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Zwei neue Threadripper und verbesserter Speicherzugriff

AMD komplettiert die Ryzen-Threadripper-2-Familie

| Autor: Klaus Länger

AMDs "Hevy-Metal-Gruppe" für den Desktop wird zum Quartett: Der Ryzen Threadripper 2970WX mit 24 Cores und der 12-Kerner 2920X kommen Ende Oktober auf den Markt.
AMDs "Hevy-Metal-Gruppe" für den Desktop wird zum Quartett: Der Ryzen Threadripper 2970WX mit 24 Cores und der 12-Kerner 2920X kommen Ende Oktober auf den Markt. (Bild: AMD)

Nur zwei der im August vorgestellten High-End-Prozessoren der Ryzen-Threadripper-2-Familie waren umgehend verfügbar. Jetzt folgen Ende Oktober die beiden noch ausstehenden Modelle 2970WX und 2920X. Der Dynamic Local Mode soll dafür sorgen, dass speicherintensive Anwendungen schneller laufen.

Das AMD-Quartett der High-End-Desktop-Prozessoren der Threadripper-2-Prozessoren war zwar schon im August komplett, doch nur das Top-Modell Threadripper 2990WX mit 32 Cores und 64 Threads sowie der 2950X mit 16 Cores und 32 Threads kamen im Monat der Ankündigung auf den Markt. Nun komplettieren Ende der Oktober der 2970WX und das Einstiegsmodell 2920X die Serie.

Der 2970WX verfügt ebenso wie der 2990WX über vier Dies, allerdings mit jeweils nur sechs Cores. Damit verfügt die CPU über 24 Cores und kann mit symmetrischem Multi-Threading (SMT) 48 Threads gleichzeitig verarbeiten. Bei der Größe des Level-3-Caches mit 64 MB sowie der Taktfrequenz mit 3,0 GHz Basis- und 4,2 GHz Turbo-Takt zieht der 2970WX mit seinem großen 32-Core-Bruder gleich. Auch die TDP ist mit 250 Watt spezifiziert. Der 2920X ist ein „halbierter” 2970WX mit zwei Dies, 12 Cores und 32 MB L3-Cache. Die TDP liegt hier bei 180 Watt. Über vier DDR4-Speicherkanäle und insgesamt 64 PCI-Express-3.0-Lanes verfügen alle Threadripper-2-Prozessoren. Der Threadripper 2970WX soll 1.127 Euro (UVP) kosten, der 2920X schlägt mit 563 Euro (UVP) zu Buche.

Dynamic Local Mode

Bei den beiden Threadripper-2-CPUs mit vier Dies haben nur zwei direkten Zugriff auf den Hauptspeicher auf dem Mainboard. Die anderen sind durch eine Infinity Fabric miteinander und mit den beiden Dies verbunden, die über einen Speichercontroller verfügen. Bei den über die Fabric angebundenen Dies dauern Zugriffe auf den Hauptspeicher daher etwas länger. Daher hat AMD mit dem Dynamic Local Mode eine Software entwickelt, die speicherintensive Threads automatisch auf die Dies mit direkter Anbindung an den Hauptspeicher legt. Laut AMD soll der Dynamic Local Mode bei Spielen für um zwischen zehn und 47 Prozent höhere Frameraten sorgen. Die Software läuft als Windows-Dienst im Hintergrund.

Zwei der vier Dies sind bei Ryzen Threadripper 2970WX and 2990WX direkt mit dem Hauptspeicher verbunden. Die anderen über die Infinity Fabric.
Zwei der vier Dies sind bei Ryzen Threadripper 2970WX and 2990WX direkt mit dem Hauptspeicher verbunden. Die anderen über die Infinity Fabric. (Bild: AMD)

Zudem ist die schon bei der ersten Threadripper-Generation vorhandene Umschaltung zwischen dem Local Mode und dem Distributed Mode für den Speicherzugriff nun on-the-fly. Im Local Mode ist der Speicher partitioniert, was niedrigere Latenzen bringt. Im Distributed Mode sieht das Betriebssystem einen großen Speicherpool, was den Speicherdurchsatz erhöhen soll.

Bei der ersten Threadripper-Generation war nach dem Umschalten der Modi im AMD-Master-Übertaktungstool noch ein Neustart des Rechners fällig. Mit der neuen Prozessorgeneration ist das im laufenden Betrieb möglich. Diese Funktion können alle vier Threadripper-2-Prozessoren nutzen.

Das Windows-10-Update auf die Version 1809, die nun nach der Fehlerbereinigung ausgerollt wird, soll laut AMD eine verbesserte Stabilität bei Prozessen bringen, die 64 oder noch mehr Threads nutzen.

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