Touchscreen, Design und Migrations-Fähigkeit sind starke Argumente Acer gibt Partnern ein Update zu Strategien und Trends

Redakteur: Sylvia Lösel

Auf einer Roadshow machte Acer seine Partner mit den neuen Produkten, Strategien und Marktgegebenheiten vertraut. IT-BUSINESS nutzte die Gelegenheit für ein Interview mit Stefan Engel, Geschäftsführer Acer Deutschland, und Mirco Krebs, Head of Professional Business.

Anbieter zum Thema

ITB: Welche Trends sehen Sie im PC-Markt?

Engel: Wir sehen einen Trend hin zu einer Diversifikation. Die Modellpalette wird breiter und ist damit immer stärker auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnitten. Außerdem muss man künftig neue Marktsegmente adressieren, zum Beispiel die stark wachsenden Zielgruppen der Jugendlichen, Frauen und Senioren. Im Jahr 2012 werden laut den Marktforschern in den entwickelten Ländern 20 Prozent aller verkauften Netbooks von Kinder unter zwölf Jahren genutzt werden. Das ist mit ein Grund, warum wir uns auch im Bereich Education stark engagieren. Acer hat beispielsweise in Zusammenarbeit mit European Schoolnet bereits die ersten Netbook-Projekte in Schulen erfolgreich umgesetzt.

ITB: Welche technischen Trends werden die Modelle von morgen integrieren?

ITB: Welche technischen Trends werden die Modelle von morgen integrieren?

Engel: Das Design wird immer wichtiger. Aber auch Robustheit ist gefragt. Zudem glaube ich, dass Touch-Funktionalität zum Standard wird. Denn die Tastatur ist kein natürliches Eingabegerät. Gerade durch die zunehmende Vielfalt der Geräte – von Smartphones bis zu Note- und Netbooks – sind auch die Themen Migration und Synchronisation sowie Sicherheit von zentraler Bedeutung. Nach wie vor wichtig in allen Produktbereichen, und auch vermehrt ein entscheidendes Argument in Projekten, ist das Thema Energieeffizienz. Unsere neue Notebookserie Timeline-X ist gerade sehr erfolgreich in den Markt gestartet, wobei hier noch eine lange Akkulaufzeit bei gleichzeitig voller Leistung überzeugen.

ITB: Stichwort Vielfalt: Acer ist ja vor allem als Display- und Notebook-Anbieter bekannt. Wird es in Zukunft vermehrt Smartphones oder Tablet-PCs geben?

Engel: Ja. Wir bieten schon jetzt eine breite Palette an Smartphones an, sind damit aber noch nicht so präsent im deutschen Markt wie wir das gerne wären. Das wird aber mit der Zeit kommen. Wir haben vor kurzem einen Tablet-PC und einen E-Book-Reader vorgestellt. In diesen neuen Segmenten sind wir bereits sehr aktiv, was die weitere Forschung und Entwicklung angeht,. denn die Welten wachsen immer mehr zusammen. In Zukunft wird es auch im Professional Business Anwendungen geben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Und da wird Acer sicherlich wie gewohnt eine Rolle spielen, wenn es um die frühe Einführung relevanter Technologien geht.

ITB: Das stellt aber auch die Partner vor große Herausforderungen...

Engel: Natürlich. Auch unsere Partner müssen sich daher kontinuierlich Gedanken machen, wie sie sich künftig aufstellen. Welche Services bietet man an? Welche Kompetenzen eignet man sich an? Wie kann man den Kunden zusätzlichen Nutzen bieten?

ITB: Könnten Sie hier ein Beispiel nennen für einen kreativen Umgang mit den neuen Medien?

Engel: Wenn ich zum Beispiel einen Kunden habe, der Aufzüge herstellt, könnte ich als Partner den Vorschlag machen die Techniker mit Handbüchern auf E-Books mit Suchfunktion auszustatten – wenn ich auf die Idee komme, dann habe ich auf einmal ein wunderbares Geschäftsmodell. Da ist auch immer die Kreativität gefragt, Optionen zu sehen.

Krebs: Wenn man allerdings mal auf die Entwicklung blickt, hat sich ja bereits vieles getan. Früher haben Partner nur Hardware verkauft. Heute bieten sie ihren Kunden beispielsweise zusätzlich „Space“ an und sind damit sehr erfolgreich. Und daran sieht man: Wer sich den neuen Herausforderungen stellt, der wird auch langfristig am Markt bestehen können.

ITB: Acer wird bisher ja nicht unbedingt als Anbieter für den SMB-Markt wahrgenommen. Wie wollen Sie dies ändern?

Krebs: Wir sind in Deutschland auch im Professional-Segment durchaus die Nummer eins. Dieser Erfolg basiert vor allen Dingen auch auf einer langjährigen Zusammenarbeit mit Resellern aus dem SMB-Bereich. Doch gerade weil wir auch im Bereich der öffentlichen Hand große Projekte machen, geht diese Tatsache inzwischen oft unter.

ITB: Wie sieht denn ihre Partnerlandschaft im SMB-Bereich aus?

Krebs: Wir sind, wie schon gesagt, mit unseren bisherigen Partnern auch teilweise schon über lange Jahre im SMB-Bereich tätig. Wir bauen aber noch zusätzliche Partner in einigen Regionen auf.

Engel: In den vergangenen Monaten hatten wir sehr großen Zulauf an qualifizierten Partnern. Das lag einerseits an unserem Erfolg, aber sicherlich auch an der großen Flexibilität und dem breiten Produktportfolio von Acer. Dabei sehen wir immer wieder, dass es sinnvoll ist, wenn der Partner uns so früh wie möglich bei einer Projektanfrage einbindet. Acer sieht sich aber wirklich nur als beratender Hardware-Lieferant und bleibt nach wie vor immer seinem Versprechen des indirekten Vertriebs treu. Das eigentliche Geschäft mit dem Endkunden machen die Partner.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:2045635)