Windows Bridge for iOS App-Portierung für Windows 10 leicht gemacht

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Elke Witmer-Goßner

Mit dem Projekt „Islandwood“ wird es Microsoft-Entwicklern ermöglicht, ihre Apps für iOS nach Windows 10 und 8.1 zu portieren.

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Das Wandern zwischen den Welten ist möglich durch den Brückenschlag von iOS zu den neuesten Windows-Betriebssystemen.
Das Wandern zwischen den Welten ist möglich durch den Brückenschlag von iOS zu den neuesten Windows-Betriebssystemen.
(Bild: Merkelbeutha, Fotolia)

Im August steht zunächst eine quelloffene Vorabversion der „Windows Bridge for iOS“ unter MIT-Lizenz auf GitHub bereit. Microsoft lädt damit die gesamte Entwickler-Community ein, das kostenlose API-Set zu nutzen und gemeinsam das Projekt weiterzuentwickeln. Doch die Endversion mit dem Compiler dafür gibt es ab Herbst nur in Visual Studio 2015.

Windows Bridge for iOS erlaubt es, iOS-Entwicklern, Windows-Apps zu entwickeln und existierende iOS-Apps auf die Universal Windows Platform (UWP) zu portieren, also auf Versionen von Windows 10 und Windows 8.1, die x86- (Intel) und x64-CPU-Architekturen unterstützen. Erst später will Microsoft auch Unterstützung für ARM-Prozessoren liefern. Das bedeutet dann auch entsprechenden Support für mobile Endgeräte.

So läuft die Portierung von Web-Apps, iOS-Apps und anderen für die Universal Windows Platform ab. „Repos“ sind Repositorys für die Ablage und Verwaltung von Artefakten und ihren Metadaten.
So läuft die Portierung von Web-Apps, iOS-Apps und anderen für die Universal Windows Platform ab. „Repos“ sind Repositorys für die Ablage und Verwaltung von Artefakten und ihren Metadaten.
(Bild: Microsoft)

Vier zentrale Komponenten

Das Entwicklertool umfasst vier zentrale Komponenten. Da ist zunächst der angepasste Objective-C Compiler in Visual Studio, der Objective-C-Quellcode nimmt und die daraus generierten Objektcode-Dateien mithilfe des Microsoft Linkers miteinander verknüpft. Diese Kompiliermethode soll es gestatten, dass Objective-C-Code und C++/CX im gleichen Entwicklungsprojekt koexistieren und einander mithilfe von C- oder C++-Schnittstellen aufrufen können. (Vorerst will Microsoft frühe Teile des Compilers auf GitHub bereitstellen, siehe oben.)

Zweitens wird eine Objective-C Runtime bereitgestellt. Diese Laufzeitumgebung versorgt den iOS-Entwickler mit Leistungsmerkmalen wie Message-Verwaltung, Delegieren und automatischem Zählen von Referenzen. Als dritten Baustein enthält die Windows Bridge iOS API-Header und Bibliotheken. Auf der Grundlage der Objective-C-Programmierschnittstellen stellt Microsoft eine „recht breite Kompatibilität“ mit den Windows-APIs sicher, schreibt Salmaan Ahmed, der Program Manager für Windows Bridge for iOS, in seinem Blog. Wer eine nicht unterstützte oder eine ausbaufähige API findet, soll dies Ahmeds Team melden.

Last but not least stellt die Integration in Visual Studio entsprechende Werkzeuge bereit, damit der Entwickler sein Xcode-Projekt ins Visual Studio 2015 importieren kann. Dort stehen dann Werkzeuge und das neue Windows 10 SDK bereit.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie einfach die App-Portierung sein kann.

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