Ein-Liter-PC mit Atom-CPU und Nvidia-Grafik Acer packt Nvidias Ion-Plattform in den Aspire Revo

Redakteur: Christian Träger

Rechner mit Intels Atom-CPU stehen für Energie-Effizienz und handliche Abmessungen. Dass dabei die Leistung nicht auf der Strecke bleiben muss, zeigt Acer mit dem 1-Liter-PC Aspire Revo mit Nvidias Ion-Plattform.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Bereits das Alte Testament propagiert, dass man von der Größe nicht auf die Leistungsfähigkeit schließen kann. Was für Steinschleudern gilt, trifft auch auf moderne IT zu – das zeigt Acer mit dem Aspire Revo. In dem kleinen Gehäuse, das etwa einen Liter Rauminhalt einnimmt, steckt ein Intel Atom N230. Soweit ist das Net-Top noch nichts besonderes, sondern folgt nur einem allgemeinen Trend hin zu Strom sparenden und kleinen Rechnern.

Das Besondere ist die Plattform, die Nvidia mit Ion liefert. Neben der Single-Core-Atom-CPU steht dem Anwender damit unter anderem eine Geforce-9400-GPU mit 16 Recheneinheiten zur Seite, die trotzdem sehr energie-effizient arbeitet. Die Leistung, die der Rechner damit erreicht, zeigt sich bereits beim Betriebssystem, denn auf dem Mini-Rechner läuft Windows Vista Home Premium, während andere Atom-Rechner auf Windows XP oder Linux ausweichen.

Bildergalerie

Für HD gemacht

Das Potenzial der Komponenten zeigt sich vor allem beim Thema High-Definition. HD-Inhalte mit Auflösungen von bis zu 1080p, die auch Quadcore-Prozessoren auf Trab halten können, meistert der Rechner ohne Ruckeln. Hier spielt die Cuda-Technologie ihre Stärke aus, womit optimierte Programme für die Berechnung paralleler Rechenaufgaben auf die Power der GPU zurückgreifen können, der diese Aufgaben leichter fallen als der CPU.

Obwohl die Kombination von Intels Atom-CPU und Nvidias Ion-Chipsatz noch keine Spieleplattform macht, geht der Revo auch vor Mainstream-Spielen nicht in die Knie. Office-Aufgaben, Internet oder eMail sollten damit gar keine Herausforderung darstellen.

Ab ins Wohnzimmer

Was bisher dem Computer in Gestalt des PCs bisher noch nicht in der Breite gelungen ist, könnte nun ein Stück weit näher rücken: dass er als Net-Top fürs Wohnzimmer attraktiv werden könnte. Der Rechner ist klein genug, um im wohnlichen Ambiente nicht aufzufallen, oder sich mit seinem weißen Design sogar einen Platz als Teil der Einrichtung zu sichern. Dank der energie-effizienten Komponenten und des reduzierten Kühlaufwandes fällt er nicht durch laute Geräusche unangenehm auf, so dass er den Multimedia-Genuss nicht stört.

Ein HDMI-Anschluss stellt die Verbindung zum LCD-TV her und überträgt bei Bedarf auch den 7.1-Sound auf eine externe Anlage. Über das integrierte WLAN (802.11 b, g) ist der Rechner außerdem sofort mit dem Netzwerk oder Internet verbunden und kann damit auf die gesamte Bandbreite der digital gespeicherten Medien-Inhalte wie Filme, Bilder, Videos oder Musik zugreifen.

Auch Flash-Karten oder USB-Speicher können direkt mit dem Rechner verbunden werden, der in der Einstiegskonfiguration selbst eine Festplatte mit 160 Gigabyte Kapazität beinhaltet. Zwei Gigabyte RAM sorgen neben CPU und GPU ebenfalls dafür, dass die Anforderungen von Vista dem Anwender nicht den Spaß verderben.

Die ersten Serien-Geräte befinden sich nach Aussagen Acers bereits auf dem Weg nach Deutschland und werden daher in Kürze verfügbar sein. Der Preis für den Endkunden soll in der Einstiegsvariante bei 299 Euro liegen. Im Preis enthalten ist auch eine Vesa-Halterung, mit der sich der Rechner an TFT-Monitore andocken lässt.

(ID:2021516)