3D-Modelle im Healthcare-Bereich Ärzte-Kooperation in der dritten Dimension

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Im Maschinenbau oder in der industriellen Qualitätskontrolle zählen digitale 3D-Modelle längst zum grundlegenden Handwerkszeug. Schritt für Schritt wandern Konzepte des Digital Engineering nun auch in den Healthcare-Bereich.

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Software trifft auf Chirurgie.
Software trifft auf Chirurgie.
( Archiv: Vogel Business Media )

Dank Digital Engineering, Computerberechnungen und CAD-gestützter Konstruktion können beispielsweise beim Karosseriebau, bei der Planung von Getriebeteilen oder beim Design von Abgasanlagen innerhalb von Sekunden kleine Änderungen am Rechner vorgenommen und die Auswirkungen beobachtet werden. Sich ändernde Rahmenbedingungen oder Kostenanpassungen führen so kaum noch dazu, dass der Ingenieur wieder von vorne anfangen muss.

Healthcare-Umbau

Im Healthcare-Bereich ist die Systemträgheit mitunter groß. Der steigende Kostendruck führt aber zum Zwang, die Prozesse im Gesundheitswesen an immer mehr Stellen durch den Einsatz von Informationstechnologie effizienter zu gestalten. Die Konjunkturpakete sorgen zudem dafür, dass trotz grundsätzlich knapper Kassen solche Projekte finanziert werden. IT-Reseller liefern daher in ihren IT-Projekten in Krankenhäusern, bei niedergelassenen Ärzten und weiteren Einrichtungen der Gesundheitsbranche inzwischen nicht nur Rechner und Monitore.

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3D in der Medizin

Immer wichtiger wird derzeit der Einsatz altbewährter Konzepte aus dem Digital Engineering im Bereich der Medizin und der Diagnostik. Digitale, dreidimensionale Anwendungen und Darstellungen erleichtern den Arbeitsalltag von Medizinern. Beispielsweise kommen digitale 3D-Darstellungen von Körperteilen, Gewebestrukturen oder Organen in der plastischen Chirurgie immer häufiger zum Einsatz. Dabei geht es weniger um Schönheitsoperationen, sondern vielmehr um medizinisch veranlasste Chirurgie, bei der 3D-Technik wertvolle Dienste leistet.

Adobe bedient dieses Segment mit einer PDF-Technologie, die medizinische und klinische Abläufe optimiert. Dazu hat das in Erlangen ansässige Unternehmen 3D-Shape mit dem Produkt „Face Scan 3D“ ein mobiles, optisches 3D-Messsystem für medizinische Anwendungen entwickelt. Der Körperscanner, der nichts mit den Produkten in der Flughafensicherheit zu tun hat, nimmt Körperteile eines Menschen zur Vermessung und Darstellung dreidimensional auf. Speziell für Chirurgen, Orthopäden und Dermatologen sind räumliche Daten über die Weichgewebsoberfläche wichtig. Sie nutzen die 3D-Aufnahmen von Körperpartien beispielsweise zur klinischen Dokumentation, zum Vergleich prä- und postoperativer Zustände, zu Studienzwecken sowie zur individuellen Beratung der Patienten.

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