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Channel Fokus: Digital Workplace Am Arbeitssplatz ist WaaS gefragt

Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Die vielbeschworene Digitale Transformation muss letztlich am Arbeitsplatz umgesetzt werden. Hier versprechen Ansätze wie Workplace as a Service (WaaS) im Sinne von „Miete den Arbeitsplatz, anstatt ihn zu kaufen“ aussichtsreiche Wachstumsoptionen.

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Das IT-Business Panel zeigt, dass vor allem von Workplace as a Service (Waas) in Zukunft das größte Wachstum zu erwarten ist.
Das IT-Business Panel zeigt, dass vor allem von Workplace as a Service (Waas) in Zukunft das größte Wachstum zu erwarten ist.
(Bild: © apinan - stock.adobe.com)

Hinter dem digitalen Arbeitsplatz stehen gleich mehrere Leitgedanken: Wie können wir mit digitalen Mitteln effizienter, leichter und besser arbeiten? Wie können Informationen besser zugänglich gemacht, Geschäftsprozesse schneller abgebildet, der Austausch mit Kollegen und Dritten erleichtert und bessere Entscheidungen getroffen werden? Der digitale Arbeitsplatz als wichtiger Teilaspekt der Digitalen Transformation ist die logische Konsequenz dieser Überlegungen. Er soll helfen, all die schönen Ideen auch in der Praxis umzusetzen. Physische Begrenzungen verschwinden, im Vordergrund stehen vor allem Attribute wie Flexibilität und Mobilität.

Aber der Arbeitsplatz der Zukunft muss auch richtig abgesichert sein: Für 90 Prozent (60 % und 30 %) der befragten Partner nehmen Sicherheitsfunktionen bei Digital-Workplace-Lösungen der Kunden einen sehr großen bis eher großen Stellenwert ein.

Trend zu "As a Service"-Angeboten

Die wachsende Beliebtheit von Workplace as a Service (WaaS) reiht sich ein in den generellen Trend zu „As a Service“-Angeboten. Getreu der Idee „Miete den Arbeitsplatz“ werden Software, Hardware, aber auch Installation, Management und Wartung des Arbeitsplatzes bereitgestellt. Für die Kunden der befragten Partner werden diese Angebote zunehmend wichtig: 40 Prozent stimmen für „mittel“, und sogar 45 Prozent halten WaaS für eher wichtig bis sehr wichtig (30 % und 15 %). Nur für 15 Prozent ist es eher unwichtig oder sehr unwichtig. Unter den Herstellern/Distributoren, die noch keine WaaS-Lösungen anbieten, planen immerhin drei Viertel (75 %), dies demnächst zu tun. Ein Panel-Teilnehmer bringt die Ansprüche an WaaS auf den Punkt: „Ich wünsche mir eine einfachere Konfigurierbarkeit, idealerweise mit einem Assistenten, der einem die Hauptarbeit bei der ersten Einrichtung abnimmt.“

Microsoft nimmt im Digital Workplace Business aktuell eine unumstrittene Spitzenrolle ein. Einige Panel-Teilnehmer wünschen sich deshalb eine bessere Kooperation der Anbieter untereinander und einen Service, wie Microsoft ihn aktuell vorlebt. Auch in unserem Panel haben Windows-Rechner als wichtigste Clients die Nase vorn: 50 Prozent unserer befragten Partner halten diese auch in Zukunft für eher wichtig bis sehr wichtig (40 % und 10 %), 45 Prozent messen ihnen eine mittlere Bedeutung bei.

Der Channel profitiert vom Digital-Workplace-Business

Die Notwendigkeit und die Vorteile einer zentralen Arbeitsplattform für Unternehmen sind offensichtlich. Für Partner und Distributoren / Hersteller spiegelt sich die Nachfrage danach im Umsatz wider: Auch wenn der Markt dafür noch relativ jung ist, sind Digital-Workplace-Lösungen bereits ein gutes Geschäft: 80 Prozent der Befragten bewerten diese als eher wichtig bis sehr wichtig, während es für keinen der Teilnehmer unwichtig ist. Für den Channel sind die Lösungen von enormer Bedeutung, da sie als „As a Service“-Produkt in bekannter Managed-Service-Manier aufgezogen und deren Vorteile wie wiederkehrende Einnahmen genutzt werden können.

Umsatz bringen die Klassiker

Aktuell werden die besten Geschäfte im Digital-Workplace-Markt noch mit Notebooks und Convertibles (65 % Partner, 50 % Distributoren / Hersteller) und Desktop-PCs und Workstations (55 % und 60 %) gemacht. Aber auch Angebote wie Workplace as a Service (45 % und 40 %) und Management-Lösungen (jeweils 40 %), die laut Panel in Zukunft das größte Wachstum erfahren werden, tragen einen nicht unwesentlichen Anteil bei. Tablets und Smartphones machen bei Distributoren / Herstellern einen relativ großen Anteil aus (50 % und 40 %), während sie für Partner das Schlusslicht bilden (15 % und 10 %). In Anbetracht der schlechten Margensituation ist dieses Ergebnis nicht verwunderlich.

Workplace as a Service hat Zukunft

Unsere Teilnehmer sind sich einig: Von Workplace as a Service ist in Zukunft das größte Wachstum zu erwarten (Partner 75 %, Distributoren / Hersteller 70 %). Auch über Platz zwei herrscht Einigkeit: Management-Lösungen sind mit 55 Prozent bei Systemhäusern und 50 Prozent bei Distributoren / Herstellern gleichermaßen auf der Überholspur. Für Distributoren / Hersteller gleichauf (50 %) sind Smartphones mit iOS oder Android, während nur 20 Prozent der Partner ein Wachstum erwarten – hier schlägt erneut die erwähnte Problematik bezüglich der zu kleinen oder ungenügenden Margen zu.

Weitere Ergebnisse und Grafiken zum Thema Digital Workplace finden Sie in unserer Bildergalerie:

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(ID:45544074)

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 Lisa Jasmin Nieberle

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Redaktion IT-BUSINESS