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5G-Verbraucherstudie von Ericsson

6 Verbraucherwünsche an Mobilfunknetzbetreiber

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Die 5G-Zukunft steht im Blickpunkt einer aktuellen Studie von Ericsson.
Die 5G-Zukunft steht im Blickpunkt einer aktuellen Studie von Ericsson. (Bild: © – Egor – stock.adobe.com)

Eine aktuelle Studie von Ericsson enthüllt Verbraucherbedürfnisse, die von den Mobilfunknetzbetreibern auf dem Weg zu 5G noch erfüllt werden müssen. Vom Kauferlebnis bis zur tatsächlichen Netzleistung – Verbraucher fordern Veränderungen und zwar sofort.

In seiner Verbraucher- und Branchenstudie geht Ericsson der Frage nach, was für Mobilfunknetzbetreiber in Zeiten der aufkommenden 5G-Zukunft erforderlich ist, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. Der Bericht sei die größte 5G-Vebraucherstudie bislang und repräsentiere die Meinungen von 800 Mio. Smartphone-Nutzern weltweit. Daraus hat Ericsson sechs Handlungsaufforderungen formuliert, nach denen Mobilfunknetzbetreiber handeln sollten, um die Grundlage für eine positive Einstellung gegenüber der 5G-Technologie zu schaffen.

1. Verschafft uns ein müheloses Kauferlebnis

Verbraucher nehmen den Telekommunikationsmarkt als zu kompliziert wahr. Sechs von zehn Smartphone-Nutzern mühen sich mit der Komplexität von mobilen Datentarifen ab. Es kommt folglich zu einer erheblichen Verschiebung zwischen dem, was die Verbraucher kaufen und dem, was sie tatsächlich nutzen. Nur drei von zehn Smartphone-Nutzern sind zufrieden damit, wie ihre Betreiber Datentarife online präsentieren. Damit ist die aktuelle digitale Telekommunikationserfahrung weder leicht noch mühelos.

2. Bietet uns ein Gefühl von Unbeschränktheit

Verbraucher setzen nicht auf grenzenlose Datenvolumen, aber sie suchen nach einem Gefühl von Unbeschränktheit. Innere Ruhe, anstelle der tatsächlichen Nutzung, ist meist der größere Anreiz beim Kauf von grenzenlosen Datenvolumen. Die Betreiber werden dazu angehalten, alternative Wege zu beschreiten, um dieses Freiheitsgefühl zu vermitteln.

3. Behandelt Gigabytes als Währung

Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer hat pro Jahr 31 Gigabyte ungenutzter mobiler Daten übrig – das entspricht ca. 65 Stunden Videoanrufe, 517 Stunden Musik-Streaming oder sechs Staffeln einer TV-Serie wie Game of Thrones. Summiert über ein gesamtes Leben sind das 1,5 Terabyte. Zwei von fünf Verbrauchern würden diesen Überschuss gern als Währung verwenden und ihr ungenutztes Datenvolumen sparen, damit handeln oder es verschenken.

4. Bietet uns mehr als Datenvolumen

Schnellere Breitbandgeschwindigkeiten und faire Mobilfunkverträge werden als wichtiger erachtet als ein großes Datenvolumen, das momentan den Markt dominiert. Da gebündelter Videoinhalt und innovative Datentarife eine immer wichtigere Rolle bei der Wahl des Betreibers und des Servicepakets spielen, wollen Verbraucher, dass die Betreiber ihre Datentarife neu denken, weiterentwickeln und personalisieren.

5. Ermöglicht uns mehr mit 5G

Entgegen dem Glauben, dass Verbraucher desinteressiert gegenüber 5G sind, spricht die Idee von 5G-Dienstleistungen weltweit 76 Prozent der Smartphone-Nutzer an – davon sind 44 Prozent tatsächlich bereit, dafür zu zahlen. Verbraucher rechnen damit, dass die meisten 5G-Dienstleistungen innerhalb von drei bis vier Jahren nach der Markteinführung den Massenmarkt erreichen werden, und über 50 Prozent nehmen an, dass sie schon innerhalb von zwei Jahren nach der Markteinführung 5G-angereicherte Dienstleistungen nutzen werden.

Über ein Drittel rechnet damit, dass 5G mehr Möglichkeiten eröffnet als bloße Geschwindigkeit, Netzabdeckung und niedrigere Preise – z.B. durch Verbesserungen wie einer gesteigerten Akkulaufzeit und der Möglichkeit, nicht nur Geräte, sondern auch das Internet of Things (IoT) zu verknüpfen. Verbraucher sagen außerdem das Ende vom Zahlen für verbrauchte Gigabyte voraus und erwarten stattdessen einzelne Gebühren für verschiedene 5G-Dienstleistung oder für jedes gekoppelte Gerät.

6. Bleibt den Netzen treu

Mit einer immer näher rückenden 5G-Zukunft fordern die Verbraucher die Betreiber auf, haltlose Marketingslogans zu vermeiden und stattdessen ihren Fokus auf die tatsächliche Netzerfahrung zu legen, um den Wahrheitsgehalt ihres Marketings zu erhöhen. Der Bericht zeigt, dass nur vier Prozent den Marketingstrategien und Netzleistungsstatistiken der Betreiber Glauben schenken.

Über die Studie

Die Erkenntnisse der Studie „Towards a 5G consumer future“ beziehen sich auf Daten einer Befragung von 14.000 iPhone- und Android-Smartphone-Nutzern im Alter von 15 bis 65 Jahren. Die Ansichten, die in dieser Umfrage zum Ausdruck gebracht wurden, sind Ericsson zufolge repräsentativ für 800 Mio. Verbraucher aus Ägypten, Argentinien, Brasilien, China, Finnland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Indonesien, Irland, Japan, Mexiko, Südkorea und den USA.

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