Oracle Cloud Infrastructure (OCI) Alles aus der Cloud

Von Dr. Stefan Riedl

Die Oracle-Deutschland-Chefin blickt in eine von der Cloud dominierte Zukunft. Künftige Apps werden für sie optimiert. Alte Apps werden überführt. Und wenn es beispielsweise Latenzprobleme gibt, wandern klassische Public-Cloud-Dienste einfach ins eigene Datacenter.

Anbieter zum Thema

Die Cloud dominiert die IT-Branche.
Die Cloud dominiert die IT-Branche.
(Bild: Photobank - stock.adobe.com)

Manchmal muss man Dinge einfach durchziehen, findet Stefanie Kemp, Country Leaderin, Oracle Deutschland. Sie erinnert an die großen Diskussionen, was das Thema Heimarbeit angeht, vor vier, fünf Jahren in Deutschland. Die Debatten waren geprägt von Bedenken in Hinblick auf Arbeitszeitmodelle, Arbeitsschutzgesetze, Datenschutz und Zugriffsberechtigungen.

Ins Homeoffice geschickt

„Als wir dann im März 2020 ins Home­office geschickt wurden, hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen ganz gut aufgestellt waren oder in kurzer Zeit entsprechende Strukturen geschaffen werden konnten – abseits aller Bedenken“, so Kemp. Und auch wenn die Anbindung von Homeoffices potenzielle Einfallstore sind – rückblickend sei es doch ganz gut gelaufen, auch wenn hier und da viel nachgebessert werden musste, was die Security angeht.

Sicherheitsaspekte

Stefanie Kemp, Country Leaderin, Oracle Deutschland
Stefanie Kemp, Country Leaderin, Oracle Deutschland
(Bild: Oracle)

„Ja, große Datenpools sind für Hacker interessante Angriffsziele“, weiß Kemp, „dieser Verantwortung ist sich Oracle bewusst und arbeitet mit entsprechenden Ressourcen in Sachen Security. Das ist die Basis für unser Wirken in diesem Bereich.“

Vor diesem Hintergrund würde die Oracle-Deutschland-Chefin das Thema IT-Sicherheit zu den Vorteilen der Cloud hinzuzählen, denn hier gelte praktisch „­Security by Default“.

Innovationszyklen und verschobene Buttons

Im Vergleich zur On-Premises-Welt könne die Cloud viele weitere Vorteile ausspielen. „Beispielsweise im Bereich der Innovationszyklen, die heutzutage viel schneller durchschritten und Updates dann einfach anbieterseitig ausgespielt werden können, ohne dass mit großen Problemen im Releasewechsel zu rechnen ist“, sagt Kemp räumt aber in dem Zusammenhang ein, dass selbst ein neu angeordneter ­Button in einer Anwendung beim Nutzer für Verwirrung sorgen kann. Aus diesem Grund müssen entsprechend Support­kapazitäten bei Veränderungen eingeplant werden. „Unsere Channel-Partner als ‚Trusted Advisor‘, wie es so schön im US-amerikanischen Sprachraum heißt, leisten hier sehr gute Arbeit“, lobt die Managerin. Die über 1.000 an den Umsätzen beteiligten Oracle-Partner in Deutschland spielen demnach eine zentrale Rolle auf dem Weg in die Cloud.

Nachhaltige Cloud

Auch Nachhaltigkeit sei ein originäres Cloud-Thema. So habe Oracle massive ­Investments in den aktuell 37 Cloud-Regionen getätigt, um auf 100 Prozent erneuerbare Energien zu kommen. In der Praxis wird hier oft auf Solarpanel und teilweise auch auf Windkrafträder im Innenhof gesetzt, aber derzeit vor allem auf entsprechende Verträge mit Stromanbietern.

„Außerdem haben auch wir bei Oracle aus den vergangenen Monaten gelernt, dass sich viel Flugverkehr und Fahrten über ­Videokonferenzen einsparen lassen. Auch unsere Partner haben sich Nachhaltigkeitsziele gegeben“, sagt Kemp.

Oracle- und Non-Oracle-Applikationen in der Cloud

Bei Oracle spielt die Cloud nicht nur infrastrukturseitig eine wichtige Rolle, sondern auch in Hinblick auf das Anwendungsportfolio, bei dem SaaS in den Vordergrund rückt. Und zwar nicht nur, was eigene Anwendungen für Unternehmen angeht: „Wir können Oracle- und Non-Oracle-Applikationen in der Cloud, beziehungsweise aus der OCI heraus, betreiben, der Oracle Cloud Infrastructure “, sagt die Managerin. „Sicherlich gibt es hier auch Einschränkungen, die diese Aussage relativieren, beziehungsweise wo wir genauer hinschauen müssen – ich denke da beispielsweise an alte Cobol-Anwendungen – die werden ­sicherlich nicht so einfach zu überführen sein, wie eine Java-Software“, aber grundsätzlich stimme die Aussage.

Was die ­Zukunft angeht, scheinen die Weichen eh schon gestellt zu sein: Immer mehr Anwendungen werden laut Kemp cloud-native entwickelt, da Anbieter und Entwickler die Flexibilität und weiteren Vorteile nutzen wollen, die durch Container-Technologie und Microservices einher gehen.

Der dritte Weg: Cloud@Customer

Mit Cloud@Customer treibt Oracle eine weitere Cloud-Innovation als dritten Weg ­neben dem Public- und Private-Cloud-­Modell voran. Hier geht es darum, jene Dienste, die eigentlich nur im Public-Cloud-Modell über OCI, also der Oracle Cloud Infrastructure, verfügbar sind, beispielsweise Security- oder DatenbankServices, im Rechenzentrum des Anwenders zu betreiben. Das spielt dann eine Rolle, wenn die Systeme wegen geringer ­Latenzzeiten nah an der Produktion verortet sein müssen.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:48286777)