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Partnerprogramm entrümpelt, Acer beschreitet neue Wege Acer-Händler haben Zugriff auf die komplette Produkt-Range

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Zum Monitor das passende Smartphone und Tablet: Acer will seine Partner dazu animieren, die komplette Produktrange des Herstellers bei den Kunden anzubieten. Stefan Tiefenthal, Head of Professional Division bei Acer, erläutert, wie das funktioniert.

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Stefan Tiefenthal, Head of Professional Division bei Acer.
Stefan Tiefenthal, Head of Professional Division bei Acer.
(Bild: MMD)

Der Boom der Tablets und Smartphones hat viele Hersteller in arge Bedrängnis gebracht. Vor allem die, die traditionell im PC- und Notebooksegment unterwegs waren. Die Marktforscher von Gartner prognostizieren diesen beiden Kategorien einen weiteren Rückgang. Konnten 2013 noch 299 Millionen Geräte abgesetzt werden, sollen es 2014 nur noch 278 Millionen sein, und 2015 sinkt der Absatz auf 268 Millionen Stück.

B2B-Fokus

Während Sony sich zum Beispiel dazu entschlossen hat, seine Notebooksparte zu verkaufen, geht Acer einen anderen Weg. Stefan Tiefenthal: „Acer hat ein starkes Standbein im Consumer-Markt. Die Erfahrungen, die wir hier haben, müssen wir in das B2B-Geschäft einbringen und nutzen.“ Acer will sich künftig als Anbieter der kompletten Produktrange, von Notebooks über Tablets bis zu Smartphones, präsentieren. „Für Kunden stellt sich die Frage: Welcher Anbieter kann mir Produkte aus diesen drei Kategorien aus einer Hand liefern. Das sind nicht so viele. Wir können das, und genau hier liegt unsere Stärke.“

Trennung von der Trennung

Um das Consumer- und das B2B-Geschäft enger zu verzahnen, hat man bei Acer die Trennung der Business Units aufgehoben und eine Marketing-Mannschaft geformt. Auch Produkt-seitig wird nicht mehr getrennt. Aspire-Modelle, vormals dem Consumer-Markt vorbehalten, können nun auch von den Fachhändlern an Business-Kunden verkauft werden. „Es gibt Firmenkunden, die für ihre Notebooks keine Roadmap fordern, sondern die nur ein günstiges Gerät benötigen. Diese haben bislang auch unsere Aspire-Produkte gekauft – aber eben nicht beim Fachhändler. Bislang hat Acer die beiden Welten sehr sauber getrennt. Jahrelang auch berechtigt und zum Schutz des Fachhandels. Aber das Verbraucherverhalten hat sich verändert und darauf haben wir entsprechend reagiert.“

Einfacher Umgang

Neben der internen Umstrukturierung hat Tiefenthal auch am Partnerprogramm Synergy ein paar Schrauben neu gestellt. „Wir haben das Partnerprogramm etwas entrümpelt. Es musste einfacher werden. Der Partner bekommt von uns signifikante Vorteile auf Value- und auf Volume-Produkte. Außerdem hat der Partner bei uns einen einzigen Ansprechpartner, egal ob er Monitore, Tablets, Smartphones oder Notebooks kauft. Auch die Bezugswege sind identisch.“ Ein weiterer Pluspunkt, so Tiefenthal, sei die hohe Servicekompetenz von Acer. „Acer hat in den vergangenen Jahren hier sehr viel investiert. In Ahrensburg sitzen 250 Servicemitarbeiter, die jahrelange Erfahrung haben. Acer hat 96 Prozent Ersatzteil-Verfügbarkeit vor Ort. Das sind alles Dinge, die für den Fachhandel höchst relevant sind, aber bislang nicht kommuniziert wurden. Das müssen und werden wir jetzt nachholen.“ Ähnliches gilt für die Acer Cloud. Auch diese sei, so Tiefenthal, nur den wenigsten ein Begriff. „Wir haben etwa eine Million User. Auf die Cloud kann nicht nur mit Acer-Geräten zugegriffen werden, sondern auch mit Geräten anderer Hersteller. Unsere Aufgabe ist es, dem Fachhändler diesen Mehrwert für den Kunden zu kommunizieren. Das wird noch im ersten Halbjahr dieses Jahres passieren.“ Und dann soll die verbesserte Kommunikation vor allem eines zur Folge haben: Dass Vertragspartner nicht mehr nur den Monitor oder das Notebook von Acer an ihre Kunden verkaufen, sondern die komplette Produktrange vom Desktop bis zum Smartphone aus einer Hand anbieten. □

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