Verträge mit Secureworks und Opswat Arrow baut das Security-Portfolio weiter aus

Autor: Michael Hase

Der Distributor Arrow Electronics nimmt zwei weitere Security-Anbieter in sein Portfolio für den europäischen Markt auf. Dabei handelt es sich um den Managed Security Service Provider (MSSP) Secureworks und den Threat-Prevention-Spezialisten Opswat.

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Alexis Brabant, EMEA-Sales-Chef bei Arrow ECS, sieht die Notwendigkeit, den Schutz vor Cyberbedrohungen zu verstärken.
Alexis Brabant, EMEA-Sales-Chef bei Arrow ECS, sieht die Notwendigkeit, den Schutz vor Cyberbedrohungen zu verstärken.
(Bild: Maximo Garcia de la Paz)

Cybersecurity zählt traditionell zu den Schwerpunkten von Arrow Electronics. Namhafte Anbieter wie Check Point, Fortinet oder Trend Micro zählen zu den Lieferanten des internationalen Distributors. „Mit einem breit aufgestellten Netzwerk führender Hersteller und Service Provider kann Arrow eine große Auswahl an Lösungen anbieten, die das gesamte Technologie-Ökosystem abdecken“, betont Alexis Brabant, Vice President Sales des Geschäftsbereichs Enterprise Computing Solutions (ECS) für EMEA. Durch Neuverträge mit den Anbietern Secureworks und Opswat baut das US-Unternehmen sein Produkt- und Serviceportfolio für den europäischen Markt weiter aus.

Der Dienstleister Secureworks, der seit 2011 mehrheitlich zu Dell gehört, fokussiert sich auf die Bereitstellung von Managed Security Services. Die Analysten von Gartner und IDC zählen das US-Unternehmen mit Hauptsitz in Atlanta zu den führenden Spezialisten in diesem Segment. Im Rahmen der europaweiten Vereinbarung mit Secureworks vertreibt Arrow ein breites Spektrum an Software und Services. Dazu gehören unter anderem die Angebote Taegis XDR (Extended Detection and Response), Taegis ManagedXDR, Taegis VDR (Vulnerability Management) und Incident Management Retainer.

Secureworks richtet sich im Vertrieb seit dem vergangenen Jahr verstärkt auf den Channel aus. Von der Kooperation mit Arrow verspricht sich das Unternehmen daher neben der Abwicklung des Lizenzgeschäfts auch Unterstützung bei der Rekrutierung und Ausbildung von Partnern. Laut Auskunft des Distributors profitieren Systemhäuser und MSP, die dem Secureworks Global Partner Program beitreten, von exklusiven Vorteilen wie einer Deal-Registrierung, der Zuteilung von Leads und Marketingzuschüssen. In Nordamerika arbeiten der MSSP und der VAD bereits zusammen.

Prinzipielles Misstrauen

Opswat ist spezialisiert auf Threat Prevention. Kernprodukte des kalifornischen Herstellers sind die MetaDefender Platform und die Meta Access Cybersecurity Suite zum Schutz geschäftskritischer Infrastrukturen. Die einzelnen Module bieten Funktionen, die Unternehmen helfen sollen, Malware-Angriffe zuverlässig zu erkennen und effektiv abzuwehren. Dabei misstraut der Anbieter, dem Zero-Trust-Prinzip folgend, grundsätzlich jeder Datei und jedem Gerät, weil von ihnen jederzeit eine Bedrohung ausgehen könnte. Deshalb zielen die Lösungen von Opswat darauf ab, Prozesse für die sichere Übertragung von Daten und den sicheren Zugriff auf Geräte zu erstellen.

Mit seiner Technologie reagiert der Hersteller nach eigenen Angaben auf zwei Trends: Zum einen werden Cyberangriffe immer komplexer und können herkömmliche Schutzmaßnahmen auf Signatur- und Verhaltensbasis oft einfach umgehen. Zum anderen sind Unternehmen mit einer zunehmenden Anzahl unbekannter Geräte konfrontiert, die auf geschäftskritische Infrastrukturen zugreifen. „Sicherheitsteams müssen in der Lage sein, sich vor vielfältigen Bedrohungen zu schützen“, erläutert Arrow-Manager Brabant. „Es gibt mehr Geräte, mehr Endpunkte, mehr Schwachstellen als je zuvor – jede Datei und jedes Gerät stellt ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar.“

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