Computex 2016: Neue Grafikkarte von AMD AMD: Stapellauf für Polaris und Bristol Ridge

Autor: Klaus Länger

Auf der Computex in Taipeh hat AMD die erste Grafikkarte mit Polaris-Architektur der Öffenlichkeit präsentiert. Die Mittelklassekarte Radeon RX 480 soll eine deutlich höhere Leistung liefern als alle anderen Karten ihrer Preisklasse und sogar VR-tauglich sein. Eine weitere Premiere waren die APUs der siebten Generation für Notebooks und Desktop-PCs.

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AMD zeigte auf der Computex die erste Polaris-Grafikkarte und Bristol-Ridge-APUs.
AMD zeigte auf der Computex die erste Polaris-Grafikkarte und Bristol-Ridge-APUs.
(Bild: AMD)

Mit der Polaris-Architektur bringt nun auch AMD erste Chips auf den Markt, die in einem 14-Nanometer-FinFET-Prozess hergestellt werden. Diese im Vergleich zum bisherigen 28-nm-Prozess nur noch halb so großen Transistoren sollen für eine deutlich geringere Leistungsaufnahme sorgen. AMD hat einen großen Teil der aus 36 Recheneinheiten bestehenden Polaris-GPU neu entwickelt, ihre theoretische Rechenleistung soll bei 5,5 Teraflops liegen und damit über der einer Radeon R9 390 liegen, die mehr als 300 Euro kostet. Die Radeon RX 480 soll dagegen in den USA am 29. Juni mit einem Preis von 199 US-Dollar in den Handel gehen und wäre damit die günstigste Karte, die laut AMD schnell genug für aktuelle Spiele mit Virtual-Reality-Brillen sein soll. Von der Leistung einer Nvidia Geforce GTX 1080 ist die Radeon zwar weit entfernt, aber zwei der AMD-Karten im Crossfire-Gepann sollen schneller und immer noch günstiger sein, als die Nvidia-Karte für knapp 800 Euro.

Nähere Details zur Technik der Polaris-GPU auf der mit vier oder acht GB GDDR5 bestückten Radeon RX 480 enthüllte AMD auf der Computex nicht.

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APUs für Notebook und PC

Auch den von AMD-Fans heiß ersehnten Zen, der kommenden neuen Prozessorarchitektur in 14-Nanometer-Bauweise, gab es nur ganz kurz zu sehen. Er kommt erst später im Jahr auf den Markt. Für Notebook-Hersteller schon lieferbar ist dagegen die siebte APU-Generation. Bristol Ridge, so der Codename, kommt als AMD FX, A12 und A10 auf den Markt. Die Prozessoren basieren noch auf der bisherigen 28-Nanometer-Architektur. Ihre vier weiterentwickelten Excavator-Cores sollen aber deutlich schneller und trotzdem sparsamer sein, als die bisherigen Carrizo-APUs. Die integrierte Radeon-R7-Grafik bei FX und A12 soll ebenfalls deutlich zugelegt haben. Der A10 nutzt eine einfacher aufgebaute, integrierte Radeon-R5-GPU, Später will AMD auch Bristol-Ridge-Prozessoren für Desktop-PCs auf den Markt bringen. Diese Prozessoren für den neuen Sockel AM4 sollen die bisherigen Kaveri-Modelle ablösen. In den Sockel AM4 sollen später auch die Zen-Prozessoren passen.

Unterhalb von Bristol Ridge rangiert Stoney Ridge. Zu dieser ebenfalls in Taipeh präsentierten APU-Serie zählen die sparsameren und günstigeren A9-, A6-, und E2-Modelle, die Carrizo-L und Mullins ersetzen. Sie nutzen zwei Excavator-Cores und unterscheiden sich durch ihre unterschiedlich starken GPU-Teile.

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