ATI-Grafik stürmt das Midrange-Segment AMD stellt Grafikkarten für DirectX 10 zum Kampfpreis vor

Redakteur: Christian Träger

Lange musste der Markt auf die nächste Generation der AMD-Grafikkarten warten. Mit den Serien ATI Radeon HD 2400 und HD 2600 kommen nun die Karten für das Einstiegs- und das Midrange-Segment in den Handel – zu einem Preis, der selbst Fachleute überrascht und die Karten für OEMs sehr interessant macht.

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Sapphire bietet DirectX-10-Grafik mit der Radeon HD 2400 Pro bereits ab 49 Euro an.
Sapphire bietet DirectX-10-Grafik mit der Radeon HD 2400 Pro bereits ab 49 Euro an.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Juli komplettiert AMD seine Range an Grafikkarten, die DirectX 10 unterstützen. Bereits verfügbar sind die Modelle, die auf den Grafikprozessoren ATI Radeon HD 2400 basieren. Diese werden in einer Pro- und einer XT-Variante angeboten und stellen das Einstiegssegment dar. In Kürze sollen in diesen Varianten zudem Karten mit der HD-2600-GPU in großen Stückzahlen verfügbar sein.

Wie in den High-End-Modellen der HD-2900-Serie sollen die Unified-Shader-Architektur sowie ein Ringbus, über den der Speicher angebunden ist, für eine deutliche Steigerung der Performance sorgen. Alle Modelle der HD-2000-Serie bieten zudem integrierte Funktionen für die Verarbeitung von High-Definition-Inhalten. So wird der Hauptprozessors des Computers bei der Wiedergabe von Blu-ray- und HD-DVD-Inhalten deutlich entlastet. Software-Player wie Cyberlinks PowerDVD Ultra unterstützen bereits den »Unified Video Decoder«, der die Videoverarbeitung auf der Grafikkarte übernimmt.

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Ebenfalls integriert ist die Unterstützung eines HDMI-Ausgangs, der mittels eines Adapters realisiert wird. Über HDMI wird gleichzeitig der Sound übertragen, wofür AMD die Audioverarbeitung in einen Controller auf der Grafikkarte geholt hat. Dies erhöht die Leistung und macht zusätzlich Verkabelungen zwischen dem Soundchip des PCs und der Grafikkarte überflüssig.

Ein deutlicher Vorteil der HD-2400- und der HD-2600-Serie gegenüber den High-End-Modellen resultiert aus der Fertigung. Da die neuen GPUs im 65-Nanometerverfahren hergestellt werden (die HD-2900-GPUs noch im 80-Nanometerverfahren), sollen diese deutlich energiesparender arbeiten als die High-End-Modelle. Daher werden einige der nun vorgestellten Karten mit passiver Kühlung angeboten.

Attraktives Preis-/Leistungsverhältnis

AMD hat sich gewissermaßen vom Leistungsrennen mit dem Hauptkonkurrenten Nvidia verabschiedet. Wie in den zahlreichen Tests nachzulesen war, konnte die HD 2900 XT bei der Leistung nicht mit dem Spitzenmodell der Geforce-8800-Serie mithalten, war aber preislich auch nicht dagegen gestellt. AMD will den Kunden vielmehr durch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis überzeugen – und das sollte gerade mit den HD-2400- und den HD-2600-Modellen gelingen.

Sapphire empfiehlt für die HD 2400 Pro 256 einen Verkaufspreis von 49 Euro, während die XT-Variante bereits ab 75 Euro zu haben sein soll. Bei den HD-2600-Modellen beginnen die Preise bereits bei 89 Euro für das Pro-Modell mit 256 MegabyteRAM. Mit verdoppeltem Speicher soll sie nur sechs Euro mehr kosten. Und selbst die HD 2600 XT mit 256 Megabyte liegt unter der 100-Euro-Grenze.

Preise und Leistung machen die jüngsten Karten daher nicht nur für Aufrüster, sondern auch für OEMs und Systembuilder interessant. Die meisten ATI-Partner, darunter Sapphire, Asus, Club3D, Gecube, MSI Power Color oder Xpertvision haben die jüngsten Grafikkarten von AMD bereits vorgestellt. Weitere Partner werden in Kürze folgen.

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