Aus vier mach drei – Cosumer, sei dabei AMD komplettiert Phenom-Serie mit Drei-Core-CPU

Redakteur: Harry Jacob

Eine ungewöhnliche Idee ist es, die AMD verfolgt: ab dem ersten Quartal 2008 will der Intel-Konkurrent auch Drei-Kern-CPUs der Phenom-Reihe anbieten. Das wollten die Kunden so, und AMD werde diesen Wunsch erfüllen, erklärte am Freitag Giuseppe Amato, Director Technical Sales and Marketing EMEA von AMD, der Presse in einer Telefonkonferenz.

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Neben den Vierkern-CPUs der Phenom-Baureihe für Server will AMD mit Dreikern-CPUs bei Consumern punkten.
Neben den Vierkern-CPUs der Phenom-Baureihe für Server will AMD mit Dreikern-CPUs bei Consumern punkten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einer Triple-Core-Version will AMD seinen Kunden eine durchgehende CPU-Plattform anbieten, die für jeden Wunsch das richtige bietet: einen, zwei, drei oder vier Kerne – es bleibt keine Lücke mehr im Sortiment. Man sei ein kundenzentriertes Unternehmen, betonte Amato, und eben dieser Triple-Core sei die Antwort auf die Wünsche der Kunden, führte der AMD-Manager aus.

Technisch gesehen handelt es sich um einen Quad-Core-Chip, bei dem ein Kern stillgelegt ist. Fragen, ob es sich dabei um »Ausschuss« handelt, also Quad-Cores, die durch die Qualitätskontrolle gefallen seien, weil ein Kern nicht ordnungsgemäß funktioniert, trat Amato entgegen. Das könne vorkommen, sei aber nicht die Intention. Vielmehr wolle man die Lücke zwischen Zwei- und Vier-Kern-Prozessoren für Consumer füllen.

Noch sind diese CPUs aber noch gar nicht auf dem Markt. Starten soll die Phenom-Reihe noch im vierten Quartal 2007. Aus der Roadmap vom Technology Analyst Day am 26. Juli ergibt sich, dass zunächst Varianten unter dem Codenamen »Spider« starten sollen, in 65-nm-Technik, zwei Megabyte L3-Cache und Hypertransport 1.0. Erst im Laufe des Jahres 2008 folgen dann die effizienteren Leo-Phenoms, die in 45-nm-Strukturen gefertigt werden, mit sechs Megabyte L3-Cache und bereits Hypertransport 3.0. Als Chipsatz kommt für die Spider die RD7xx-Familie in Frage, beim Leo soll es die RD-8xx-Familie werden, die dann Crossfire mit bis zu vier Grafikkernen erlaubt. Entsprechende Mainboards für Spider- und Leo-Phenoms sollen die Bezeichnung »AM2+« tragen.

Die Triple-Cores soll es für den Privatnutzer, dem die Kraft der »vier Herzen« zu teuer und energiehungrig sind, dem aber die Leistung der Doppelkerne nicht reicht. Als Erscheinungstermin nannte Amato das erste Quartal 2008, Preise stehen noch keine fest. Es werde wohl nicht genau die Mitte zwischen Duo- und Quad-Core werden, meinte der AMD-Manager sibyllinisch – in welche Richtung die Abweichung voraussichtlich geht, ließ er nämlich offen.

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