Startschuss für das Netzwerk- und Security-Labor Algol-Solution-Center öffnet die Pforten

Redakteur: Regina Böckle

Fachhandelspartner können im Solution Center von Value-Added-Distributor Algol Europe ab sofort ein technisches Labor nutzen, um Netzwerk-, Security- und Voice-over-IP-Lösungen zu testen oder Schulungen für ihre Endkunden durchzuführen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Den ersten Testlauf hat das »Algol Solution Center« bereits erfolgreich bestanden. Rund 50 Partner sowie Vertreter sämtlicher Lieferanten des Kölner Value-Added-Distributors Algol Europe nahmen an der Einweihung des technischen Labors und der Trainingsräume teil. Hier steht Resellern eine komplexe Netzwerk-Infrastruktur im Wert von 350.000 Euro zur Verfügung. Sie umfasst Netzwerk-Schränke und Klimatisierungs-Lösungen, sämtliche Komponenten wie Switches, Router und VoIP-Anlagen bis hin zu Security- und Identity-Appliances sowie verschiedenste Endgeräte wie beispielsweise Telefone, Headsets und Workstations. Die im Solution Center abgebildete Lösung ist voll funktionstüchtig und erlaubt alle erdenklichen Konfigurations- und Administrationsmöglichkeiten eines konvergenten Netzwerks.

Gemeinsam mit ihren Endkunden können Fachhändler und Systemhäuser diese Infrastruktur nutzen, um Lösungen zu entwickeln und diese bis zum erfolgreichen Proof-of-Concept auf Herz und Nieren zu prüfen. So lässt sich beispielsweise anhand konkreter Einsatzszenarien testen, wie Avaya-Produkte mit Extreme Networks-Systemen zu einer Voice-over-IP-Lösung verschmelzen.

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Zudem können Partner die Demo- und Trainingsräume auch buchen, um Endkunden zu schulen und Produktvorstellungen oder Tests für Projekte durchzuführen. Je nach Wunsch unterstützt Algol die Reseller dabei jederzeit mit technischen Consultants oder stellt die nötigen Kontakte zum passenden Ansprechpartner beim Hersteller her.

»Das Algol-Solution-College ist eine weitere Maßnahme, mit der wir als Projektdistributor unsere Partner dabei unterstützen, neue Technologien und Geschäftsfelder zu erschließen«, erklärt Algol-Geschäftsführerin Marianne Nickenig.

Erste Buchungen während der Premieren-Feier

Das Konzept kam bei Fachhandelspartnern offenbar schon bei der Premiere gut an: Noch während der Eröffnungsveranstaltung gingen die ersten Buchungen für das Test-Center ein.

Um das Solution Center zu nutzen, bedarf es lediglich einer telefonischen Anmeldung oder einer Reservierung über die kürzlich komplett überarbeitete Algol-Europe-Website.

Viele Besucher des Solution Centers nutzten während der Einweihung außerdem die Gelegenheit, das neue Algol-Management-Mitglied Manuel Ferre persönlich kennen zu lernen, der beim Kölner Projektdistributor seit Oktober als Director Business Development für die Akquise neuer Partner und die europaweite Expansion verantwortlich ist. Ferre war zuletzt bei Avaya Tenovis mitverantwortlich für den Channel und bringt daher einschlägige Erfahrungen und Kontakte für seine Aufgaben bei Algol mit. »Wir wollen dazu beitragen, Voice-Partnern den Zugang in den Datenbereich zu eröffnen und umgekehrt jenen Resellern, die aus der klassischen IT-Welt kommen, für Voice-Projekte zu fit machen, so dass beide ihren Kundenbestand erweitern können«, erklärte Ferre.

Das Algol Solution Center ist neben dem Algol-College und dem Technischen Team von Algol-Tech ein weiterer Baustein auf diesem Weg. »Der Partner muss nicht vorab in teuere Weiterbildung und Zertifizierung investieren, sondern kann dies mit unserer Hilfe schrittweise tun. Denn Algol streckt für ihn das Know-how in jeder Phase vor – von der Hilfe bei der Projektgenerierung bis hin zur Implementierung beim Kunden vor Ort«, erläutert Nickenig das Konzept. »Das ermöglicht es Partnern, in eine für sie neue Technologie hineinzuwachsen.«

Einziger Wermutstropfen: Personalengpass

Das Modell kommt offensichtlich auch bei Herstellern an. So lässt beispielsweise nicht nur 3Com, sondern seit Mai dieses Jahres auch Trapeze die Partner bei Algol zertifizieren. Gleiches gilt für Infoblox. Entsprechend haben die Kölner ihr Team auf mittlerweile 50 Mitarbeiter aufgestockt. Doch auch dabei soll es nicht bleiben: Für Januar und Mai nächsten Jahres sind bereits weitere Neuzugänge angekündigt.

Diese Verstärkung ist derzeit allerdings für keinen Distributor leicht zu gewinnen, der sich dem Service-intensiven Projektgeschäft verschrieben hat. »Wir könnten in allen Ländern, in denen wir vertreten sind, weitaus mehr Geschäft machen, aber wir finden momentan einfach nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter. Im europäischen Ausland ist die Situation noch schlimmer als hierzulande«, merkt Nickenig an. Das gelte sowohl für den Technik- als auch für den Vertriebsbereich.

Nachfrage nach Weiterbildung ungebremst

Bedauern über fehlendes qualifiziertes Personal ist auch von vielen Resellern zu hören. Ebenso wie Distributor Algol versucht der Fachhandel die nötigen Mitarbeiter nicht nur extern zu gewinnen, sondern auch hausinterne Kräfte über Zertifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für neue Aufgaben fit zu machen.

Entsprechend gestiegen ist die Nachfrage nach Trainings, die Algol im hauseigenen College durchführt. »Wir haben dieses Jahr rund 50 Prozent mehr Partner geschult und zertifiziert als im vergangenen Jahr«, berichtet Algol-College-Chef Guido Nickenig. »Es wird zum einen die steigende Nachfrage spürbar, aber auch die Tatsache, dass uns inzwischen viele Hersteller die Ausbildung ihrer Partner übertragen haben – beispielsweise 3Com, Infoblox, Avaya, Extreme Networks, Trapeze und Novalink – und wir gleichzeitig massiv in zusätzliche Mitarbeiter investiert haben.«

Endkunden erwarten vom Reseller Rundum-Lösung aus einer Hand

»Unser großes Ziel ist es, im kommenden Jahr all das, was wir 2007 zusätzlich aufgebaut haben, voranzubringen. Einen weiteren Schwerpunkt werden wir zudem auf die Zusammenarbeit mit Fortinet-Partnern legen«, erklärt Marianne Nickenig. Für Ferre steht die herstellerübergreifende und lösungsorientierte Unterstützung der Partner dabei ganz klar im Vordergrund: »Partner müssen künftig diesen übergreifenden Lösungsansatz mit den entsprechenden Services bei ihren Endkunden verankern, möglichst über alle Segmente wie VoIP, Mobility, Netzwerk und Security hinweg. Denn die meisten Endkunden bevorzugen einen Ansprechpartner, der all seine Anliegen aus einer Hand bedienen kann. Mit unserem Vertrieb, mit Algol-Tech, Algol-College und jetzt auch dem Algol-Solution-Center unterstützen wir den Partner bei dieser Aufgabe.«

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