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Einschätzung von IDC

6 Storage-Trends im Jahr 2013

| Autor / Redakteur: Mark Schulte von IDC / Katrin Hofmann

Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt
Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt

Sechs Technologien – unter anderem Storage aus der Cloud – werden die in den Rechenzentren verwendeten Speichertechnologien nachhaltig prägen.

Eine entscheidende Komponente der IT-Infrastruktur eines Unternehmens ist in jüngster Zeit zunehmend in den Fokus gerückt: Moderne Speichertechnologien sollen die Effizienz und Flexibilität des Data Centers optimieren und gleichzeitig zu einer Kostenreduzierung des RZ-Betriebs beitragen. Das antizipierte Datenwachstum in Unternehmen in den kommenden Jahren – IDC erwartet eine durchschnittliche Wachstumsrate von über 40 Prozent – setzt die Storage-Komponente im Data Center zusätzlich unter Druck.

Den gestiegenen Anforderungen stehen technologische Weiterentwicklungen der Storage-Systeme und eine zunehmende Automatisierung durch Storage-Software (Stichwort „Software defined Storage“) gegenüber. Sechs Technologien werden in diesem Zusammenhang aus IDC-Sicht Speichertechnologien im Rechenzentrum in den kommenden Jahren nachhaltig beeinflussen:

  • Eine bessere Auslastung von Storage-Systemen und die Vermeidung von Silos kann durch das Pooling von Speichermedien anhand von Storage-Virtualisierung erreicht werden – in der Regel ist die Virtualisierung von Servern in Rechenzentren derzeit noch weiter vorangeschritten. Storage-Virtualisierung als Vorstufe zur Cloud wird aber nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Bezugs von Storage aus eben dieser Cloud an Verbreitung gewinnen.
  • Storage aus der Cloud erfährt mit der gestiegenen Reife von Cloud-Angeboten große Aufmerksamkeit. IT-Verantwortliche werden dem Ersatz von Investitionskosten (CAPEX) durch laufende Betriebskosten (OPEX) immer weniger widerstehen können. Zumal das Cloud-Delivery-Modell Flexibilität und Skalierbarkeit bei entsprechenden Zu- oder Abnahme von Workloads bietet. Nichtsdestotrotz bestehen nach wie vor Hürden für eine breite Cloud-Adoption, die von IT-Anbietern ernst genommen werden müssen.
  • Die Latenz – eine Hürde von Cloud Storage – kann durch den Einbezug von SSD/Flash auf Seiten der Cloud-Service-Provider begegnet werden. Ein wesentlicher Vorteil der Flash-Memory-Technologie stellt die hohe IOPS-Performance dar, die noch mit entsprechend hohen Preisen vergütet wird. Der langsame Preisverfall der Flash-Technologie wird auch in Unternehmens-Rechenzentren eine schleichende Verdrängung von Festplatten-basierten Speichermedien durch SSDs in den kommenden Jahren begünstigen.
  • SSD/Flash spielt auch beim Automated Storage Tiering (AST) eine bedeutende Rolle. Durch die automatisierte Migration von Daten nach zum Beispiel Zugriffshäufigkeit zwischen unterschiedlichen Storage Tiers (hohe Leistung/hohe Kapazität) kann dem Endnutzer das Gefühl vermittelt werden, alle Daten seien schnell verfügbar. Insbesondere durch eine Datenverschiebung in Echtzeit können Storage-Systeme somit effizienter genutzt und Kosten reduziert werden. Voraussetzung für den Einsatz – und somit ein treibender Faktor – von AST und weiteren Storage-Effizienztechnologien ist die Storage-Virtualisierung.
  • Konvergente Systeme können erhebliche Performance-Verbesserungen durch die Integration von Storage, Server und Netzwerk in einem System ermöglichen. Die Tatsache, dass konvergente Systeme neben einer eher traditionellen IT-Infrastruktur eingesetzt werden können, wird mögliche Bedenken in Hinblick auf einen „Vendor lock-in“ reduzieren und die Einführung der Technologie begünstigen.
  • Eine Scale-Out-Storage-Architektur erstreckt sich über mehrere Server Hosts beziehungsweise Controller, bildet dabei einen einzigen Namespace ab und unterstützt multiple Protokolle (Stichwort „Unified Storage“). Vorteile dieses im Anwenderumfeld noch relativ unbekannten Ansatzes liegen unter anderem bei einer hohen Skalierbarkeit von Performance und Kapazität, einem non-disruptiven Betrieb und einem vereinfachten Management.

In welchem Umfang die genannten Technologien bereits Einzug in deutsche Unternehmen erhalten haben, wie die Planungen für die kommenden 24 Monate aussehen und wo Antriebs- beziehungsweise Hemmfaktoren für die Nutzung bestehen, wird IDC in der aktuellen Studie „Storage in Deutschland 2013 – Optimierung des Data Centers durch effiziente Speichertechnologien“ ans Licht bringen. Nähere Informationen zu diesem Multi-Client-Projekt erhalten interessierte Leser hier.

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