Chromebooks für Deutschland Acer pusht DaaS und Chromebooks

Von Klaus Länger

Acer gehört zu den entschiedensten Verfechtern der Chromebooks, die das Unternehmen auch in einem Device-as-a-Service-Modell anbietet. Anfang 2022 kommen einige neue Modelle auf den Markt. Daneben bringt der Hersteller auch neue Business-Notebooks mit Windows.

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Im kommenden Jahr bringt Acer zusätzlich zum gerade erschienen Modell 515 noch drei weitere neue Chromebooks auf den Markt. Zudem kommen etliche Windows-Business-Notebooks mit antimikrobiellen Oberflächen.
Im kommenden Jahr bringt Acer zusätzlich zum gerade erschienen Modell 515 noch drei weitere neue Chromebooks auf den Markt. Zudem kommen etliche Windows-Business-Notebooks mit antimikrobiellen Oberflächen.
(Bild: Acer)

Etwa 250.000 Chromebooks werden dieses Jahr wohl in Deutschland verkauft, über alle Hersteller hinweg. Laut Emmanuel Fromont, President von Acer EMEA, wurde die überwiegende Zahl der Geräte von privaten Endanwendern gekauft. Seine Firma konnte dabei einen erheblichen Anteil für sich verbuchen. Vor seiner Zeit bei Acer EMEA war Fromont für die erfolgreichen Einführung der Acer-Chromebooks auf dem US-amerikanischen Markt verantwortlich.

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Neue Chromebooks mit Intel- und ARM-Prozessoren

Mit einigen neuen Geräten sollen nicht nur Heimanwender adressiert werden, sondern mit den Enterprise-Modelle auch Firmen und Institutionen. Zwei leistungsstarke Geräte mit großem Display sind das Chromebook 515 und das Chromebook Enterprise 515, die gerade auf den Markt gekommen sind. Beide basieren auf Intels Tiger-Lake-Prozessoren bis hin zum Core i7, kombiniert mit bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und einer mit bis zu 521 GB großen NVMe-SSD.

Das Full-HD-IPS-Panel ist auf Wunsch mit Multitouch-Erkennung erhältlich, das Chassis der Notebooks besteht teilweise aus Aluminium. Die mit einem Schieber verschließbare Webcam wird von zwei Mikrofonen flankiert. Unter dem hintergrundbeleuchteten Keyboard mit separatem Ziffernblock sitzt ein Fingerabdruckleser für eine schnelle Anmeldung. Das große Touchpad besitzt eine Oberfläche aus Corning-Gorilla-Glas. Das Chromebook 515 startet bei 649 Euro (UVP), das Enterprise 515 bei 899 Euro (UVP).

Eine Nummer kleiner aber ansonsten technisch ähnlich zum Chromebook 515 sind die Intel-Versionen des 360-Grad-Convertibles Chromebook Spin 514 und Spin Enterprise 514 mit 14-Zoll-Display, die Anfang 2022 auf den Markt kommen sollen. Beide verfügen über Full-HD-Panels mit sehr schmalen Rahmen und 360-Grad-Scharnier.

Die lüfterlosen Geräte sind mit Full-HD-Webcams sowie Mikrofonen mit Rauschunterdrückung ausgestattet. Damit sollen sie sich besonders gut für Videokonferenzen eignen. Das Keyboard wird durch zwei Lautsprecher flankiert. Das robuste, nach MIL-STD 810H zertifizierte Gehäuse besteht ebenfalls zu einem großen Teil aus Aluminium. Die Preise beginnen hier bei 699 beziehungsweise 799 Euro (UVP).

Mit 399 Euro (UVP) deutlich günstiger sind das leichtgewichtige Chromebook 514 mit ARM-Prozessor sowie das Intel-basierte Chromebook Spin 314, die ebenfalls für das erste Quartal 2022 angekündigt sind. Das nur 1,3 kg schwere Chromebook 514 nutzt den speziell für Chromebooks entworfenen Mediatek Kompanio 828 als Prozessor. Der SoC mit vier Cortex-A76- und vier Cortex-A55-Cores sowie Mali-G57-GPU soll für eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden sorgen. Das 14-Zoll-Full-HD-Panel ist auf Wunsch mit Touch-Erkennung lieferbar.

Das Convertible-Chromebook Spin 314 basiert auf einem nicht näher genannten neuen Intel-Prozessoren. Das Gerät mit einer Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden soll sich laut Hersteller besonders für Schüler und Studenten eignen. Eine Besonderheit ist das Touchpad, das aus wiederverwerteten Kunststoffabfällen hergestellt wird.

Noch deutlich weiter bei der Verwendung von Recyclingmaterial geht Acer bei den nachhaltigen Vero-Notebooks, deren Gehäuse zu 30 Prozent aus wiederverwertetem Kunststoff besteht. Das Aspire Vero als erstes Gerät der Serie ist laut Fromont mittlerweile verfügbar, weitere Modelle folgen im kommenden Jahr.

Emmanuel Fromont, President EMEA bei Acer
Emmanuel Fromont, President EMEA bei Acer
(Bild: Acer)

Ausbau des Device-as-a-Service-Programms

Die Enterprise-Chromebooks bietet Acer auch als Service an. Dabei kümmert sich der Hersteller gemeinsam mit seinen Partnern um die Breitstellung und den Service über den ganzen Lebenszyklus hinweg. Auch Zubehör und Software wie der Google Workspace sind dazu buchbar.

In Firmen mit einer durchgehenden Windows-Infrastruktur bei PCs und Notebooks ist es allerdings schwierig, Chromebooks zu etablieren. Einfacher ist es bei Startup-Unternehmen, in denen primär mit Webapplikationen gearbeitet wird, oder bei Kunden, die überwiegend Thin Clients im Einsatz haben.

Bei einem Roundtable zum Thema DaaS nannte hier der Acer-Partner Cloudwürdig als Beispiel einen mittelständischen Gerätehersteller mit etwa 3.500 Mitarbeitern, der Chromebooks als Service für die VDI-Nutzung aus dem Homeoffice und Videokonferenzen einsetzt. Das DaaS-Angebot kam hier auch zum Zug, da das Unternehmen selbst nur über eine relativ kleine IT-Abteilung verfügt.

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Windows-Geräte mit antimikrobieller Beschichtung

Als Service bietet Acer allerdings auch Windows-Geräte an, und zwar derzeit noch mit einem deutlich größeren Volumen als bei den Chromebooks, wie man bei Acer einräumt. Daher wird der Hersteller neben den Chromebooks Anfang 2022 mit dem 14-Zoll-Convertible Travelmate Spin P4 sowie den beiden besonders robusten Enduro-Modellen Urban N3 und Urban T3 einige neue Windows-Business-Geräte auf den Markt bringen.

Die Besonderheit der drei Rechner ist dabei die Beschichtung von Gehäuse, Touchpad, Keyboard und sogar Touchscreen mit einem antimikrobiellen Silberionenwirkstoff, der die Wachstumsrate von Mikroben erheblich reduzieren soll.

Das Travelmate Spin P4 ist ein 14-Zoll-Convertible mit Full-HD-Display, einem Intel-vPro-Prozessor der 11. Generation, bis zu 32 GB RAM und einer bis zu einem TB großer SSD. Er verfügt über einen LAN-Anschluss und kann mit LTE geordert werden. Die Akkulaufzeit gibt Acer mit bis zu 13,5 Stunden an. Ein spritzwassergeschütztes Keyboard und stoßdämpfende Ecken beim Gehäuse sowie eine MIL-STD-810H-Zertifizierung sollen dafür sorgen, dass auch ein Outdoor-Einsatz problemlos möglich ist.

Noch robuster sind die Enduro-Urban-Modelle N3 und T3. Das 1,85 kg schwere 14-Zoll-Notebook Enduro Urban N3 ist nach IP53 gegen Staub und Wasser geschützt. Angetrieben wird es von einem Tige-Lake-Prozessor, dem eine Nvidia Geforce MX330 zur Seite steht. Ein Full-HD-Display mit bis zu 450 Nits Helligkeit soll dafür sorgen, dass der User im Freien gut mit dem Notebook arbeiten kann.

Mit dem Enduro Urban T3 kündigt Acer ein ebenfalls IP53-zertifiziertes 10-Zoll-Tablet mit mit Android 11 und einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel an. Das 595 Gramm leichte Tablet nutzt einen Mediatek MT8385 als Prozessor, der auf 4 GB RAM zugreifen kann. Der Flash-Speicher ist 64 GB groß. Das Enduro Urban N3 ist bereits mit einem Startpreis von 799 Euro (UVP) im Handel. Das Travelmate und das Enduro T3 folgen im kommenden Jahr mit Preisen ab 1.119 Euro (UVP) und 299 Euro (UVP).

Für ChromeOS-Geräte ist die ebenfalls antimikrobiell beschichtete Maus-Keyboard-Kombination KM501 bestimmt. Die Bluetooth-Tastatur verfügt über ein an das Google-Betriebssystem angepasstes Layout, die Buetooth-Maus ist für Rechts- und Linkshänder nutzbar.

Aus recyceltem Kunststoff ist das Gehäuse des 23,6-Zoll-Monitors VE246Q hergestellt. Das Deckglas über dem Full-HD-VA-Panel ist ebenfalls mit einem Silberionenwirkstoff beschichtet, der laut Hersteller eine fast 100-prozentige Reduktionsrate gegen eine Vielzahl von Bakterien bietet

Die ChromeOS-Eingabegeräte und der Monitor kommen im erste Quartal 2022 in den Handel. Das KM501-Bundle kostet 60 Euro (UVP), der VE246Q schlägt mit 259 Euro (UVP) zu Buche.

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