Mit Ivy-Bridge-Quadcore-CPUs, Retina-Display, bis zu 16 GB RAM, Thunderbolt und OS X 10.8 Apple markiert mit MacBooks den neuen Stand der Notebook-Technik

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Macbook Pro und Macbook Air kommen ab sofort mit aktueller Prozessor- und Grafiktechnik in den Handel. Und mit seinem „Next Generation“-Macbook will Apple den Wettbewerbern zeigen wo der Hammer hängt.

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Apple hat auf der WWDC 2012 das erste Notebook mit Retina-Display enthült - der 15,4-Zoll-Bildschirm bietet eine Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel. Trotzdem ist das ganze Notebook nur noch 1,8 cm dick und 2 kg schwer.
Apple hat auf der WWDC 2012 das erste Notebook mit Retina-Display enthült - der 15,4-Zoll-Bildschirm bietet eine Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel. Trotzdem ist das ganze Notebook nur noch 1,8 cm dick und 2 kg schwer.

Auf Ivy-Bridge-basierende Notebooks hatten viele Apple-Fans gehofft. Und ein Retina-Display, wie vom iPhone und iPad bekannt, davon haben etliche geträumt. Diesen Traum hat Apple am Montag zur Eröffnung der weltweiten Entwicklerkonferenz wahr gemacht.

„Das MacBook Pro mit Retina-Display verschiebt die Grenzen von Leistung und Mobilität wie kein anderes Notebook“, sagte Tim Cook, CEO von Apple, anlässlich der Präsentation auf der Apple WWDC 2012 in San Francisco.

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Eines der bemerkenswertesten Elemente ist der Aufbau des Displays: die einzelnen Layer wurden direkt in den Deckel des Unibody-Gehäuses hineingebaut; das Display kommt deshalb ohne zusätzliches Deckglas aus. Nur noch 1,8 Zentimeter dick und 2.020 Gramm schwer ist das neue High-End-Modell der Macbook-Pro-Serie dadurch. Doch das hat noch mehr in sich.

Hier die wichtigsten Daten:

  • 15,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixel bei 220 dpi
  • Glänzendes Display mit reduzierter Spiegelung
  • Als CPUs kommt Intels Core i7 Quadcore-Prozessor zum Einsatz, angefangen bei der 2,3-GHz-Variante bis hin zur optionalen 2,7-GHz-Version mit Turboboost bis 3,7 GHz
  • RAM gibt es bis 16 Gigabyte in 1.600-MHz-Technik
  • Die Grafik liefert der Nvidia-Kepler-Chip Geforce GT 650M
  • Bis zu 768 Gigabyte Flash-Speicher dienen als SSD
  • An Ports bietet es SD-Card-Slot, HDMI, 2x USB 3.0, Thunderbolt und Kopfhörer-Anschluss
  • Der Stromanschluss („Magsafe 2“) ist nun dünner gestaltet
  • Integriert sind zudem WLAN 802.11n, Bluetooth 4.0, zwei Mikrofone und Stereo-Lautsprecher, außerdem eine FaceTime-HD-Kamera, die Videos im Format 720p aufzeichnet
  • Zur weiteren Ausstattung zählen ein integriertes Trackpad aus Glas sowie die Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
  • Asymmetrischer Ventilator, der auch unter Vollast quasi unhörbar sein soll, weil er den Lärmpegel auf mehrere Frequenzbereiche verteilt
  • Als Betriebssystem ist derzeit noch MacOS X 10.7 installiert, das Update auf die ab Juli verfügbare Version 10.8 ist kostenlos.

Wer Ethernet vermisst: das ist nicht eingebaut, kann aber via Thunderbolt-Adapter (29 Euro) nachgerüstet werden. Thunderbolt-Kabel für weitere Peripherie, beispielsweise externe Speichermedien, bietet Apple für 49 Euro an.

Dieses Macbook Pro und weitere Varianten sind ab sofort erhältlich. Details über verfügbare Konfigurationen und Preise finden Sie auf der folgenden Seite.

Konfigurationen und Preise

Das Macbook Pro „New Generation“ ist – wie die anderen zur WWDC vorgestellten Modelle auch – ab sofort verfügbar. Es kommt getreu der Apple-Philosophie in zwei Varianten auf den Markt, kann aber bei Bestellung im Apple-eigenen Online-Shop auch in weiteren Konfigurationen geordert werden.

Mit einer 2,3-GHz-Quadcore-CPU Intel Core i7, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und 256-Gigabyte-SSD ist das Retina-Macbook für 2.279 Euro zu bekommen. Die Version mit 2,6-GHz-CPU, acht Gigabyte RAM und 512-Gigabyte-SSD kostet 2.900 Euro. Und für die oben genannte optionale Ausstattung mit 2,7-GHz-CPU, 16 Gigabyte RAM und 768 Gigabe Flash-Speicher sind im Apple-Shop sogar 3.849 Euro zu berappen – noch ohne Service und weitere Extras, die dort ebenfalls zu finden sind.

Frischer Wind fürs Macbook Air

Natürlich bietet Apple auch aktualisierte Versionen des Macbook Pro und Macbook Air ohne das Retina-Display an. Allerdings ist die 17-Zoll-Variante nun nicht mehr im Sortiment – höhere Auflösungen bleiben also dem High-End-Modell vorbehalten.

Das Macbook Air ist ab sofort mit i5-Prozessoren ausgestattet, in Kombination mit der integrierten Intel-HD-Grafik 4000, die 60 Prozent schneller sein soll als die Grafiklösung des Vorgängermodells. Vier Gigabyte RAM sind Standard. Zu den weiteren Neuerungen zählen die USB-3.0-Anschlüsse und die integrierte 720p-Videokamera FaceTime HD.

Die 11-Zoll Variante kommt mit einer i5-CPU mit 1,7 GHz und 64 Gigabyte SSD für 1.049 Euro, bei einer 128 Gigabyte großen SSD sind es 100 Euro mehr. Das 13-Zoll-Modell verfügt über einen 1,8-GHz-Prozessor und kostet mit 128 Gigabyte Speicherplatz 1.249 Euro, bei einer 256-GB-SSD sind es 1.549 Euro.

Optional bietet Apple die Ausstattung mit i7-CPUs, acht Gigabyte RAM und 512 Gigabyte SSD an.

Macbook Pro mit mehr Power

Beim Macbook Pro ist das 13-Zoll-Einsteigermodell mit einer 2,5 GHz schnellen i5-CPU, vier Gigabyte RAM und einer herkömmlichen 500-GB-Harddisk ausgestattet. In dieser Konfiguration kostet es 1.249 Euro. Für 300 Euro mehr bekommt man die Dualcore-CPU i7 mit 2,9 GHz, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 750-GB-Festplatte.

Beim Macbook Pro mit 15 Zoll beginnt die Preisliste bei 1.879 Euro. Dafür bekommt man ein Notebook mit 2,3-GHz-Quadcore-Prozessor i7, acht Gigabyte RAM, 500-GB-Festplatte und neben der integrierten Intel-HD-4000-Grafik auch die Nvidia-Grafiklösung Geforce GT 650M.

Als Alternative kommt das Modell mit 2,6-Ghz-Quadcore und 750-GB-Festplatte in Betracht, das bei gleicher Speicher- und Grafik-Ausstattung 2.279 Euro kostet. Als Optionen sind eine Quadcore-CPU mit 2,7 GHz erhältlich, eine Speicherverdoppelung auf acht Gigabyte und alternativ eine 1-TB-Festplatte oder eine 512-GB-SSD.

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