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Nvidia Geforce GTX 980 und GTX 970: Grafikkarten für 4K-Gaming Alle Neune

Redakteur: Klaus Länger

Nvidia hat nun auch die GPUs für High-End-Gaming-Grafikkarten auf die neue Maxwell-Architektur umgestellt. Die Geforce GTX 980 und GTX 970 sind nicht nur schneller, sondern auch sparsamer, als ihre Kepler-Vorgänger. Asus und MSI bringen bereits erste Karten mit eigenem Design.

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Mit den Geforce-GTX-Chips der 900er-Serie hält Nvidias Maxwell-Architektur nun auch in den High-End-Grafikkarten Einzug.
Mit den Geforce-GTX-Chips der 900er-Serie hält Nvidias Maxwell-Architektur nun auch in den High-End-Grafikkarten Einzug.
(Bild: Nvidia)

Nvidia hatte die Maxwell-Architektur zunächst bei den Mittelklasse-Desktop-Karten GTX 750 und 750i und dann bei den Mobile-GPUs der 800er-Serie eingeführt. Nun folgt auch die Königsklasse der Desktop-GPUs mit dem Geforce GTX 980 und dessen kleinerem Bruder Geforce GTX 970. Die beiden neuen Chips sollen laut Nvidia genügend Leistung bieten, um auch aktuelle Games mit hohen Frameraten und vollen Details in 4K-Auflösung spielen zu können. Und sie sollen auch für die neue Generation der VR-Brillen wie die Oculus Rift optimiert sein.

Optimal für Virtual-Reality-Gaming

Für das Zusammenspiel mit VR-Brillen hat Nvidia die VR-Direct-Technologie entwickelt. Mit ihr sollen die neuen Maxwell-Grafikkarten zur perfekten Partnern für VR-Brillen werden. Asynchronous Warp halbiert die Latenz und sorgt für eine schnellere Bildanpassung, wenn Spieler durch eine Kopfbewegung die Blickrichtung im Spiel ändern. Auto Stereo soll die Spiele-Kompatibilität der Brillen verbessern und VR-Gaming auch mit Brillen ermöglichen, die eigentlich nicht für diese Aufgabe entwickelt wurde.

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Hohe Leistung bei niedriger Leistungsaufnahme

Mit Maxwell hat die Nvidia-GPU-Architektur nun bereits die zehnte Generation erreicht. Die neuen High-End-GPUs bringen einige neue Anti-Aliasing- und Beleuchtungstechnologien für ein flüssigeres Gameplay und eine höhere Bildqualität. So werden mit Dynamic Super Resolution (DSR) Spiele intern mit 4K- oder anderen höheren Auflösungen gerendert und dann auf Full-HD herunterskaliert. Das sorgt für eine bessere Bildqualität im Vergleich zu nativem 1080p-Rendering. Mit Multi-Frame Sampled Anti-Aliasing (MFAA) hat Nvidia eine neues Anti-Aliasing-Verfahren entwickelt, mit dem die Maxwell-GPUs bei den halben Ressourcenkosten die selbe Bildqualität wie die Kepler-GPUs liefern. Mit Voxel Global Illumination (VXGI) können zukünftige Spiele mit einer realistischeren Echtzeit-Simulation von direkter und indirekter Beleuchtung aufwarten.

Die Grafikberechnungen übernehmen beim GTX 980 insgesamt 2.048 CUDA-Cores, die GTX-970-GPU ist aus 1.664 Recheneinheiten aufgebaut. Beide GPUs können auf vier Gigabyte GDDR5-Speicher zugreifen. Trotz ihrer höheren Leistung sind die neuen GPUs sparsamer geworden. So benötigt die GTX 980 maximal 165 Watt, die GTX 970 gibt sich mit 145 Watt zufrieden.

Asus und MSI: Karten mit semi-passiver Kühlung

Nvidia stellt den Grafikkartenherstellern auch immer ein Referenzdesign zur Verfügung. Asus und MSI geben sich bei ihren neuen Karten auf Basis des Geforce GTX 980 und GTX 970 mit diesem aber nicht zufrieden, sondern bringen Karten mit eigenem Design. Verbesserte Spannungsregler ermöglichen hier trotz Übertaktung eine noch niedrigere Leistungsaufnahme und machen eine semi-passive Kühlung möglich. Die beiden Lüfter über den massiven Heatpipe Kühlern laufen hier nur an, wenn die GPU mit hoher Performance läuft. Bei Deskop-Programmen oder älteren Spielen arbeiten die Karten lautlos. Asus bringt die Strix GTX 980 OC und die Strix GTX 970 OC für 559 beziehungsweise 345 Euro auf den Markt. MSI hat auf Basis der neuen Nvidia-GPUs die GTX 980 Gaming 4G für 569 Euro und die GTX 970 Gaming 4G für 339 Euro vorgestellt. PNY folgt bei seinen Karten dagegen dem Referenzdesign: Das GTX-980-Modell soll 549 Euro kosten, die GTX-970-Variante ist für 349 Euro erhältlich.

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