig ihre Kosten zu senken sowie ihre Agilität zu verbessern. Die makroökonomische Unsicherheit in Europa macht den Ausblick derzeit recht schwierig. Doch kann als sicher gelten, dass sich der Trend in Richtung As a Service innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter beschleunigt. Wir erwarten für den As-a-Service-Markt ein anhaltendes Wachstum von mindestens 20 Prozent.“

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