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Mobilarbeit bei SAP

Arbeiten im Café: SAP lässt Mitarbeiter frei entscheiden

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Die 22.000 SAP-Mitarbeiter in Deutschland dürfen künftig weitgehend frei entscheiden, von wo aus sie ihre Arbeit erledigen.
Die 22.000 SAP-Mitarbeiter in Deutschland dürfen künftig weitgehend frei entscheiden, von wo aus sie ihre Arbeit erledigen. (Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0)

SAP lässt seine 22.000 Mitarbeiter in Deutschland künftig weitgehend frei entscheiden, von wo aus sie ihre Arbeit erledigen. Sie können demnächst ganz normal ins Büro gehen oder von zu Hause, vom Café oder vom Schwimmbad aus arbeiten.

Der Softwarehersteller SAP lässt seine rund 22.000 Mitarbeiter in Deutschland künftig weitgehend frei entscheiden, von wo aus sie ihre Arbeit erledigen. Unternehmen und Betriebsrat haben eine entsprechende Vereinbarung ausgehandelt, wie Personalchef Cawa Younosi am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Beschäftigten könnten ganz normal ins Büro kommen, sie könnten aber auch zu Hause, vom Café oder vom Schwimmbad aus arbeiten. Die Wünsche müssen allerdings jeweils mit den Vorgesetzten abgestimmt werden. „Der Mitarbeiter und die Führungskraft einigen sich formlos, das geht per Mail, per SMS oder per Kalendereintrag“, sagte Younosi.

SAP hat das Konzept seit 2016 bei der deutschen Vertriebstochter getestet und weitet es nun aus. Zwar hätten sich die Mitarbeiter auch bislang mit ihren Chefs auf Mobilarbeit verständigen können. Mit der offiziellen Regelung sei es nun aber generell erwünscht, dass die Führungskräfte es ermöglichen. Wichtig sei, dass eine Balance zwischen den Interessen beider Seiten gefunden werde. Auf Vorgaben zum Umfang habe man bewusst verzichtet - mit einer Ausnahme: „100 Prozent Mobilarbeit sind nicht gewollt“, erklärt der Personalchef.

„Man darf auch nicht zur Mobilarbeit gezwungen werden“, sagte der Betriebsratsvorsitzende der SAP SE, Klaus Merx. Und jeder Mitarbeiter müsse seinen festen Büro-Arbeitsplatz behalten. Darauf werde der Betriebsrat genauso achten wie darauf, dass die Anforderungen an die Verfügbarkeit nicht zulasten der Arbeitszeitregeln gingen. „Wir werden mit wachen Augen darauf schauen“, sagte Merx.

Europas größter Softwarehersteller hatte im vergangenen Jahr in Deutschland bereits die befristete Teilzeit eingeführt. Seit Juni 2017 haben gut 400 Mitarbeiter dieses Angebot in Anspruch genommen. Gut 1.500 waren Ende 2017 in unbefristeter Teilzeit.

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