In allen Consumer-Segmenten nachgelegt Acer bietet neue Note- und Netbooks, PCs und Displays

Redakteur: Erwin Goßner

Zwei Wochen nach der Präsentation von vier Laptops hat Acer weitere Produkte angekündigt. Das Spektrum reicht dabei von diversen Mobile- und Desktop-PCs, über großformatige Displays bis hin zu eleganten Smartphones.

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Acer kommt mit neuen Displays, PCs und Notebooks auf den Markt.
Acer kommt mit neuen Displays, PCs und Notebooks auf den Markt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Beim taiwanischen Hersteller Acer geht es Schlag auf Schlag. Nachdem die weltweite Nummer Eins bei mobilen Rechnern vor zwei Wochen die Aspire-Modelle 5538, 5542 und 7540 sowie das feuerrote Ferrari One 200 vorgestellt hat, stehen jetzt fünf weitere Note- und Netbooks sowie zwei Desktop-PCs in den Startlöchern. Wie einige andere Hersteller nutzt auch Acer den Launch von Microsoft Windows 7 zur Einführung der Produkte. Darüber hinaus sind vier großformatige Widescreen-Displays mit Bilddiagonalen von 23 und 24 Zoll ebenso neu im Programm wie drei Smartphones.

Stefan Engel, Geschäftsführer und Deutschlandchef von Acer, setzt im Mobile-Phone-Segment primär auf das Provider-Geschäft: „Ich bin zuversichtlich, dass wir für unsere drei Smartphones Be Touch, Neo Touch und Liquid zwei der großen vier Provider und respektable Marktanteile gewinnen werden.“

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Bei allen anderen Produktneuheiten vertraut Acer jedoch auf seine Fachhandelspartner. „Der Markt für Notebooks, Displays und PCs sendet durchwegs positive Signale“, so Engel. „Allerdings wirkt sich im Moment eine zögerliche Kreditvergabe noch negativ auf den Absatz aus.“

Nach Ansicht von Engel wird der Markt für mobile Rechner in erster Linie durch kompakte und leichte Geräte mit langer Akkulaufzeit getrieben. Laut Analysten soll das durchschnittliche jährliche Wachstum in diesem Segment über die nächsten Jahre bei 20 Prozent liegen, wobei sich gleichzeitig ein Rückgang des Werteverfalls und Preisstabilität abzeichnet.

Diese Entwicklung erwartet Engel auch bei den Desktop-PCs, allerdings bei stagnierenden oder leicht steigenden Verkaufszahlen. „Zur Stabilität dieses Marktes werden All-in-one-PCs und kompakte Geräte mit Gehäuse-Volumina zwischen ein bis drei Litern beitragen“, ist sich Stefan Engel sicher. „Daneben erwarten wir, dass sehr viele Unternehmen auf Windows 7 migrieren und ihre Zurückhaltung bei Investitionen aufgeben werden.“

Mobiles Triumvirat

Im November und Dezember bekommt die Aspire-Familie weitere Verstärkung. Die herausragenden Eigenschaften der Modelle 5738D und 5738PG sind stereoskopische Darstellung beziehungsweise Touch-Funktionalität.

Das Aspire 5738D ist mit einem 15,6 Zoll großen Widescreen-Display mit 1.366 x 768 Pixel Auflösung ausgestattet, das in Verbindung mit einer Polarisations-Brille 3D-Bilder erzeugt. Mit Hilfe der Software Tridef 3D Experience lassen sich auch herkömmliche Inhalte räumlich darstellen.

Das Aspire 5738PG besitzt ein Touch-LCD mit gleicher Größe und Auflösung, das jedoch die Multi-Touch-Funktionen von Windows 7 unterstützt. Beide Rechner arbeiten mit einem Intel-Core-2-Duo-Prozessor und sind auch in der weiteren Basisausstattung und den Optionen identisch. Der empfohlene Verkaufspreis für beide Notebooks beträgt jeweils 799 Euro.

Noch keine Angaben zum Preis macht Acer für das Aspire 1820PT Timeline, das im Dezember auf den Markt kommen wird. Das Notebook wird mit einem drehbaren Multi-Touch-Display ausgestattet sein und eine Akkulaufzeit von über acht Stunden haben. Details über Komponenten und Ausstattung sind im Moment noch dürftig. Fest steht jedoch, dass bei dem in Saphirblau, Rubinrot und Diamantschwarz angebotenen Notebook eine Core-2-Duo-CPU und ein Panel mit 1.366 x 768 Pixel zum Einsatz kommen.

Auf den nächsten Seiten erhalten Sie Informationen über das neue Netbook, den All-in-One-PC sowie die vier neuen Bildschirme.

Eine Nummer kleiner

Ebenfalls noch keine Preisangabe macht Acer für das Netbook Aspire One D250, das neben Windows 7 Starter auch mit dem Betriebssystem Android ausgeliefert wird. Die für Internet, E-Mail oder Video-Chat konfektionierte Software soll zum Hochfahren des Rechners zwölf Sekunden benötigen, die Ausschaltzeit reduziert sich laut Acer auf eine Sekunde. Über die Dualboot-Funktion lassen sich die Vorteile beider Betriebssysteme in einem Gerät nutzen. Das Aspire D250 One mit 10,1-Zoll-Display und Multi-Gesture-Touchpad ist ab November in Perlmuttweiß, Saphirblau, Rubinrot, Diamantschwarz und Pink erhältlich.

Ungleiche Geschwister

Einen festen Platz auf oder zumindest am Schreibtisch einnehmen sollen der All-in-one-PC Aspire Z5610 und der Mini-PC Aspire R3610 Revo. Der Nachfolger des R3600 Revo, der entweder separat aufgestellt oder über Vesa-Befestigungen an der Rückseite eines Displays angebracht werden kann, arbeitet jetzt mit Intels Dual-Core-Atom-N330-Prozessor. Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität betragen maximal vier beziehungsweise 320 Gigabyte. Der Aspire R3610 Revo hat in der Basisversion einen unverbindlich empfohlenen Endkundenpreis von 299 Euro.

Beim Aspire Z5610 gehört neben Design und Leistung auch die Steuerung des PCs via Touchsreen-Display zu den Highlights. Diese Form der Eingabe wird durch Windows 7 Home Premium unterstützt. Der erste All-in-one-PC im Acer-Portfolio besitzt ein 23-Zoll-Full-HD-Display und basiert auf Komponenten aus dem Desktop-Segment. So kommen je nach Modell ein Core-2-Duo- oder Core-2-Quad-Prozessor von Intel und SATA-Festplatten mit bis zu 1,5 Terabyte Größe zum Einsatz. LAN, WLAN und Bluetooth gehören ebenso zur Serienausstattung wie ein DVD-Laufwerk (Super-Multi-Plus) und ein internes 250-Watt-Netzteil. Optional können ein SSD-Laufwerk und ein interner DVB-T-Tuner dazu geordert werden. Das ab sofort erhältliche Aspire Z5610 hat einen empfohlenen Verkaufspreis von 999 Euro. Eine kabellose Maus und Tastatur werden serienmäßig mitgeliefert.

Auf der nächsten Seite erhalten Sie Informationen über die vier neuen 23- und 24-Zoll-Widescreen-Displays von Acer.

Noch mehr fürs Auge

Jeweils 23- und 24-Zoll Bildschirmdiagonale und einige interessante Merkmale besitzen die vier Display-Newcomer. Das Full-HD-Modell H235H, das sich mit schwarzem Klavierlack-Rahmen und schlankem Standfuß präsentiert, arbeitet mit einem dynamischen Kontrast von bis zu 100.000:1 und Schaltzeiten von zwei Millisekunden. Der Bildschirm, der mit HDMI, DVI und Sensor-Touch-Tasten ausgestattet ist, hat einen Verkaufspreis von 249 Euro.

Multi-Touch lautet das Stichwort beim T230H, der auf 23 Zoll Diagonale die in Windows 7 integrierte Steuerungsfunktion unterstützt. Das Full-HD-Display hat ebenso wie das H235H eine Reaktionszeit von zwei Millisekunden, die Kontrastrate gibt Acer mit 80.000:1 an. Das T230H kommt Ende Oktober in den Handel, der unverbindlich empfohlene Verkaufspreis beträgt 349 Euro.

Webcam, Mikrofon und USB-Hub gehören serienmäßig zur Ausstattung des Full-HD-Displays H243HXB. Der 24-Zoll-Bildschirm besitzt bei Kontrast und Reaktionszeit mit 80.000:1 und zwei Millisekunden identische Werte zum T230H. Der Monitor ist ab sofort erhältlich, der unverbindlich empfohlene Endkundenpreis beträgt für dieses Modell 249 Euro.

Dünnster verfügbarer Bildschirm

Das Highlight unter den Neuvorstellungen ist das 24-Zoll-Widescreen-Display S243HL. Mit einer Tiefe von lediglich 15 Millimetern ist er den Angaben des Herstellers zufolge der derzeit dünnste und mit einem Wert von 8.000.000:1 auch der kontraststärkste Bildschirm auf dem Markt. Beides ermöglicht die als Hintergrundbeleuchtung eingesetzte White-LED-Technologie. Diese trägt auch zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs bei – laut Acer bis zu 58 Prozent gegenüber herkömmlichen LCDs mit vier Lampen – und wirkt sich zudem positiv auf das darstellbare Farbspektrum aus. Das ultraschlanke Display mit asymmetrischem Metallstandfuß kommt im November in den Handel. Der unverbindlich empfohlene Verkaufspreis des S243HL beträgt 349 Euro.

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