Value Added Distributor benennt die Trends bei Virtualisierung und Cloud Arrow bemängelt das fehlende Vertrauen in Cloud Computing

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Rolf Ferrenberg von Arrow ECS erklärt, warum die Distribution bei den Themen Virtualisierung und Cloud wichtig ist. Zudem spricht er darüber, vor welchen Herausforderungen der Fachhandel steht.

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Rolf Ferrenberg, Manager Business Unit Desktop Delivery bei Arrow ECS
Rolf Ferrenberg, Manager Business Unit Desktop Delivery bei Arrow ECS

ITB: Welche Trends sehen Sie bei der Virtualisierung?

Ferrenberg : Der Trend zur Server-Virtualisierung ist, vor dem Hintergrund von dynamischen Rechenzentren mit flexiblen Kapazitäten, Green-IT und Cloud Computing, ungebrochen. Daneben nimmt aber auch die Virtualisierung von Anwendungen und Desktops mehr und mehr Raum in den Planungen der IT-Verantwortlichen ein. Getrieben wird dieser Trend von mobilen Anwendern und Endgeräten sowie der geographischen Verteilung von Unternehmensstandorten im Rahmen der Globalisierung. Diese Faktoren erhöhen die Bereitschaft der Unternehmen, auch unternehmenskritische Applikationen zu virtualisieren, das heißt zentral bereitzustellen. Neu hinzu kommen Bestrebungen, cloud-artige Services in der Verwaltung der internen IT-Infrastruktur zu implementieren, um die Flexibilität zu erhöhen und die Verwaltungskosten zu senken, wie zum Beispiel Self-Service-Provisioning von Infrastruktur und Anwendungen oder automatisierte Abrechnung.

ITB: Warum ist die Distribution beim Thema Virtualisierung wichtig?

Ferrenberg: Die einzelnen Komponenten werden immer komplexer. Es ist wichtig, das Zusammenspiel aller Kernbereiche der IT-Infrastruktur, wie Storage, Server, Software, Netzwerke, Hochverfügbarkeit der Systeme und Desktops, zu betrachten. Die zahlreichen Angebote der verschiedenen Hersteller sind für die Reseller kaum zu überblicken und einzuordnen. Hier ist es Aufgabe der Value Added Distribution, dem Reseller marktgerechte Lösungen und Dienstleistungen anzubieten, um stabile und performante Lösungen bei seinen Endkunden zu implementieren.

ITB: Die Komplexität ergibt sich auch dadurch, dass verschiedene Hersteller-Lösungen unter ein Dach gepackt werden müssen. Was tut sich hier in Richtung zentrales, herstellerübergreifendes Management?

Ferrenberg: Jeder der großen Hersteller versucht sich an eigenen Management-Lösungen. Herstellerübergreifendes Management ist jedoch noch nicht sehr ausgeprägt. Ansätze, wie im Microsoft System Center oder im Quest Foglight, sind zu erkennen, aber noch ausbaufähig.

ITB: Sie haben bereits angedeutet, dass Virtualisierung der erste Schritt Richtung Cloud Computing ist. Welche Unterstützung bieten Sie Ihren Resellern zum Thema Cloud und Virtualisierung?

Ferrenberg: Arrow ECS vereint mit VMware und Citrix gleich beide Key-Player unter einem Dach. Resellern steht so die geballte Virtualisierungs-Kompetenz zur Verfügung. Das Enablement-Programm der Arrow ECS umfasst: Zertifizierungen, Schulungen, Trainings, Seminare, Consulting, Technologieangebote, Demonstrations- und Testcenter. Als Value Added Distributor bietet Arrow ECS nicht nur die einzelnen Komponenten, sondern ein komplettes Lösungs-Set. Im Bereich Cloud Computing können Reseller Lösungen im Rahmen des VMware Service Provider Programms und des EXP-Programm von Symantec vertreiben.

ITB: Was sind die Herausforderungen für die Fachhändler beim Vertrieb von Cloud-Services?

Ferrenberg: Neben der Technologie sind das vor allem die rechtlichen Aspekte. Vertragssicherheit, insbesondere bei ausländischen Anbietern, oder der Einklang mit den EU-Richtlinien zum Beispiel zur Datenhaltung. Eine der größten Herausforderungen in Deutschland ist nicht die Technologie, sondern nach wie vor das Vertrauen in die Sicherheit der Daten und die Funktion der Lösung an sich.

ITB: Welches Abrechnungsmodell nutzen Sie, um Ihren Partnern sowie deren Kunden die Cloud in Rechnung zu stellen?

Ferrenberg: Herstellerprogramme sowie Herstellerlizensierungsmodelle für Cloud-Services auf Punkte- oder Verbrauchsbasis.

ITB: Welche Verkaufsargumente geben Sie Ihren Partnern an die Hand?

Ferrenberg: Vereinfachung der Verwaltung und Wartung, bessere Ausnutzung der IT-Ressourcen, Einsparung im Bereich der eigenen technischen Ressourcen, bessere Verwaltung und Kontrolle von Filialen und mobilen Mitarbeitern, hohe Flexibilität, geringerer Energieverbrauch, Kosteneinsparungen im Software-Bereich durch verbrauchsbezogene Pay-As-You-Go-Modelle.

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