Smartphone-Ergänzungen 7 iPhone Add-ons der besonderen Art

Autor: Peter Koller

Kaum zu glauben, aber das Mobiltelefon wird heute (3. April) schon 40 Jahre alt. Aktuelle Krone der Schöpfung ist sicher das iPhone von Apple, mehr mobiler Computer als Telefon. Doch es gibt nichts, was sich nicht noch besser machen ließe: 7 außergewöhnliche Add-ons für das iPhone.

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Schon die Allerkleinesten spielen gern mit dem iPhone: Damit das mit den kleinen Händchen leichter geht, gibt es das Laugh and Learn Baby iPhone Case.
Schon die Allerkleinesten spielen gern mit dem iPhone: Damit das mit den kleinen Händchen leichter geht, gibt es das Laugh and Learn Baby iPhone Case.
(Fisher Price)

Mit dem iPhone von Apple hat das Handy endgültig den Sprung vom Telefon zum mobilen Computer geschafft. Man kann damit Mails checken, im Web surfen, Musik hören, Filme anschauen, spielen und tatsächlich sogar telefonieren. Es gibt dafür außergewöhnliche Hüllen und ausgefuchste Ladegeräte (11 Wege, sein iPhone auch ohne Steckdose zu laden). Doch mit den richtigen Add-ons kann das iPhone sogar noch viel mehr und schwingt sich zu ungeahnten Fähigkeiten auf. Wir haben sieben außergewöhnliche Zusatzgeräte für das iPhone entdeckt.

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iPhone Add-on Nr. 1: Thuraya Telecom SatSleeve

(Thuraya Telecom)
Fangen wir ganz klassisch mit den Telefonie-Fähigkeiten des iPhone an. Ob GSM oder WDMA das iPhone kann in der Hinsicht schon eine ganze Menge. Nur leider nicht am Polarkreis oder auf hoher See, denn da gibt es kein Mobilfunknetz. Abhilfe schafft die Hülle SatSleeve von Thuraya Telecom, denn sie macht aus dem iPhone ein Satellitentelefon!

Das iPhone 4 oder 4s wird einfach in die zweiteilige Schale eingelegt, dann steht das Satelliten-Netz von Thuraya über das User Interface des iPhone zur Verfügung. Und falls das Nach-Hause-Telefonieren vom Gipfel des K2 mal wieder etwas länger dauert, kein Problem. Das SatSleeve verfügt über einen eigenen Akku zur Verlängerung der Gesprächszeit.

iPhone Add-on Nr. 2: iMSO-104 Oszilloskop

(getDigital)
Auch für Ingenieure und Elektronikentwickler gibt es hochinteressante Hardware-Ergänzungen. Im Bereich der Messtechnik etwa via getDigital das Oszilloskop iMSO-104. Es handelt sich immerhin um das erste Mixed-Signal-Oszilloskop auf Basis des Apple Mobilbetriebssystems iOS.

Das Gerät, dessen Hardware auf einem PSoC 3-Chip von Cypress beruht, bietet eine Bandbreite von 5 MHz und eine Sample-Frequenz von 12 Megasamples/s. Neben dem iPhone kann es auch mit dem iPod Touch beziehungsweise den diversen iPads aus Cupertino betrieben werden. Integriert in dem Paket für rund 269 Euro ist auch eine Prüfspitze sowie Testklemmen und SMD-Grabber.

iPhone Add-on Nr. 3: StickNFind

(StickNFind)
Das Problem kennt wohl jeder: Wo hab ich meine Schlüssel liegen gelassen, wo ist mein Koffer geblieben oder gar: Wo ist mein Kind hingelaufen? Hilfe beim Finden von Gegenständen und Personen ist das Ziel von StickNFind. Das System besteht aus Tags etwa von der Größe einer 2-Euro-Münze, die aufgeklebt werden können.

Über Bluetooth kommunizieren die Tags mit einer iPhone-App. Auf diese Weise lassen sich bis zu 20 Tags gleichzeitig über eine Radar-ähnliche Darstellung auf dem Smartphone orten, sofern sie nicht weiter als etwa 30 Meter entfernt sind. Tags lassen sich auch "an die Leine legen", so dass ein Alarm ausgelöst wird, wenn sich das Objekt aus dem Ortungsbereich entfernt. Darüber hinaus sind die Tags mit LEDs und einem Summer ausgestattet, die vom Handy aus aktiviert werden können.

Auch wenn die Batterie eines Tags zu Ende geht, wird der Benutzer über sein Smartphone alarmiert. Das Problem scheint tatsächlich viele Menschen umzutreiben, das Finanzierungsziel von StickNFind auf Indiegogo von 70.000 US-$ wurde mit 931.820 US-$ um mehr als das Dreizehnfache übertroffen. Aber wo hab ich jetzt gleich nochmal mein Smartphone liegen gelassen...?

iPhone Add-on Nr. 4: Vavuud Wind Meter

(Vavuud)
Für sportlich orientierte iPhone-Nutzer (10 Gadgets für den Nerd-Freizeitsport) wie Segler, Surfer, Fallschirmspringer oder Gleitschirmflieger haben dänische Tüftler ein Windmessgerät entwickelt, das sogar ohne Elektronik auskommt – abgesehen vom iPhone natürlich.

So funktioniert das Vavuud Wind Meter: An der Achse des Windrades, das in die Kopfhörer-Buchse gesteckt wird, sind zwei kleine Magneten angebracht. Das im iPhone und vielen anderen Smartphones integrierte Magnetometer erfasst das durch die Drehung wechselnde Magnetfeld, eine App berechnet daraus die Windgeschwindigkeit und stellt sie über eine App auf einer Karte grafisch dar und via Web auch für andere Web-Nutzer bereit. Um Genaugikeit zu gewährleisten, wurde das Wind Meter im Windkanal einer dänischen Universität getestet und geeicht.

Eine Kickstarter-Kampagne für das Vavuud Wind Meter hat gut zwei Wochen vor Ablauf das erhoffte Ziel von 20.000 britischen Pfund bereits überschritten.

iPhone Add-on Nr. 5: Breathometer

(Brathometer)
Einen Wind ganz anderer Art misst das Breathometer. Bei der Atemkontrolle geht es aber nicht darum, ob man sich auch gründlich die Zähne geputzt hat, sondern um den Alkoholgehalt in der Atemluft. Die Funktionsweise des iAlkomats, den man am Schlüsselbund tragen kann, ist einfach: Den integrierten Miniklinkenstecker ausfahren, ins iPhone einstöpseln und Pusten. Eine App zeigt dann den berechneten Blutalkoholgehalt an.

Über die Technologie schweigt sich der Entwickler ebenso aus wie über die Genauigkeit der Messung. Allerdings wird eine Zulassung durch die US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA angestrebt. Gut eine Woche vor Ablauf hat Breathometer auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sein Ziel von 25.000 US-$ mit mehr als 112.000 US-$ bereits weit überschritten.

iPhone Add-on Nr. 6: Thermodo

(Thermodo)
Simpel und Clever: So kann man Thermodo beschreiben: ein Thermometer für das iPhone. Das aus Aluminium gefräste und in Schwarz oder Weiß erhältliche Thermometer kann – wenn es nicht am Schlüsselbund getragen wird – in die Kopfhörerbuchse des iPhone eingestöpselt werden. Das Messprinzip: Eine dazugehörige App sendet ein Audiosignal durch den Sensor. Je nach Temperatur wird dieses Signal vom Themosensor mehr oder weniger gedämpft. Auf dieser Basis berechnet die App die Temperatur und zeigt sie an.

Über ein freies Software Development Kit sollen auch andere Anwendungen möglich sein. Das Projekt Thermodo ist auf Kickstarter schon fast unglaublich erfolgreich. Die Finanzierung steht aktuell bei mehr als 276.000 US-$, das Ziel waren 35.000 US-$.

iPhone Add-on Nr. 7: SmartBot

(OverdriveRobotics)
Beim Smartbot stellt sich die Frage: Ist der kleine Laufroboter nun ein Add-on für das iPhone oder das iPhone das Add-on für den Roboter? Egal. Die Kombination aus beidem bietet jedenfalls eine Menge Möglichkeiten. So lässt sich der SmartBot von einem anderen Mobilgerät aus in Echtzeit steuern, die Bilder der iPhone-Kamera dienen dabei zur Orientierung. Über eine Gesichtserkennung kann Smartbot Menschen erkennen und via Spracherkennung Befehle entgegen nehmen.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Zubehörgeräten für Smartbot: Eine Greifhand, einen Lego-Adapter, einen Stifthalter, eine Arduino-Schnittstelle oder eine Ball-Kanone. Zu beziehen ist der SmartBot über den Shop des Herstellers Overdrive Robotics für rund 160 €

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