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Gute Beratung und Service sind Umsatzbringer Aetka: TK-Händler profitieren vom Smartphone-Boom

| Redakteur: Katrin Hofmann

Die Fachhandelskooperation Aetka hat nachgefragt, wie die TK-Geschäfte laufen und welche Erwartungen die Reseller und Systemhäuser für dieses Jahr hegen.

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Aetka-Vorstand Uwe Bauer: „Der ITK-Fachhandel geht selbstbewusst ins gerade gestartete Jahr 2012.“
Aetka-Vorstand Uwe Bauer: „Der ITK-Fachhandel geht selbstbewusst ins gerade gestartete Jahr 2012.“

Die Stimmung im deutschen TK-Fachhandel sei „trotz Unkenrufen“ gut, berichtet die Fachhandelskooperation Aetka. Der Branchenverband Bitkom jedenfalls hatte für 2011 ein Umsatzminus der TK-Branche in Deutschland verzeichnet. Waren 2010 demnach noch 66,1 Milliarden Euro mit TK umgesetzt worden, waren es 2011 noch 65,7 Milliarden. Allerdings: Der Verband erwartet für dieses Jahr wieder einen leichten Umsatzzuwachs auf geschätzte 66 Milliarden Euro – was dann jedoch immer noch unter dem Niveau des Jahres 2010 läge.

Aetka-Partner trotzen dem Negativtrend

Gemäß der Studie von Aetka allerdings, für die 242 TK-Fachhändler online befragt wurden, waren 52 Prozent der Firmen im vergangenen Jahr „zufrieden“, 26 Prozent sogar „sehr zufrieden“ mit ihren Geschäften. Aetka-Vorstand Uwe Bauer dazu: „Die Stimmung ist trotz Bankenkrise positiv und die Menschen sind bereit, Geld auszugeben.“ Vom Boom bei Smartphones hätten die Aetka-Partner ebenso profitiert wie von ihren ganz eigenen Stärken gegenüber Großhändlern oder E-Tailern: nämlich gute Beratung und Service.

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„Nur im Fachhandel findet ein Kunde den Verkäufer wieder, der ihn gut oder schlecht beraten hat. Bei einer schlechten Beratung hat der Kunde einen Verantwortlichen, wenn er unzufrieden ist, und bei einer guten Beratung eine Vertrauensperson für künftige Käufe“, sagt Thomas Sorge, Geschäftsführer der KomTax Kommunikations- und Taxametertechnik GmbH, einem Aetka-Plus-Partner in Leipzig.

Und dennoch: Das Weihnachtsgeschäft lief auch für die von Aetka Befragten nicht durchgängig zufriedenstellend. Fast die Hälfte (48 Prozent) bewerten es als „mittelmäßig“, 21 Prozent sogar als „schlecht“.

Preisaggressive Navi-Produzenten

Gefragt danach, welche Produkt-Segmente für die Endkunden besonders interessant waren, lagen der Mobilfunk und das mobile Internet ganz vorne. Der Anteil derjenigen, die diese Geschäftsfelder mit „gut“ beurteilen, ist hier am höchsten.

Am schlechtesten schnitten die Navigationsgeräte ab. Begründet wird dies von den Aetka-Partnern damit, dass immer häufiger Smartphones Navi-Funktionen übernehmen würden oder Navigationssysteme immer häufiger fester Bestandteil der Auto-Ausstattung sind. Auch führe die preisaggressive Vertriebspolitik vieler Hersteller dazu, dass die Vermarktung für Händler uninteressanter werde.

Prognose für 2012

Auf das laufende Jahr blickt der TK-Fachhandel der Studie zufolge optimistisch. 40 Prozent erwarten eine Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2011. 47 Prozent rechnen mit ähnlich hohen Einnahmen wie 2011. Nur 13 Prozent gehen von rückläufigen Erlösen aus.

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