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Arcor stellt alle Weichen auf IP-Kommunikation

09.02.2007 | Redakteur: Katharina Krieg

Das Networkmanagement-Center von Arcor wird in Zukunft reichlich zu tun haben.
Das Networkmanagement-Center von Arcor wird in Zukunft reichlich zu tun haben.

ISDN hat für Arcor ausgedient, nun bricht die IP-Zukunft an. Der Provider hat sowohl für Geschäfts- als auch für Privatkunden mehrere neue Angebote im Programm.

Auf der diesjährigen CeBIT wird Arcor sein „Next Generation Network“ (NGN) präsentieren. Hinter dem werbewirksamen Begriff stecken ein IP-Anlagen-Anschluss mit einer Leitung für die Sprach- und Datenübertragung sowie die komplette Auslagerung der Telefonanlage ins Arcor-Netz. Die Lösung „Managed Phone“ richtet sich an Großunternehmen mit vielen Nebenstellen, wie Filialketten. „Managed“ deutet schon darauf hin, dass die TK-Anlage von Arcors Rechenzentrum gehostet wird, was eine konstante Übertragungsqualität garantieren soll. Die Lösung kann laut Arcor in die Groupware des Kunden, beispielsweise Lotus Notes oder Microsoft Outlook, aber auch in Workflow-Systeme und Business Applikationen wie SAP eingebunden werden.

Zentrale Verwaltung

Beim „Central Phone“-Angebot für kleine und mittelständische Unternehmen wird die TK-Anlage durch eine virtuelle IP-Telefonanlage im Arcor-Netz ersetzt. Die Endgeräte soll das Unternehmen dann bei Arcor neu anschaffen. Über eine Administrationsoberfläche kann der Nutzer seine Nummern verwalten sowie Umleitungen oder Videokonferenzen einrichten. Das „Central Phone“-Angebot ist ab der CeBIT für Geschäftskunden verfügbar und wird über den Mittelstands-Vertrieb sowie Business Partner verkauft.

Momentan hat Arcor mit „Company Net“ bereits eine variable IP-Vernetzungslösung für verschiedene Unternehmensgrößen im Angebot. Hier bietet der Provider nun ebenfalls die Anbindung an sein NGN an, damit der Kunde kostengünstig über die IP-Leitung ins In- und Ausland telefonieren zu kann. Der Kunde behält somit seine bestehende TK-Anlage, Sprache und Daten fließen aber nur noch durch eine Leitung.

Auch Privatkunden will der Provider zum Umstieg aufs IP-Netz bewegen und präsentiert auf der CeBIT ein Komplettpaket aus Sprach- und Multimedia-Anschluss, das ISDN ersetzen soll. So kann der Kunde seinen Arcor-Komplettanschluss bequem über eine Eingabemaske online managen und beispielsweise teure Servicerufnummern oder Auslandziele per Mausklick sperren – gedacht als eine Art Kindersicherung, die verhindert, dass die Telefonrechnung allzu rasant in die Höhe schnellt.

TV, DSL und Telefon über eine Leitung

Arcors private Klientel soll in Zukunft aber eher unterhalten werden. So wird das neue IPTV-Angebot rund 50 Free-TV-Sender enthalten. Mehr als 70 Pay-TV-Sender können zusätzlich dazu gebucht werden, allerdings nur in Paketen mit jeweils drei Sendern. Wem das noch nicht reicht, dem bietet Arcor die Möglichkeit, Videofilme nach Belieben aus dem Netz herunter zu laden (Video on demand). Noch sind allerdings nicht alle Verträge mit den geplanten Sendern in trockenen Tüchern. Ebenso sind die Rechte für einige Videofilme mit den Studios noch nicht ganz abgeklärt. Der elektronische Programmführer des IPTV-Angebotes ist Arcor sicher. Er wird in Zusammenarbeit mit einer führenden deutschen Programmzeitschrift entstehen.

Verpasst der Nutzer beispielsweise den Start eines Spielfilms, kann er – allerdings nur, wenn der Film noch läuft – per Timeshift an den Anfang „zurückspulen“. Bereits ausgestrahlte Filme muss sich der Nutzer aus dem Archiv heraussuchen. Um IPTV zu nutzen und parallel zu surfen oder telefonieren, bedarf es mindestens eines Sechs-Megabit-DSL-Anschlusses.

Zwar geht der Provider mit dem IPTV-Angebot voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2007 an den Start. Arcor hofft aber, schon auf der CeBIT viele Privatkunden von dem unterhaltsamen Produkt zu überzeugen.

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