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Trumps Steuerreform rechnet sich Amazon schafft einen Rekordgewinn

Autor: Sarah Gandorfer

Die Online-Plattform Amazon heimste erstmals einen Quartalsgewinn von über einer Milliarde US-Dollar ein. Vor allem die Cloud-Computing-Sparte AWS (Amazon Web Services) trieb den Gewinn in die Höhe, aber auch die Reformen von US-Präsident Trump.

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Amazon hat die Gewinnhürde von einer Milliarde US-Dollar übersprungen.
Amazon hat die Gewinnhürde von einer Milliarde US-Dollar übersprungen.
(Bild: Astrid Schmihuber)

Im Dezember-Quartal 2018 verzeichnete Amazon Umsätze von 60,5 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatzmix von Amazon lag bei 60 Prozent aus Nordamerika, 32 Prozent international und 8 Prozent mit AWS. Gleichzeitig erzielte Amazon mit 1,9 Milliarden US-Dollar den größten Nettogewinn der Konzerngeschichte. Ein starkes Weihnachtsgeschäft und der rasant wachsenden Cloud-Dienst AWS haben dem Online-Handelsriesen zum Jahresende einen kräftigen Schub gegeben. Hinzu kommt ein Sondererlös durch die von US-Präsident Trump initiierte Steuerreform.

Fiskaljahr 2017

Über das gesamte Fiskaljahr 2017 gerechnet konnte Amazon seine Umsätze von 136 Milliarden auf nunmehr bereits 177,9 Milliarden Dollar steigern. Unterm Strich verdiente das mittlerweile viertwertvollste Unternehmen der Welt vergangenes Jahr 3 Milliarden Dollar, im Fiskaljahr 2016 waren es 2,4 Milliarden.

Amazon gibt das meiste Geld für den Bau von Produkten, Rechenzentren, den Roll-out von Dienstleistungen und den Bau von Lagerhäusern aus, aber es werden keine Verluste mehr gemeldet. Im Juni 2017 kaufte der Konzern für rund 13,7 Milliarden US-Dollar den Biosupermarkt Whole Foods Market.

Amazon Deutschland

Wie Amazon Deutschland mitteilte, konnten 2017 auch deutsche Händler von dem Angebot des Handelsriesen profitieren. So haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) über den Amazon Marketplace im vergangenen Jahr Exportumsätze von mehr als 2,1 Milliarden Euro erzielt. Sie verkauften ihre Produkte weltweit auf elf Amazon-Webseiten und in sieben verschiedenen Sprachen. So konnten sie Millionen potenzieller neuer Kunden erreichen. Weltweit stehen KMU für die Hälfte der verkauften Produkte auf den globalen Amazon Webseiten – mit Exporten an Kunden in Europa, Nordamerika, Japan und Indien.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS