„Es wird kein Fachhandelssterben geben“ Also macht 3D-Druck zum Thema

Autor: Sarah Gandorfer

Das erste Halbjahr ist gut bei Also gelaufen. Treiber war unter anderem die XP-Ablösung. Nun hat der Broadliner sich neue Schwerpunkte gesetzt, darunter 3D-Druck. „Microsoft 2 Go“ soll zudem die Reseller am POS unterstützen.

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Also-Geschäftsführer Matthias Lorz erklärt „Microsoft 2 Go“.
Also-Geschäftsführer Matthias Lorz erklärt „Microsoft 2 Go“.
(Bild: IT-BUSINESS/Sarah Maier)

Das erste Halbjahr verlief erfreulich für den Distributor Also. „Wir verzeichneten in den ersten sechs Monaten in Deutschland im Broadline-Geschäft ein Wachstum und konnten das Vorjahresergebnis übertreffen“, sagt Stefan Klinglmair, der in der Also-Geschäftsführung das Broadline-Geschäft verantwortet. Gerade im allgemein totgeredeten Desktop-Bereich konnte der Grossist im zweistelligen Bereich wachsen. Hilfreich dabei war die XP-Ablösung. Allerdings habe sich das Wachstum bei den Tablets, speziell bei großformatigen Consumer-Geräten, abgeflacht.

Zudem konnte der Broadliner bei den SMB-Kunden zweistellig zulegen. Was Klingelmair mit den Worten quittierte: „Es wird kein Fachhandelssterben geben. Es melden sich immer noch zahlreiche Neukunden jeden Monat an.“ Jedoch vermutet der Manager ein schwierigeres zweites Geschäftshalbjahr: Da das Distributionsumfeld hart umkämpft ist – polnische Unternehmen wie die Action S.A. oder ABC Data drängen auf den deutschen Markt – und der Effekt durch XP schwächer wird.

Neue Fokusthemen

Als besondere Themen für seinen Bereich hat Klinglmair Mobility, Lightning und 3D-Druck ins Auge gefasst. Laut Klinglmair stehen Großflächenmärkte wie Media-Saturn im B2C-Bereich bereits in den Startlöchern, um diese zu verkaufen. Bei den B2B-Produkten, hierunter fallen Großformatdrucker beispielsweise für Architekturbüros, arbeitet der Broadliner derzeit an der Unterzeichnung eines Vertrages mit einem Hersteller. In den nächsten Wochen soll dazu mehr bekannt werden.

Die rückläufige Entwicklung im Server-Markt habe man über Software-Verkäufe kompensieren können, erklärte Sascha Viro, als Geschäftsführer zuständig für den Bereich Solutions: „Im Security-Bereich konnten wir ein zweistelliges Wachstum schaffen.“ Wachstumspotenzial sieht er im Software-Umfeld bei Business-Applikationen.

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Supply Chain

Für Synaxon hat der Distributor bereits im Herbst des vergangenen Jahres die komplette Logistik übernommen. Nun gibt Matthias Lorz, Geschäftsführer Services bei Also, bekannt, dass sie die Logistik- und Supply-Chain-Dienstleistungen für den Etailer Mediaspar übernehmen. Dazu gehören Services im Bereich Warehousing, die Kommissionierung und die auftragsspezifische Abwicklung mit Versendungsoptionen, wie PostIdent, sowie der Versand im Namen Dritter.

Im digitalen Software-Geschäft konnte Also Symantec als neuen Hersteller gewinnen. Bereits eine vierstellige Anzahl von Kunden kaufe im ESD-Shop (EDS steht für Elektronische Software Distribution) ein. Demnächst sollen die drei größten deutschen Systemhäuser für den Shop freigeschaltet werden. Somit sei man in Deutschland in dieser Hinsicht führend, erläuterte Lorz. In seinen Augen sei zudem die Entwicklung in der Telekommunikation interessant. Gerade die Integration von Nokia in Microsoft und der Zusammenschluss von E-Plus und Telefonica würden für neue Impulse sorgen.

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Redakteurin bei IT-BUSINESS