Eigene Net-IQ-Applikation rationalisiert Netzwerk- und System-Management Administratoren automatisieren mit Aegis von Net-IQ IT-Prozesse

Redakteur: Ulrike Ostler

Drei Jahre hat Net-IQ geplant, ein Werkzeug herauszubringen, mit dem sich IT-Prozesse automatisieren lassen. Nun ist es soweit. Aegis, so der Produktname, arbeitet auf der Applikationsschicht mit Daten, die ihm andere Tools aus tieferen Schichten des System- und Netzwerk-Managements zuliefern. Sie docken mit Hilfe von Adaptern an.

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Aegis von Net-IQ definiert und überwacht IT-Prozesse.
Aegis von Net-IQ definiert und überwacht IT-Prozesse.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Net-IQ-Werkzeug soll Netz- und System-Administratoren von Routine-Aufgaben entlasten und eine schrittweise Einführung von ITIL ermöglichen (siehe: Abbildung 1). Es bietet Cross-Plattform-Möglichkeiten der Prozess-Modellierung und zur Einrichtung von Workflows. Wiederkehrende Aufgabe lassen sich dadurch automatisieren. Zudem bietet das Tool Hilfe bei der Fehleranalyse.

Aegis ist selbst kein Netzwerk- oder System-Management-Tool, sondern eine Applikation, die per Adapter die notwendigen Informationen geliefert bekommt. Um die IT-Prozesse einrichten, anpassen und zur Steuerung nutzen zu können, werden die Daten normalisiert und korreliert. Prozessbibliotheken enthalten Best Practices. Sie bieten Hilfe bei der Auswahl dessen, was automatisiert werden kann und sollte (siehe: Abbildung 2).

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Schließlich gibt es eine unkomplizierte Bedienoberfläche, die auf Ajax basiert und eine Programmierung erübrigt. Es handelt sich um eine interaktive Web?Konsole, die Überblick über den Prozessablauf bietet. Sven Kniest, Sales Manager in Deutschland, schwärmt. „Es ist mir ohne Training gelungen, das Tool sinnvoll zu nutzen.“ Im Idealfall vereinfacht sich die Kontrolle bei der Bereitstellung von IT?Diensten und beschleunigt die Zusammenarbeit von Verantwortlichen für die unterschiedlichen IT-Prozesse.

Verbesserung oder nur Veränderung?

Ob sich die Abläufe verbessert haben, lässt sich anhand von Parametern berechnen, die von einer Analyse?Engine generiert werden. Sie gibt Aufschluss über die Effizienz von Prozessen und bietet Hilfestellung für das Beheben von Problemen.

„Ist etwa eine Endanwender-Anwendung zu langsam, bekommt Aegis das mit“, führt Kniest aus. Selbstständig könne das Tool evaluieren, ob es schon vergleichbare Probleme gegeben habe und Änderungen anstoßen (Abbildung 3 und 4 zeigen, wie der Tool-Einsatz IT-Abläufe bereinigen kann).

On the Run

Das Werkzeug arbeitet sowohl mit so genannten „Run Books“ oder „Mikro-Prozess-Templates« als auch mit Makro-Templates, also Prozess-Definitionen, zum Beispiel für das Patch- und Change-Management, das Provisioning und das Lifecycle-Management von virtuellen Maschinen und das Incident-Management (siehe Abbildung 5).

Naturgemäß, führt Kniest aus, gibt es viel mehr Mikro-Prozesse, etwa für das Management von Plattenplatz, für die Priorisierung von Server-Reboots, für das Exception-Handling und das Active-Directory-Management. Doch gerade die Möglichkeit, diese mit einer Automatisierungs-Applikation zu einem größeren Ganzen ITIL-konform zu verbinden und zu überwachen, verhelfe Aegis zu einem Alleinstellungsmerkmal (siehe Abbildung 6).

Bis jetzt ist Aegis in das eigene Produkt-Portfolio integriert und in die System-Management-Plattformen von Microsoft, BMC, EMC und HP. Schnittstellen zu IBM-, Microsoft- und zu VMware-Lösungen sind für das kommende Jahr geplant. Pro überwachte Maschine muss mit etwa 350 Euro an Lizenzkosten gerechnet werden.

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