Interview mit ADN-Chef Hermann Ramacher

„ADN ist bei allen Trends in der IT stets früh dran gewesen“

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

ITB: ADN ist inzwischen auch Partner von SAP. Bislang hat der Walldorfer Software-Konzern nur punktuell mit der Distribution zusammengearbeitet. Seit Mai vermarkten Sie nun Crystal Reports und Business Objects, also das SAP-Portfolio für Business Intelligence (BI). Welche Erwartungen knüpfen Sie an den Vertrag?

Ramacher: ADN vertreibt bereits seit Mitte der 90er Jahre die Datenbank und die Entwickler-Tools von Sybase an ISVs. Nachdem SAP den Anbieter 2010 übernommen hatte, stand die Überlegung an, gemeinsam mit dem Hersteller auch den klassischen Reseller-Markt zu bearbeiten und neue Partner für dessen BI-Geschäft zu gewinnen. Das Besondere an der Vereinbarung besteht darin, dass wir neben den Frontend-Tools auch die BI-Engine vertreiben. Einen solch weitgehenden Vertrag mit SAP hat in Deutschland kein anderer Distributor. Zunächst haben wir damit begonnen, Webinare und Workshops für den Channel zu veranstalten. Das Interesse an BI steigt seit einigen Jahren stark an. Von diesem Wachstumsmarkt werden auch unsere Partner in hohem Maße profitieren.

ITB: Eng verknüpft mit BI und der Analyse von Geschäftsdaten ist Big Data. Werden Sie auch dieses Hype-Thema gemeinsam mit SAP angehen?

Ramacher: Unter dem Slogan Big Data erhält das Thema BI zusätzliche Facetten, weil nicht nur Geschäftsdaten aus dem ERP-System analysiert werden, sondern auch Daten aus unterschiedlichen anderen Quellen wie etwa Log-Files. Mit neuen Tools lassen sich diese Daten in Korrelation miteinander bringen, um beispielsweise zu erkennen, wie sich E-Commerce-Umsätze im Verhältnis zur Art des Zugriffs über verschiedene Endgeräte entwickeln. Aber auch Security-relevante Informationen können auf diese Weise gewonnen werden. Big Data sehen wir als eminent wichtiges Thema für ADN an. Aktuell sind wir in Gesprächen mit einem anderen Hersteller, um bei Big Data im Jahr 2014 gut aufgestellt zu sein.

ITB: Das scheint mir früh. Bislang hält sich die Distribution beim Thema Big Data noch weitgehend zurück.

Ramacher: ADN ist bei allen Trends in der IT stets früh dran gewesen! Nehmen Sie etwa Thin Clients oder Technologien für das Bandbreiten-Management, die wir vor allen anderen im Portfolio hatten. Wir beschäftigen ein kompetentes Team von mehr als 30 Leuten im Trainings- und Support-Bereich, die mit großem Wissensdurst zukunftsweisende Impulse aus dem Channel aufnehmen.

ITB: Neben den Verträgen mit Microsoft, Dell und SAP hat ADN 2013 auch die Firewalls von Palo Alto, die Load Balancer von Kemp und mehrere andere Produkte neu ins Programm aufgenommen. Wird das im kommenden Jahr, in dem Sie das 20-jährige Bestehen des Unternehmens feiern, in dem Stil weitergehen?

Ramacher: Nein. Wir werden weiter an der Entwicklung unseres Portfolios arbeiten. Aber so viele neue Verträge, gerade auch mit großen A-Brands, dürften wir 2014 nicht zeichnen. Der Schwerpunkt wird vielmehr darauf liegen, gemeinsam mit unseren Fachhandelspartnern das Geschäft mit den hinzugekommenen Produkten und Lösungen voranzubringen.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:42399785)