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Microsoft-Studie belegt: Cloud Computing bietet hohes Potenzial zum Energiesparen

Applikationsverlagerung in die Cloud spart bares Geld und schont die Umwelt

18.11.2010 | Redakteur: Andreas Donner

Verlegen kleine Unternehmen ihre IT-Anwendungen in die Cloud sind laut Studie „bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoß Nettoeinsparungen von bis zu 90 Prozent möglich“.
Verlegen kleine Unternehmen ihre IT-Anwendungen in die Cloud sind laut Studie „bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoß Nettoeinsparungen von bis zu 90 Prozent möglich“.

Eine von Microsoft beauftragte und von Accenture und WSP Environment & Energy durchgeführte Studie belegt nun offiziell, was viele Unternehmen bereits wissen: das Energiesparpotenzial durch eine Verlagerung von IT-Anwendungen in die Cloud ist enorm. Im Vergleich zum klassischen On-Premise-Modell spricht die Studie von mindestens 30 Prozent.

„Die Studienergebnisse bestätigen, was viele große wie kleine Unternehmen bereits wissen: Cloud Computing ist wirtschaftlicher und IT-Ressourcen werden effizienter genutzt, wenn betriebliche Anwendungen [...] in einer gemeinsamen Umgebung laufen“, sagt James Harris, Managing Director of Cloud Services bei Accenture. Im Vergleich zu kleinen IT-Infrastrukturen profitieren große Datenzentren wie die von Microsoft stark von Skaleneffekten im operativen Betrieb. Verlegen kleine Unternehmen ihre IT-Anwendungen in die Cloud sind so bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoß Nettoeinsparungen von bis zu 90 Prozent möglich.

Die Studie vergleicht drei weit verbreitete und viel genutzte Microsoft-Anwendungen für E-Mail, virtuelle Zusammenarbeit und Customer Relationship Management. Die Kunden können jede Anwendung lokal installieren oder die entsprechende Anwendung aus der Cloud von Microsoft beziehen.

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Wahl der Cloud-Anwendung eine erhebliche Senkung des CO2-Ausstoßes ermöglicht. „Die Vorteile des Cloud Computings liegen auf der Hand: Höhere Produktivität, weniger Kosten und weniger Verwaltungsaufwand für Produkte sind mittlerweile die Hauptanliegen von Unternehmen, die die Cloud-Dienste von Microsoft schätzen“, so Rob Bernard, Chief Environmental Strategist bei Microsoft. Obwohl die Resultate lediglich der Veranschaulichung ausgewählter Microsoft-Anwendungen dienen, ist es wahrscheinlich, dass bei vielen Anwendungen und Anbietern von Cloud-Lösungen ähnliche Vorteile zu erwarten sind.

Kleine Unternehmen profitieren am meisten

Die Studie ermittelte die CO2-Bilanz von Server-, Netzwerk- und Speicherinfrastruktur für Einheiten von 100, 1.000 und 10.000 Nutzern und stellt fest: je kleiner das Unternehmen, desto größer der Nutzen durch die Umstellung auf die Cloud. Wenn kleine Unternehmen mit 100 Nutzern ihre Dienste oder Lösungen in der Cloud verwenden, könnte bei Nutzung einer gemeinsamen Cloud-Umgebung anstelle der eigenen lokalen Server die CO2-Bilanz durch Einsparungen von bis zu 90 Prozent effektiv verbessert werden.

Bei großen Unternehmen liegen die Einsparungen bei Energieverbrauch und CO2-Ausstoss durch die Nutzung von Cloud-Lösungen in der Regel bei mindestens 30 Prozent. In einer Fallstudie mit einem großen Konsumgüterunternehmen ergaben die Berechnungen des Teams, dass durch die Verschiebung von 50.000 E-Mail-Nutzern in Nordamerika und Europa in die Microsoft-Cloud 32 Prozent CO2 eingespart werden konnten.

Die Faktoren für Energieeinsparungen durch Cloud Computing sind vielfältig: Indem Unternehmen ihre tatsächlich benötigte Serverkapazität in der Cloud dynamisch anpassen, reduzieren sie ihren Energieverbrauch. Zugleich werden Arbeitslasten einzelner Anwendungen in der Cloud effizienter verteilt. Da große Cloud-Umgebungen Millionen von Nutzern in Tausenden von Unternehmen gleichzeitig in einer einzigen großen gemeinsamen Infrastruktur versorgen, kommen Skaleneffekte hier besonders zum Tragen. Außerdem senken Anbieter von Cloud-Lösungen durch Innovationen und stetige Verbesserungen in der Konzipierung und dem Aufbau und Betrieb von Datenzentren kontinuierlich ihren Energieverbrauch.

Die Studie

Die Studie ergab, dass trotz der Tatsache, dass viele Unternehmen einige dieser Faktoren zur Einsparung von Energie und CO2 durch positive Skaleneffekte in ihren eigenen Datenzentren anstreben, die Anbieter einer großen, öffentlichen Cloud-Infrastruktur die besten Voraussetzungen für die Verbesserung der Umweltverträglichkeit der IT durch Effizienz und Skalierung mitbringen.

Neben den häufig genannten Vorteilen des Cloud Computing – darunter Kosteneinsparungen und höhere Reaktionsschnelligkeit – bietet diese Form der Lösungsbereitstellung nach Angaben der Studie die Möglichkeit, den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß in Verbindung mit der Nutzung betrieblicher Anwendungen deutlich zu senken.

„Bei der Studie handelt es sich um eine der ersten quantitativen Studien der Branche zur Umweltverträglichkeit von Cloud Computing. Obwohl die Vorteile für Unternehmen auf der Hand liegen, ist die systemische Auswirkung, die das Cloud Computing auf die erhebliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der IT-Branche haben kann, von großer Bedeutung“, so Andrew Armstrong, Vice President WSP.

Durch die Nutzung von Anwendungen in Form von Cloud-Diensten, können IT-Abteilungen Nutzen aus einer hocheffizienten Cloud-Infrastruktur ziehen und dadurch ihre Ausgaben für die IT-Effizienz effektiv „outsourcen“ sowie ihre Unternehmen beim Erreichen von Nachhaltigkeitszielen unterstützen.

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