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EMEA ISG Index As-a-Service schlägt traditionelles Sourcing

Autor: Heidemarie Schuster

Outsourcing ist out – jedenfalls in der DACH-Region: Dem EMEA ISG Index zufolge verliert der Markt hier 23 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017. Im gesamten europäischen Raum erholt sich der Sourcing-Markt aber wieder.

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As-a-Service nimmt weiter an Fahrt auf.
As-a-Service nimmt weiter an Fahrt auf.
(Bild: Pixabay)

Im EMEA ISG Index gibt es vierteljährlich die jeweils aktuellen Daten und Trends des Outsourcing-Markts. Dabei werden alle kommerziellen Outsourcing-Verträge mit einem Jahresvolumen (Annual Contract Value, ACV) von mindestens vier Millionen Euro berücksichtigt.

Aus dem Index des zweiten Quartals 2018 geht hervor, dass As-a-Service in der DACH-Region bereits mehr als 35 Prozent des gesamten Sourcing-Marktes ausmacht und laut ISG wahrscheinlich Anfang 2020 die 50-Prozent-Marke überschreitet. Dieses kontinuierlich starke Wachstum bei Public Cloud und Software-as-a-Service führt demnach zu neuen Betriebsmodellen und dem Einsatz neuer Technologien in der gesamten DACH-Region.

Traditionelles Sourcing

Das traditionelle Outsourcing in der DACH-Region geht allerdings zurück. Im ersten Halbjahr dieses Jahres brach der Markt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um 23 Prozent ein. Die Zahl der Vertragsabschlüsse schrumpfte im gleichen Zeitraum sogar um 82 Prozent. In den vergangenen Jahren haben sich As-a-Service-Technologien auch auf Kosten des traditionellen Sourcings verbreitet. Der ohnehin bereits rasante Wandel des Marktes verschärft sich, da die 100 größten Unternehmen des Marktes immer stärker auf die Angebote der Robotic Process Automation (RPA) zugreifen, um ihre Kosteneffizienz weiter zu verbessern. Das damit verbundene Nachlassen der traditionellen Outsourcing-Aktivitäten trägt ebenfalls zum Rückgang des Marktes bei.

As-a-Service

Das As-a-Service-Segment des Sourcing-Marktes in DACH ist in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 23 Prozent pro Jahr gewachsen. ISG erwartet für 2018, dass das entsprechende Marktvolumen rund 1,1 Milliarden Euro erreicht. Das bedeutet ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gesamtmarkt Europa

Der gesamteuropäische Sourcing-Markt hat sich im zweiten Quartal 2018 dem Index zufolge deutlich erholt. In EMEA belief sich das jährliche Vertragsvolumen des gesamten Outsourcing-Markts im zweiten Quartal auf 3,7 Milliarden Euro, was einem Plus von 23 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahrs entspricht. Das traditionelle Sourcing-Geschäft legte um elf Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu und drehte damit einen über vier Quartale andauernden Abwärtstrend um. Das Marktvolumen von As-a-Service-Sourcing stieg um 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Zum Wachstum trugen gleichermaßen Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) bei, die beide Rekordwerte verzeichneten.

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