Der Tablet-Rechner zwischen Macbook und iPhone Apples jüngstes Kind heißt iPad

Redakteur: Sylvia Lösel

Es ist 9,7-Zoll groß, so leicht, dass man es gerne in zwei Händen hält und es schreit nicht. Als Apple gestern abend endlich das Geheimnis lüftete, hielt die IT-Welt den Atem an. Selten hat eine Produktvorstellung soviel Interesse auf sich gezogen, wie gestern Abend der Auftritt von Apple-Chef Steve Jobs in San Francisco.

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Steve Jobs präsentierte gestern den neuesten Apple-Coup: das iPad.
Steve Jobs präsentierte gestern den neuesten Apple-Coup: das iPad.
( Archiv: Vogel Business Media )

Neben Notebook und Smartphone will Apple einer dritten Gerätekategorie eine Daseinsberechtigung geben — dem iPad. Internet, E-Mail, Bilder, Videos, Musik, Spiele, Bücher und Zeitschriften — all diese Dinge soll man mit der flachen Flunder mit einem 9,7-Zoll-Display lesen, hochladen, spielen und ansehen können. Die Integration des iTunes Store und des App Stores in das Gerät sind da keine Überraschung mehr. Sämtliche iPhone-Apps sollen auch auf dem iPad laufen, das nicht auf dem „vollwertigen“ Betriebssystem MacOS X basiert, sondern wie iPod Touch & Co. auf iPhoneOS. Dementsprechend lassen sich nicht die normalen Softwarepakete darauf installieren, sondern die vom iPhone her bekannten „Apps“ – davon gibt es inzwischen 140.000, wie der Hersteller stolz betont. Apple hat seine eigenen Apps bereits mit hochauflösenden Grafiken ausgestattet, die der Fremdhersteller werden derzeit noch skaliert, was pixelig aussieht. Sie sollen jedoch ebenfalls bald angepasst sein an die Bildschirmauflösung von 1.024 x 768 Pixel mit 132 dpi. Die passenden Entwicklerwerkzeuge sind ab sofort erhältlich.

Hilfreich ist die große Bildschirm-Tastatur, die aufpoppt, sobald zum Beispiel E-Mails geschrieben werden wollen. Will man Fotos heranzoomen genügt – wie beim iPhone – ein Fingerschnippen. Dreht man das iPad, drehen sich die Bilder und die Bildschirmansicht mit. Dafür sorgen ein eingebauter Beschleunigungssensor und ein Kompass, ebenso ein Mikrofon und Lautsprecher, anscheinend aber keine Kamera.

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Auf der Präsentation in San Francisco lief auch Google Maps, ein GPS-Chip scheint also ebenfalls noch hinter dem Display Platz zu finden, obwohl das Gerät, das an der Oberfläche aus einer randlosen Glasplatte besteht, nur 1,34 cm dick ist. Im Hintergrund arbeitet ein Apple-eigener Chip (Apple A4) mit 1,0 Gigahertz, und als Speicherplatz stehen maximal 64 Gigabyte zur Verfügung. Die Batterielaufzeit beziffert Apple mit zehn Stunden, als Stand-by-Zeit wird sogar ein ganzer Monat angegeben. Trotzdem wiegt der iPad nur rund 680 Gramm, mit UMTS 730 Gramm. Die Grundfläche ist ein Stück kleiner als DIN A4: 242,8 mm hoch, 189,7 mm breit.

Lesen Sie auf der nächsten Seite wann das iPad auch in Europa zu haben sein wird und wie die Preisgestaltung ist.

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