Gartner: Verkauf in Europa schwächelt erneut Acer erleidet beim PC-Absatz in EMEA größte Verluste

Redakteur: Katrin Hofmann

Sowohl welt-, insbesondere jedoch europaweit, leiden die PC-Anbieter unter schwächelnder Nachfrage. Gartners vorherige weltweite Prognose jedenfalls wurde verfehlt und in EMEA ging der Absatz zurück.

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Der Gesamtmarkt in EMEA verlor 4,8 Prozent nach Absatz.
Der Gesamtmarkt in EMEA verlor 4,8 Prozent nach Absatz.

Das zweite Mal in Folge wurden im vergangenen Quartal in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) weniger PCs als im Vorjahreszeitraum verkauft. Laut den vorläufigen Marktzahlen Gartners setzten die Anbieter rund 23,1 Millionen und damit 4,8 Prozent weniger Rechner ab. Weltweit wurden im zweiten Quartal zwar 2,3 Prozent mehr und damit 85,2 Millionen Geräte an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht: Dieses Ergebnis liegt aber unter der Vorhersage der Analysten, die mit plus 6,7 Prozent gerechnet hatten.

Die Ursachen für das Minus

Als Hauptgrund dafür nennt Gartner die Kaufzurückhaltung und andere Prioritäten, wie Tablets, bei Privatkunden, während im Business-Segment die Entwicklung positiver war. In EMEA habe vor allem Dell vom – durch Windows 7 angetriebenen – B2B-Geschäft profitiert.

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Hersteller-Ranking

Dell erreichte neun Prozent mehr Absatz und ist damit der wachstumsstärkste unter den Top-Fünf-Anbietern. Die größten Verluste dagegen muss Acer verkraften. Der Absatz des Herstellers brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um 34,9 Prozent ein. Die Folge: HP mit einem Plus von 3,6 Prozent konnte Acer überrunden und belegt nunmehr den ersten Rang. Acer ist Zweiter.

Acer reißt Alle nach unten

Die Schwäche von Acer hat laut Gartner mit 55 Prozent zum Rückgang des PC-Marktes EMEA beigetragen. „Wenn man Acer aus dem Ranking herausnehmen würde, wären die Verkäufe in EMEA im zweiten Quartal um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen“, rechnet Gartner-Analyst Ranjit Atwal vor.

Auf dem dritten Platz landete wie auch im 2. Quartal 2010 Dell, gefolgt von Asus und Lenovo. Während Asus 2,4 Prozent weniger Rechner verkaufte, konnte Lenovo 2,6 Prozent mehr Geräte absetzen. ?

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