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Systemhaus kauft Technologiekompetenz zu ACP übernimmt Inox-Tech aus Passau

Redakteur: Michael Hase

ACP IT Solutions aus Kolbermoor hat zum 1. Oktober das Passauer Systemhaus Inox-Tech übernommen. Der Virtualisierungs- und Open-Source-Spezialist tritt mit zwei Rechenzentren auch als Managed Service Provider (MSP) auf.

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Inox-Tech-Geschäftsführer und -Mitgründer Michael Döderlein hat sein Unternehmen an ACP verkauft.
Inox-Tech-Geschäftsführer und -Mitgründer Michael Döderlein hat sein Unternehmen an ACP verkauft.
(Bild: VBM-Archiv)

Mit Akquisitionen zielt die österreichische Systemhausgruppe ACP entweder auf eine bessere geografische Marktabdeckung oder auf den Ausbau der Technologiekompetenz. Die Übernahme von Inox-Tech fällt eindeutig in die zweite Kategorie. Das Passauer Systemhaus gehört seit dem 1. Oktober zu ACP IT Solutions mit Hauptsitz in Kolbermoor, einer Tochter der ACP Holding Deutschland.

Inox-Tech beschäftigt rund 25 Mitarbeiter und setzt den Schwerpunkt auf die Themen Virtualisierung und Open Source. Das Geschäft gliedert sich in die Bereiche System-, Cloud- und Business-Lösungen. Unter anderem vertreibt der Spezialist das ERP- und CRM-System Odoo (ehemals OpenERP). Mit zwei eigenen Rechenzentren in Passau und München tritt Inox-Tech auch als Managed Service Provider (MSP) auf. Das Unternehmen bietet darüber hinaus Integrations- und Betriebsservices für Public-Cloud-Angebote wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure an.

ACP IT Solutions beschäftigt rund 100 Mitarbeiter an den Standorten Kolbermoor, München und Bad Tölz. Der Schwerpunkt der Oberbayern liegt in der IT-Infrastruktur. Sie betreiben auch die Münchner Cloud-Fabrik, die Rechenzentrumservices für alle ACP-Niederlassungen in Deutschland bereitstellt. Die Systemhausgruppe ist unter anderem in Frankfurt/Main, Hannover, Köln, Stuttgart, Ulm und Regensburg vertreten.

Know-how-Lücken

Das Portfolio von Inox-Tech ergänze und erweitere in idealer Weise das Lösungsangebot von ACP, kommentiert Robert Pfaffinger, Vorstand von ACP IT Solutions, den Zukauf. „Enorme Entwicklungschancen sehen wir bei den ERP- und CRM-Kompetenzen, wo ACP bisher noch Lücken aufweist und mit dem Inox-Know-how nun schließt.“

Michael Döderlein, der Inox-Tech 2004 mitgegründet hat und bis heute die Geschäfte führt, bezeichnet den Anschluss an die ACP-Gruppe als konsequenten Entwicklungsschritt: „ACP bietet uns mit seinen Kunden- und Marktzugängen weitere Wachstumsperspektiven, die wir als eigenständiges Unternehmen nur über einen längeren Zeitraum hätten generieren können.“ Zudem verfüge das größere Systemhaus über die besseren Einkaufskonditionen bei Technologieherstellern.

Das Passauer Systemhaus bleibt zunächst operativ eigenständig und behält seinen Namen. Inox-Tech soll aber sukzessive in die Gruppe integriert werden und später unter der Marke „ACP“ firmieren, wie die Holding auf Nachfrage von IT-BUSINESS mitteilt. Bereits jetzt treten die ACP-Vorstände Pfaffinger und Peter Zach neben Döderlein in die Geschäftsführung des zugekauften Unternehmens ein.

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