Managed Security Services Arctic Wolf startet in Deutschland

Von Melanie Staudacher

Bei Arctic Wolf dreht sich alles um Managed Security Services. Der Hersteller aus Frankfurt betreibt ein eigenes SOC, von dem aus er Monitoring und Schwachstellen-Scans anbietet. Diese können Partner mit Beratung und und eigenen Services ergänzen.

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Arctic Wolf expandiert von Amerika nach Deutschland.
Arctic Wolf expandiert von Amerika nach Deutschland.
(Bild: Denis Pepin - stock.adobe.com)

Obwohl mit Beginn der Pandemie Hacking-Angriffe und somit der Bedarf nach Sicherheitslösungen und Security Services zunahmen, startete Arctic Wolf nicht wie geplant Mitte 2020 auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen wurde 2012 in den USA gegründet und hat sich auf Managed Security Services spezialisiert.

Tim Berndt, Sales Manager DACH bei Arctic Wolf
Tim Berndt, Sales Manager DACH bei Arctic Wolf
(Bild: Arctic Wolf)

Trotz der Verzögerung konnte Arctic Wolf laut Tim Berndt, Sales Manager DACH bei Arctic Wolf, im Herbst 2021 jedoch erfolgreich auf dem DACH-Markt starten. Dort ist der Hersteller mit einem 30-köpfigen Team vertreten. Das Unternehmen geht davon aus, in den nächsten 12 Monaten 50 neue Mitarbeiter für die Security-Abteilung, den Vertrieb und den Support einzustellen.

„Arctic Wolf hat einen großen Zuwachs an neuen Mitarbeitern“, sagt Berndt. „Das verdeutlicht die Lage des Security-Markts, der noch unter penetriert ist und gleichzeitig ein so großes Potenzial bietet.“ Um dieses Umsatzpotenzial auszuschöpfen, bietet der Hersteller drei verschiedene Managed Security Services an: Managed Detection and Response (MDR), Managed Risk und Managed Awareness.

Managed Services gehostet in Deutschland

Dr. Sebastian Schmerl, Director Security Services EMEA bei Arctic Wolf
Dr. Sebastian Schmerl, Director Security Services EMEA bei Arctic Wolf
(Bernd Arnold)

Leiter des Security Operations Center (SOC) in Frankfurt, von wo aus die MDR-Services für die komplette EMEA-Region erbracht werden, ist Dr. Sebastian Schmerl. Hauptaufgabe des Director Security Services und seines Teams ist es, die Infrastruktur der Kunden 24 / 7 zu überwachen. Allerdings beobachten die Security-Experten nicht nur Office-Systeme im IT-Bereich. Auch Cloud-Anwendungen und Produktionsbereiche können sie an das SOC anbinden.

Arctic Wolf hat Frankfurt als Standort für das erste europäisches SOC gewählt, weil Deutschland einen guten Ruf in Bezug auf Datenschutz und den Zugang zu herausragenden technischen Talenten genießt.

Nick Schneider, CEO bei Arctic Wolf

Im Rahmen des Services informieren die Experten den Kunden bei Anomalien und geben Handlungsempfehlungen, um Sicherheitslücken zu schließen.

Ähnlich funktioniert der Managed Risk Service. Hierbei scannt Arctic Wolf jedoch nicht nur einzelne Bereiche, sondern die komplette Infrastruktur. „Viele Unternehmen haben eine so große Infrastruktur, dass sie zu kompliziert zu verwalten und zu patchen ist. Hinzu kommt, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels über keine oder nicht genügend Security-Experten verfügen“, erklärt Schmerl. Deshalb analysiert der Anbieter die Infrastruktur ständig und alarmiert Kunden, sobald er eine Schwachstelle entdeckt hat. „Dadurch haben unsere Kunden einen zu jeder Zeit sicher konfigurierten und gepatchten IT-Stack.“

Abgerundet wird das Angebot mit dem Dienst Managed Awareness. Bei diesem Service geht es darum, die Mitarbeiter beim Endkunden für Angriffsmethoden von Cyberangreifern zu sensibilisieren. Dies setzt Arctic Wolf mit kurzen Videoclips um, die regelmäßig an die Mitarbeiter versendet werden.

Welche Partner sucht Arctic Wolf?

Diese Leistungen erbringt der Hersteller selbst und gibt sie nicht an die Partner ab. Erst weiterführende Dienstleistungen wie die Beratung oder Implementierung einer Lösung übernehmen die Partner.

Als Zielkunden beschreibt Berndt klassische mittelständische Unternehmen mit 300 bis 5.000 Mitarbeitern. Und „klassisch“ soll auch der ideale Channel-Partner für Arctic Wolf aussehen. Damit ist gemeint, dass Arctic Wolf nicht nur auf Managed Service Provider abzielt, die sich auf Security-Leistungen spezialisiert haben, sondern vorrangig auf Systemhäuser, deren Kerngeschäft nicht die IT-Sicherheit ist. „Mit unseren Services können Dienstleister ohne Security Knowhow wie auch MSPs mit eigenem SOC weiter skalieren“, ist Berndt überzeugt.

Einen Distributor hat Arctic Wolf bisher noch nicht mit an Bord. „Wir haben uns bislang gegen ein Two-Tier-Modell entschieden, weil wir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Mehrwert durch die Distribution sehen“, erklärt Berndt. „Wenn wir weiter skalieren und an das Ende unseres organischen Wachstums gelangen, werden wir sicher einen Distributor brauchen.“

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