Branchentreff der mobilen Welt in Barcelona 3GSM auf der Suche nach dem Highlight

Redakteur: Sylvia Lösel

Neue Handys gibt es dieser Tage viele. Alle namhaften Hersteller haben zur 3GSM in Barcelona ihr Portfolio aufgestockt. Doch nach echten »Highlights« und bahnbrechenden Neuheiten sucht man bisher vergebens. Das Motto des Jahres: bekannte Technologien verfeinern und zur Marktreife bringen.

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Auch für Fußgänger geeignet: Nokias Navigationssoftware Maps 2.0 bringt alle ans Ziel.
Auch für Fußgänger geeignet: Nokias Navigationssoftware Maps 2.0 bringt alle ans Ziel.
( Archiv: Vogel Business Media )

Datenübertragung auf das Handy zählt zu den großen Themen des Jahres 2008. Damit dies reibungslos und kosteneffizient funktioniert, arbeiten zahlreiche Unternehmen an entsprechenden Lösungen.

Samsung stellt auf der 3GSM Zubehör für die Übertragung via Wimax vor und zeigt, wie die Verbindung zweier Netze umgesetzt werden kann. Mit einem Dual-Mode-Handy (Wimax und GSM) wird eine nahtlose netzübergreifende Liveübertragung beim Übergang vom GSM-Netz in das mobile Wimax-Netz von Samsung demonstriert. Zu sehen ist dort auch gleich die potenzielle Nachfolgetechnologie von mobilem Wimax, die sich Orthogonal Frequency Division Multiple Access oder kurz OFDMA nennt.

Ist die Grundvoraussetzung einer reibungslosen Übertragung erst einmal gegeben, werden auch die Inhalte für die schöne, neue Datenwelt wichtig. Daran basteln ebenfalls zahlreiche Hersteller.

Allen voran Nokia, die nach dem Kauf des Unternehmens Navteq im Navigationssektor Fuß fassen möchten. Dazu präsentieren die Finnen Maps 2.0: Eine Software, die neben Multimedia-Stadtführern und Satellitenbildern auch eine Fußgänger-Navigation bereithält.

Persönlich wird es mit Nokias Internetdienst »Ovi«. Dies ist ein kostenloser Dienst, der die Bereitstellung eigener Inhalte ermöglicht. Über die Plattform können die Nutzer miteinander Kontakte knüpfen und kommunizieren.

Ganz nebenbei stellt der Handyhersteller dann noch vier Smartphones vor. Eines davon ist das Nokia 6210, das über einen Kompass für die Fußgängernavigation verfügt. Das Gerät ist mit dem oben erwähnten Maps 2.0 ausgestattet.

Ein Highlight soll das Nokia N96 werden, das speziell für die Nutzung von Video- und TV-Formaten optimiert wurde und ein großes 2,8-Zoll-Display bietet. Zumindest auf Geräteseite steht dem Handy-Fernsehen dann nichts mehr im Wege. Doch bevor hier eine Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann, gilt es die Probleme von Qualität und Zuverlässigkeit des Services zu lösen. Denn laut einer von Tellabs bei M:Metrics in Auftrag gegebenen Studie sind dies die Probleme, die den Handy-TV-Nutzern im Moment noch die Lust am mobilen Fernsehen nehmen.

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