Maßgeschneiderte Visibility-Tools

Application Performance in hybriden Umgebungen

| Autor / Redakteur: Oliver Burgstaller / Andreas Donner

Ohne vernünftige Sicht auf alle Komponenten lässt sich die Application Performance in hybriden Umgebungen nicht in den Griff kriegen!
Ohne vernünftige Sicht auf alle Komponenten lässt sich die Application Performance in hybriden Umgebungen nicht in den Griff kriegen! (Bild: © NicoElNino - stock.adobe.com)

Moderne Unternehmen verwenden meist eine ganze Palette von Tools für Monitoring und Troubleshooting – oft mit kontraproduktivem Ergebnis: Die IT verwendet mehr Zeit darauf, die Ursachen für Probleme herauszufinden, statt sie zu lösen. Maßgeschneiderte Visibility-Tools können hier Abhilfe schaffen.

In den vergangenen Jahren wurde die Cloud zur Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation. Laut einer Studie der Harvard Business Review, profitieren Unternehmen von flexiblem Kapazitätseinsatz, geschäftlicher Agilität und geringeren Fixkosten. Aus diesen Gründen migriert eine wachsende Zahl an Unternehmen ihre Applikationen und Informationen in öffentliche und private Cloud-Lösungen. Hybride Architekturen, in denen Informationen sowohl in der Cloud als auch auf lokalen Systemen gespeichert werden, sind zur Norm geworden.

Hybride Umgebungen bringen also erhebliche IT- und Geschäftsvorteile. Doch zugleich haben viele Nutzer erschreckend häufig mit einer schwachen Application Performance zu kämpfen, was die Nutzer nervt und sie weniger produktiv arbeiten lässt, Prozesse weniger effizient macht und sich so negativ auf den Umsatz auswirkt. Noch gibt es also eine deutliche Diskrepanz zwischen der von Unternehmen benötigten und von Nutzern gewünschten Performance und der Möglichkeit der IT, diese bereitzustellen.

Die IT ist mit einem großen Problem konfrontiert: Da Applikationen, Daten und Nutzer zunehmend auf eine wachsende Zahl von Niederlassungen verteilt sind, ist es schwierig, eine starke Application Performance bereitzustellen und diese weiter zu optimieren. Die Folge: IT-Fachleute wenden zehn bis 50 Prozent ihrer Zeit für Ursache-Wirkung-Analysen auf. Die Suche nach den Gründen für Performance-Probleme dauert zu lang!

Erhält die IT jedoch einen umfassenden Einblick in alle Codes, Daten, Netzwerke und Endgeräte, kann sie die Kontrolle über solche komplexen Umgebungen leichter erlangen. In diesem Fall ist eine integrierte, aktive und agile Herangehensweise beim Management der Application Performance möglich.

Der Einsatz der Cloud ist vielleicht unerlässlich, aber nicht einfach

Wenn Unternehmen die Cloud implementieren, wird das Netzwerk zum Schlüsselfaktor für Erfolg oder Misserfolg der Cloud-Initiativen. Gleichzeitig entsprechen viele der bestehenden Netzwerke nicht den Ansprüchen moderner Unternehmen. Drei wichtige Trends verdeutlichen dieses Problem:

  • Verteilte Arbeitskräfte: Immer mehr Angestellte arbeiten nicht in der Unternehmenszentrale, sondern im Home-Office oder in einer der Niederlassungen, deren Zahl weiter steigt. Heute sind fast 80 Prozent der Mitarbeiter in Großunternehmen und bei Auftragsnehmern in Niederlassungen oder regionalen Büros tätig. Dadurch steigt der Traffic im Wide Area Network (WAN) erheblich an.
  • Cloudbasierte Services und Applikationen: Beim Umstieg auf SaaS werden Unternehmen von Vorteilen wie der Verrechnung per Umlageverfahren, automatischen Upgrades und geringeren Infrastrukturausgaben gelockt. Doch der Umstieg belastet Legacy-Netzwerke, weil für den Zugriff auf SaaS-Ressourcen zusätzlicher Traffic durch das Rechenzentrum fließt. In der Folge kann das WAN unnötig beansprucht werden, was zu mehr Latenz führt und die Application Performance beeinträchtigt.
  • Bandbreitenintensive Einsätze: Applikationen wie Telefonkonferenzen, Fernlehrgänge oder Multimedia-Präsentationen setzen das Netzwerk mit seiner begrenzten Bandbreite erheblich unter Druck. Deshalb erwarten 48 Prozent der Befragten einer Erhebung unter IT-Abteilungen http://www.viavisolutions.com/en-us/corporate/media-room/news-releases/ninth-annual-state-network-global-survey-viavi-finds-two-thirds-enterprises-have-deployed-sdn, dass sich die Anforderungen an die Bandbreite bis zum Ende des Jahres verdoppeln werden. Traditionelle Architekturen sind jedoch häufig starr, schwer skalierbar und komplex zu verwalten, was zwangsläufig zu Konflikten mit den zukünftigen Bandbreitenbedürfnissen der Unternehmen führt.

Die Folge? Netzwerk-Agilität sicherzustellen ist zur Stolperfalle geworden. Applikationen können aufgrund einer Vielzahl von Gründen ausfallen oder nicht ihre volle Leistung bringen. Der Application Code kann problematisch sein, Netzwerkprobleme bringen Schwierigkeiten bei der Konnektivität mit sich und Server versagen. Es kann aber noch schlimmer kommen: Wenn die IT im Dunkeln stochert, warum die Applikationen im Unternehmen zu langsam sind. Das geschieht häufiger als nötig: Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Großunternehmen verfolgen einen fragmentierten Ansatz beim Monitoring ihrer Technologien. Ein solcher Ansatz bietet keine vollständige Transparenz.

Moderne Unternehmen tendieren dazu, eine ganze Bandbreite von Tools für Monitoring und Troubleshooting einzusetzen. Da aber jeder Unternehmensbereich seine eigene Perspektive und nur eingeschränkte Einsicht hat, gelangen IT-Fachleute oft zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen, wie die Performance-Probleme zu lösen sind. Die verschiedenen IT-Teams sehen jeweils immer nur einen Teil der Probleme und kommunizieren untereinander häufig nicht effizient, was an unterschiedlichen, nicht-synchronisierten Metriken liegt. Die IT verwendet ihre Zeit darauf, die Ursache der Performance-Probleme herauszufinden, statt sie zu lösen. Unternehmen verfolgen somit häufig einen reaktiven Ansatz, der unserer limitierten Zeit nicht mehr gerecht wird.

Worum es bei echter Visibilität geht

Unternehmen können ihre Application Performance wesentlich einfacher optimieren, wenn sie einen uneingeschränkten Blick auf die Probleme in ihrem Netzwerk haben – und natürlich über die richtigen Tools verfügen.

Haben IT-Abteilungen einen genauen Einblick in die Vorgänge aller Netzwerke, Rechenzentren, ISPs, Niederlassungen, Cloud-Services und Nutzer mit Fernzugriff, können sie ihre Zeit nutzen, um innovative Lösungen zu entwickeln, Kapazitäten zu planen oder entstehende Probleme anzugehen. Genauso wichtig ist es, dass die IT die Applikationsinfrastruktur konfigurieren kann. Zu guter Letzt führen laut einer Studie von Riverbed [Download registrierungspflichtig] die verbesserten Einblicke in die Application Performance zu mehr Produktivität (56 Prozent) und Umsatz (43 Prozent), sowie zu einem besseren Kundenservice (54 Prozent), höherer Produktqualität (49 Prozent) und mehr Engagement der Angestellten (46 Prozent).

Unternehmen, die ihre Applikationen in der Cloud betreiben, sollten dafür nicht den Preis schlechterer Nutzererfahrung und höherer Kosten zahlen. Der zunehmende Einsatz von Cloud-Technologien und die nie dagewesene Datenmenge machen eine bestmögliche Application Performance wichtiger denn je.

Oliver Burgstaller.
Oliver Burgstaller. (Bild: Riverbed)

Fazit

Wollen Unternehmen und Nutzer agiler werden und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein, müssen sie klare Einblicke in die Performance ihrer Applikationen haben – egal, wo diese verortet sind. Nur dann erhalten sie auch die benötigten Erkenntnisse, um geschäftskritische Applikationen in hybriden Umgebungen auszuführen sowie zu warten, produktivere und zufriedene Mitarbeiter zu haben und schlussendlich mehr Gewinn zu erwirtschaften.

Über den Autor

Oliver Burgstaller ist Director Advanced Business Solutions bei Riverbed.

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