Weiterentwicklung der Monitoring-Tools 3 Schritte auf dem Weg zur Full-Stack Observability

Von Tobias Fischer

Komplexe IT-Landschaften, steigende Kundenerwartungen – Unternehmen müssen ihre Monitoring-Tools weiterentwickeln, denn nur ein einheitlicher Blick auf die gesamte IT-Infrastruktur ermöglicht die ideale Nutzung der Ressourcen. Die Implementierung von Full-Stack Observability hat Priorität.

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Full-Stack Observability bietet IT-Experten Echtzeiteinblicke in die Verfügbarkeit und die Performance des gesamten IT-Stacks.
Full-Stack Observability bietet IT-Experten Echtzeiteinblicke in die Verfügbarkeit und die Performance des gesamten IT-Stacks.
(Bild: © – ArtemisDiana – stock.adobe.com)

Full-Stack Observability bietet IT-Experten Echtzeiteinblicke in die Verfügbarkeit und die Performance des gesamten IT-Stacks. Dadurch können sie Anomalien schneller erkennen, Abhängigkeiten verstehen und Probleme beheben, bevor sie sich auf die Endnutzer, beispielsweise die eigene Kundschaft, auswirken. Entsprechend hat mittlerweile die Hälfte der deutschen Unternehmen laut dem aktuellen AppDynamics-Report The Journey to Observability mit der Implementierung von Full-Stack Observability angefangen. Darüber hinaus planen weitere 28 Prozent diesen Schritt in den nächsten zwölf Monaten. Doch worauf sollten sie dabei achten?

1. Schwerpunktbereiche festlegen

Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt bei der Einführung von Full-Stack Observability für die Hälfte der Technologen darauf, mehr Transparenz über die Netzwerkinfrastruktur – ob Netzwerk, Cloud oder WAN – zu erreichen. Dicht dahinter folgten innerbetriebliche Anwendungen (48 %) sowie die Rechen- und Speicherinfrastruktur (40 %). Dagegen strebte nur rund ein Drittel der Befragten (32 %) eine größere Transparenz über die kundenorientierten Anwendungen an.

Gleichzeitig wird in der Studie die wachsende Bedeutung von neuen cloudnativen Umgebungen und von Kubernetes für die Orchestrierung von Microservices deutlich: Bereits vier von zehn IT-Experten haben eine bessere Sichtbarkeit der IT-Leistung innerhalb von Microservices-, Container- und Serverless-Umgebungen priorisiert. Unternehmen sollten sich überlegen, in welchen Bereichen oder für welche Use Cases sie vollständige Transparenz am dringendsten benötigen und wo die bisherigen Tools erst mal ausreichen. Anschließend sollten sie ihre Bemühungen entsprechend priorisieren.

2. Eine ganzheitliche Strategie entwickeln

Aber auch wenn einige Bereiche priorisiert werden, brauchen Unternehmen dennoch eine umfassende Strategie für die Einführung von Full-Stack Observability. Gut drei Viertel der Technologen (76 %) sind sich bewusst, dass es wichtig wird, die Einblicke aus allen Bereichen des IT-Stacks miteinander zu verbinden. IT-Experten wünschen sich nicht mehr nur einzelne Monitoring-Lösungen, sondern vielmehr Tools, die wertvolle Erkenntnisse plattformübergreifend integrieren und teilen.

Dafür brauchen Unternehmen den richtigen Technologiepartner, der nicht nur erstklassige End-to-End-Lösungen liefern kann, sondern auch hilft, den notwendigen kulturellen und organisatorischen Wandel zu bewältigen. Denn um alle Vorteile von Full-Stack Observability ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen neue Arbeitsweisen in ihren IT-Abteilungen einführen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Teams fördern – genau wie die Bereitschaft, auf einen Single Source of Truth für alle Verfügbarkeits- und Performancedaten zu vertrauen. Auch diese Veränderungen müssen Teil der Strategie sein.

3. Prioritäten für die nächsten Schritte setzen

Obwohl viele Unternehmen in den letzten zwölf Monaten bereits große Fortschritte gemacht haben, ist die Umstellung auf Full-Stack Observability ein komplexer, mehrstufiger Prozess. 74 Prozent der deutschen IT-Experten haben erkannt, dass für die umfassende Einführung von Full-Stack Observability in ihrem gesamten Unternehmen noch einiges zu tun ist. Dazu gehört u.a. die dafür benötigten Fähigkeiten intern auszubilden oder neue Mitarbeiter einzustellen, die bereits über diese verfügen. Gut ein Drittel der Befragten (34 %) nannten diesen Punkt als großes Hindernis auf dem Weg zu Full-Stack Observability. So sind insbesondere für das Monitoring der Performance in der Cloud neue Skills erforderlich, auch im Hinblick auf die Umstellung auf OpenTelemetry – ein Telemetrie-Framework für moderne Umgebungen.

Tobias Fischer.
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(Bild: AppDynamics)

Noch größere Sorgen bereiten den Technologen etwaige Herausforderungen bei der Implementation sowie Probleme bei der Integration (jeweils 38 %). Entsprechend sollten Unternehmen diesen Faktoren besondere Beachtung schenken, wenn sie die nächsten Schritte auf dem Weg zu Full-Stack Observability angehen.

Über den Autor

Tobias Fischer ist Advisory Sales Engineer bei AppDynamics.

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