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Apple macht die Smartwatch hoffähig

| Redakteur: Franz Graser

Die auf der IFA vorgestellte Motorola-Armbanduhr Moto 360 stand ein wenig im Schatten der Präsentation von Apples kommender Smartwatch. Anders als Apples Watch ist das Motorola-Produkt zumindest in den USA schon lieferbar.
Die auf der IFA vorgestellte Motorola-Armbanduhr Moto 360 stand ein wenig im Schatten der Präsentation von Apples kommender Smartwatch. Anders als Apples Watch ist das Motorola-Produkt zumindest in den USA schon lieferbar. (Bild: Motorola)

Apples angekündigter Einstieg in den Smartwatch-Markt wird der Gerätekategorie Schub verleihen. Davon sind die Marktforscher von Gartner überzeugt.

Das Beratungshaus Gartner prognostiziert, dass Smartwatches bereits im Jahr 2016 etwa 40 Prozent aller Geräte ausmachen, die am Handgelenk getragen werden. Damit sind nicht traditionelle Armbanduhren gemeint, sondern Geräte, mit denen z. B. Jogger ihre Schrittfolge zählen können. Die Apple Watch, die 2015 auf den Markt kommen soll, werde laut Gartner das Interesse der Konsumenten anheizen, auch wenn der Einstiegspreis recht hoch liege.

Die ersten intelligenten Armbanduhren von Sony und Samsung seien von den Konsumenten recht kühl aufgenommen worden, berichtet Annette Zimmermann, Research Director bei Gartner. Dazu hätten unter anderem Mängel beim Produktdesign beigetragen. Für das zweite Halbjahr 2014 erwartet die Analystin jedoch ein gesteigertes Interesse, da einige Hersteller mittlerweile ihr Design und auch die Benutzerführung verbessert hätten.

Die aktuell erhältlichen Uhren, so Zimmermann, zeichneten sich auch dadurch aus, dass sie die Funktionen der Geräteplattform Android Wear umsetzten. Zu diesen Funktionen zählten die stimmbasierte Suche, Navigationsfunktionen sowie die Möglichkeit, per Stimme Notizen aufzunehmen. Im Wesentlichen werde hiermit Google Now auf einem kleineren Display realisiert.

Als wichtigen Punkt für die breite Akzeptanz von Smartwatches hat Gartner die Batterielaufzeit identifiziert. Das betrifft nicht nur die Laufzeit der Armbanduhr selbst, sondern auch des Smartphones, mit dem die Uhr gekoppelt ist. Je nach Gerätekombination reduzierte sich die Laufzeit des Smartphones auf einen halben Tag. Dies schrecke viele Benutzer ab.

Je mehr akkubetriebene elektronische Geräte in einem Haushalt zu finden sind, desto mehr sind die Benutzer auch mit dem Aufladen beschäftigt, warnt Gartner. Es könne bald der Punkt erreicht sein, an dem das ständige Aufladen für den Verbraucher lästig wird. Hier zeige sich der Zielkonflikt zwischen Design und Gebrauchswert: Ein Akku mit langer Laufzeit sei derzeit mit einem schlanken und eleganten Gerätedesign noch nicht unbedingt vereinbar.

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