Suchen

PCs, Tablets und Smartphones Abwärtstrend bei den Auslieferungen von Devices hält an

Autor: Sarah Gandorfer

Die Auslieferungen von PCs, Tablets und Smartphones entwickelt sich rückläufig – auch in den kommenden Jahren. Ausreißer gibt es nur in wenigen Bereichen. Dabei könnten 5G sowie Windows 10 möglicherweise ein Treiber sein.

Firmen zum Thema

Bis 2023 soll der Lebenszyklus eines Smartphone im Schnitt 2,9 Jahre ausmachen.
Bis 2023 soll der Lebenszyklus eines Smartphone im Schnitt 2,9 Jahre ausmachen.
(Bild: neirfy - stock.adobe.com)

Gartner veröffentlicht seine jüngste Prognose zu den weltweiten Auslieferungen von Devices. Hier sagt das Research- und Beratungsunternehmens eine Gesamtzahl an 2,2 Milliarden Units für das laufende Jahr voraus, was einem Rückgang von 3,3 Prozent entspricht.

Am schlechtesten in der Kategorie schneiden die Mobiltelefone ab. Dieser Markt schrumpft um 3,8 Prozent. „Derzeit wurden 1,7 Milliarden Mobiltelefone ausgeliefert, dass sind rund zehn Prozent weniger als die 2015 erreichten 1,9 Milliarden“, erklärt Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner. „Wenn es bei Handys nicht bald signifikante Neuerungen bei der Nutzung, der Effizienz oder dem Nutzererlebnis gibt, werden die Konsumenten keine Neuanschaffungen tätigen. Entsprechend verlängert sich die Lebensspanne der Geräte.“

In gesamte weltweite Auslieferung bei mobilen Geräten und PCs sinkt um drei Prozent.
In gesamte weltweite Auslieferung bei mobilen Geräten und PCs sinkt um drei Prozent.
(Bild: Gartner)

Seit 2018 zeigt sich eine Verlängerung der Lebensspanne bei Handys. Bis 2023 wird sich diese von aktuell 2,6 Jahre auf dann 2,9 Jahre erhöhen. Die Analysten schätzen, das daraus für 2019 ein Rückgang beim Verkauf von 2,5 Prozent resultiert. Das wäre bisher das schlechteste Ergebnis aller Zeiten.

5G Telefone

Die 5G-Services sind seit Jahresbeginn in den USA, Südkorea, Schweiz, Finnland und Großbritannien gestartet. Allerdings brauchen die Carrier noch eine Weile, bis die 5G-Abdeckung über die Großstädte hinausgeht. Die Analysten glauben, dass bis 2020 sieben Prozent der weltweit agierenden Telekommunikationsanbieter kommerziell brauchbare 5G-Dienste bieten.

Bereits im ersten Halbjahr 2019 kamen die ersten 5G-Smartphones auf den Markt. Die Hersteller arbeiten momentan daran, auch günstigere Modelle vorzustellen. „2020 wird der Anteil an 5G-fähigen Smartphones sechs Prozent des gesamten Smartphone-Verkaufs ausmachen. Der große Sprung passiert erst 2023, dann steigt der Anteil auf 51 Prozent“, so Atwal.

Die Analysten raten Produktmanagern, nicht alleine auf 5G bei der Hardware zu setzen, sondern sich durch weitere Applikationen zu differenzieren.

PC-Markt

Die gesamte Auslieferung bei den PCs schrumpft im Vergleich zu 2018 in diesem Jahr um ein Prozent auf 257 Millionen Einheiten. „Die Hersteller sollten mehr auf das Ende des Windows 7-Supports verweisen und somit die Migration auf Windows 10 einleiten“, meint Atwal. Gartner prognostiziert, dass bis Anfang 2021 erst 75 Prozent der geschäftlich genutzten PCs migriert sind.

Alleine die ultramobilen Geräte im Premiumsegment erfahren einen Aufschwung: Hier werden heuer 69,8 Millionen Einheiten ausgeliefert, 2020 sollen es 75,2 Millionen und 2021 81,4 Millionen Units sein.

(ID:46026961)

Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS