Interview mit ADN-Chef Hermann Ramacher „ADN ist bei allen Trends in der IT stets früh dran gewesen“

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Für ADN war 2013 ein wichtiges Jahr mit mehreren neuen Herstellerverträgen. Gründer und Geschäftsführer Hermann Ramacher positioniert den Bochumer Distributor konsequent als Lösungsexperten für den Fachhandel, wie er im Gespräch mit IT-BUSINESS ausführt. Dabei soll bereits 2014 auch Big Data eine Rolle spielen.

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Hermann Ramacher, Geschäftsführer des Distributors ADN, setzt auf Zukunftsthemen wie Cloud und Big Data.
Hermann Ramacher, Geschäftsführer des Distributors ADN, setzt auf Zukunftsthemen wie Cloud und Big Data.
(ADN)

ITB: Für die Distribution war 2013 ein schwieriges Jahr. Mehrere Unternehmen mussten Insolvenz anmelden. Eine Ursache für die Probleme ist das zurückgehende PC-Geschäft, an dem eine Reihe anderer Produktkategorien hängt. Positivere Signale hört man dagegen von einigen Value Added Distributoren. Und ADN dürfte auch keinen Grund zur Klage haben. Warum ist das so?

Ramacher: Klagen wären bei ADN tatsächlich nicht angebracht. In den ersten drei Quartalen sind unsere Umsätze um 18,5 Prozent gestiegen, und das bei stabiler Marge. In der Gruppe werden wir in diesem Jahr voraussichtlich erstmals die Marke von 200 Millionen Euro übertreffen. Als Value Added Distributor sind wir von der Entwicklung auf dem PC-Markt einfach nicht direkt betroffen.

ITB: Indirekt aber schon. Immerhin zählt ADN zu den Distributionspartnern von Microsoft, dem dominierenden Anbieter von PC-Betriebssystemen.

Ramacher: Ja, aber bei Microsoft liegt unser Schwerpunkt auf den Infrastruktur-Themen, und wir gehen bei diesem Hersteller lösungsorientiert vor. Beispielsweise kombinieren wir Microsoft-Produkte oft mit weiterführenden Lösungen von Citrix. Darin besteht der Mehrwert für unsere Partner.

ITB: In diesem Jahr haben Sie die Zusammenarbeit mit Microsoft um den Vertrieb von Volumenlizenzen erweitert. Wie wichtig ist der Software-Hersteller inzwischen für ADN?

Ramacher: Sehr wichtig. Neben den Volumenprogrammen Open und Open Value haben wir auch die Royalty-Lizenzen für unabhängige Software-Anbieter (ISVs) und das Service Provider Licence Agreement (SPLA) im Portfolio. Unsere Consultants begleiten die Partner bei ihren Projekten über den gesamten Zyklus und beraten sie ganzheitlich zu den Lizenzmodellen. Was darüber hinaus ganz wichtig ist: Als autorisiertes Learning Center schulen wir Fachhändler rund um die Microsoft-Themen. In dieser Kombination sind wir im Microsoft-Geschäft in Deutschland sogar breiter aufgestellt als die Broadliner. Dabei wollen wir die Lösungsorientierung künftig noch stärker betonen, um uns als unverzichtbarer Lieferant für das Projektgeschäft unserer Händler zu positionieren. Das ist die Zielrichtung.

Warum ADN im Lösungsgeschäft auf ein breites Themenspektrum setzt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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