Yukon-Plattform schafft neue Geräteklasse AMD macht Intel Atom-Netbooks Konkurrenz

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Das Netbook-Referenzdesign von Intel hat den Markt gehörig umgekrempelt. AMD setzt den Mini-Notebooks nun die Yukon-Plattform und eine neue Geräteklasse entgegen, die sich als Ultrathin-Notebook etablieren soll. Hewlett-Packard (HP) liefert ab April einen ersten Vertreter aus.

Firmen zum Thema

Schlank, rechenstark und günstig - diese Adjektive sollen potenzielle Netbook-Käufer für Ultrathin-Notebooks begeistern.
Schlank, rechenstark und günstig - diese Adjektive sollen potenzielle Netbook-Käufer für Ultrathin-Notebooks begeistern.
( Archiv: Vogel Business Media )

AMD hat mit der Yukon-Plattform eine Antwort auf Intels Referenzdesign der Netbooks vorgestellt. Gerhard Zehethofer, der als Sales Vice President für den OEM-Vertrieb im EMEA-Markt zuständig ist, präsentierte die Strategie gemeinsam mit Vertretern von Hewlett-Packard, die bereits Anschauungsprodukte im Gepäck hatten.

Wie wichtig das Notebook-Geschäft ist, unterstreicht allein die Tatsache, dass seit geraumer Zeit mehr Aufklapp-Rechner verkauft werden als Desktop-PCs (siehe Grafik in der Bildergalerie). Der Run auf Netbooks dürfte AMD Kopfzerbrechen bereiten, weil in diesem Referenzdesign eben Intel-Komponenten wie der Atom-Prozessor verbaut werden und sich viele Käufer so zum Erzrivalen bekennen.

Bildergalerie

Mehr Rechenpower für kleine Notebooks

Zehethofer sagte zur Vorstellung: »Bescheiden gesagt, haben wir hier eine neue Klasse von Notebooks.« AMDs Antwort ist mit der »Yukon-Plattform« schon länger in der Pipeline. Nun gibt es erste Produkte, die auf mehreren Ebenen beim Mininotebook-Käufer punkten sollen. Zum einen soll Yukon einem Trend entgegen kommen, den AMD in der hauseigenen Studie »Notebook Tracking Study 2008« ausgemacht haben will: Die Geräte werden demnach immer häufiger rechenintensiv eingesetzt, beispielsweise beim DVD-Brennen, Videos anschauen, der Fotobearbeitung oder für Spiele.

Interne oder separate Grafiklösung

Während dem Netbook hier schnell die Luft ausgeht, biete der AMD Athlon Neo 64 in Kombination mit der 3000er-Serie der ATI-GPUs hierfür die nötige Rechenpower. Grundsätzlich wird es zwei Versionen geben, die sich hauptsächlich durch die Grafikleistung und im Preis unterscheiden. Ultrathin-Notebooks mit integrierter Grafik setzen auf ATI Radeon Express X1250. Bei der Version mit separatem Grafikchip kommt die ATI Mobility Radeon HD 3410 zum Einsatz.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum AMD von einer neuen Geräteklasse spricht, welches Marktsegment die Geräte für sich beanspruchen und wie HP das Konzept umgesetzt hat.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2020549)