Kanzlei Wilde Beuger Solmecke weist auf Urteil hin Arbeitszeit-Mogelei: Arbeitgeber kündigt rechtswidrig

Redakteur: Katrin Hofmann

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln hatte einem Bericht der Kanzlei „Wilde Beuger Solmecke Rechtsanwälte“ zufolge darüber zu entscheiden, ob ein Mitarbeiter fristlos gekündigt werden darf: wegen Nichteinhaltung der Arbeitszeiten.

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Die Richter fällten ihr Urteil zu Ungunsten des Arbeitgebers. (© nicolasjoseschirado - Fotolia.com)
Die Richter fällten ihr Urteil zu Ungunsten des Arbeitgebers. (© nicolasjoseschirado - Fotolia.com)

Im vorliegenden Fall hatte ein 55-Jähriger, der schwerbehindert und deshalb nicht ordentlich kündbar war, seine Arbeitszeiten nicht minutengenau eingehalten. Der im öffentlichen Dienst Angestellte war 2007 und 2009 jeweils an einigen Tagen bis zu 30 Minuten zu früh nach Hause gegangen. 2007 verließ er darüber hinaus mehrmals zwischendurch für etwa 30 bis 40 Minuten seinen Arbeitsplatz. Daraufhin hatte im sein Arbeitgeber fristlos gekündigt.

Wie „Wilde Beuger Solmecke Rechtsanwälte“ mitteilt, entschied das LAG Köln nun, dass die Entlassung nicht rechtens war (Aktenzeichen: 4 Sa 1442710). Zwar könne Arbeitszeit-Betrug eine fristlose Kündigung rechtfertigen, allerdings nur dann, wenn das Einhalten der Kündigungsfrist unzumutbar ist. Da in diesem Fall die Verstöße aber nicht schwerwiegend genug gewesen seien, sei die fristlose Kündigung nicht rechtens. |hof

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