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Apple will Nutzer mit Software-Neuheiten anlocken

| Autor / Redakteur: dpa / Margrit Lingner

Auf der Entwicklerkonferenz enthüllt Apple-Chef Tim Cook den neuen Mac Pro.
Auf der Entwicklerkonferenz enthüllt Apple-Chef Tim Cook den neuen Mac Pro. (Bild: Apple)

Im scharfen Wettbewerb mit Rivalen wie Google und Samsung legt Apple bei der Software seiner Geräte nach. Neben vielen neuen Funktionen gibt es aber auch ein Hardware-Highlight: einen teuren Mac Pro für Profi-Nutzer.

Apple will seine Geräte mit zahlreichen neuen Funktionen attraktiver für die Nutzer machen. Unter anderem wird man auf dem iPhone künftig Videos umdrehen und mit Farbfiltern bearbeiten können. Die Computer-Uhr Apple Watch wird unabhängiger vom iPhone und damit auch interessanter für Nutzer konkurrierender Android-Smartphones. Die iPads bekommen erstmals ein eigenes Betriebssystem, mit dem sie mehr zum vollwertigen PC-Ersatz werden. Außerdem stellte Apple am Montag auf der Entwicklerkonferenz nach Jahren wieder einen neuen Hochleistungs-Computer der Mac-Pro-Reihe vor, der für professionelle Nutzer mit hohen technischen Ansprüchen gedacht ist.

Apple iOS 13 und macOS

Auf dem iPhone, dem wichtigsten Apple-Produkt, wird unter anderem die Karten-App verbessert. Zunächst in den USA erhalten Nutzer bis Jahresende die Möglichkeit, sich dreidimensionale Straßen-Ansichten anzusehen. Es ist so etwas wie Googles Street View in 3D.

Einen Fokus setzte Apple zum Start seiner Entwicklerkonferenz WWDC in San Jose weiterhin auch auf den Datenschutz. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort auch nur einmal mit einer App zu teilen – bisher kann man nur der permanenten Nutzung von Ortsdaten bei aktiver Anwendung zustimmen. Wenn eine App versucht, zu schummeln und trotzdem den Aufenthaltsort abzuruft, erhält der Nutzer eine Warnmeldung. Bei vernetzter Haustechnik im Smarthome soll die Apple-Plattform Homekit mit Hilfe der Installation in Internet-Routern künftig einzelne Geräte besser voneinander abschirmen, damit Anbieter Nutzer nicht ausspähen können. Dafür ausgestattete Router kommen zunächst unter anderem von Linksys.

Auf Mac-Computern wird die betagte Multimedia-App iTunes in einzelne Apps für Musik, Podcasts und Videoinhalte aufgeteilt. Außerdem macht es Apple für Entwickler insgesamt deutlich einfacher, iPhone-Apps in Programme für den Mac umzuwandeln. Das könnte die Programm-Auswahl auf den Apple-Computern stark verbessern.

Erweiterte watchOS 6

Wenn die Apple Watch attraktiver für Android-Nutzer wird, könnte das die Erfolgschancen anderer Smartwatch-Anbieter verschlechtern. Bisher brauchte man zum Beispiel ein iPhone, um Apps auf die Apple Watch zu laden. Künftig bekommt die Computer-Uhr einen eigenen App Store und auf ihr laufende Anwendungen brauchen keinen Gegenpart auf dem iPhone mehr. Die Apple-Uhr ist bereits die mit Abstand populärste Smartwatch, wurde aber zugleich durch die Verbreitung des iPhones zurückgehalten: Android-Smartphones haben immerhin einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent.

Neuer Mac Pro

Mit dem neuen Mac Pro will Apple verlorenen Boden im Geschäft mit Profi-Nutzern gutmachen. Der iPhone-Konzern stellte am Montag einen von Grund auf neu entwickelten Rechner der Reihe Mac Pro vor. Er soll ausreichend Kapazität zum Beispiel für professionelle Videoaufbereitung oder Musik-Komposition bieten. Der neue Mac Pro arbeitet mit Xeon-Prozessoren auf Workstation-Niveau mit bis zu 28 Kernen. Die Speicherkapazität liegt bei 1,5 TB und die Grafikkarte bietet eine Grafikleistung von bis zu 56 Teraflops in einem einzigen System. Unter anderem soll es damit möglich sein, mehrere Videos in extrem hoher 8K-Auflösung gleichzeitig zu bearbeiten. Zusammen mit dem Mac Pro stellte Apple auch einen neuen Monitor mit sehr präziser Farbwiedergabe und hoher Auflösung vor.

Der Computer startet mit einem Preis von 5.999 US-Dollar. Für den Monitor werden weitere 4.999 US-Dollar fällig. Hinzu kommen weitere 999 US-Dollar für den passenden Standfuß.

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