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Ein Weg in 10 Etappen

30 Jahre World Wide Web

| Autor / Redakteur: Franz Graser / Sebastian Gerstl

Google – aus dem Nichts zur bedeutendsten Suchmaschine

Dieses Google-Doodle lehnt sich an den Londoner U-Bahn-Streckenplan an.
Dieses Google-Doodle lehnt sich an den Londoner U-Bahn-Streckenplan an. (Bild: Google)

Google gilt heute als Synonym für die Suche im World Wide Web. Das war nicht immer so – wer sich seit Mitte der neunziger Jahre im Netz bewegt, hat seitdem eine ganze Reihe von Web-Verzeichnissen und Suchmaschinen ausprobiert.

Zu den Pionieren, die es heute noch gibt, gehört Yahoo!, das versucht, einen Teil seiner einstige Bedeutung wieder zu erlangen. Daneben gab es die Suchmaschine Altavista, die von Digital Equipment entwickelt worden war, aber auch Excite, Lycos und HotBot sowie Fireball im deutschen Sprachraum waren eine Zeitlang populär.

Seit 1998 ist jedoch Google online, das innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit zum Spitzenreiter unter den Suchmaschinen aufstieg und diesen Rang bisher nicht mehr hergegeben hat.

Google setzt autonome Suchprogramme, sogenannte Webcrawler ein, die den Internetlinks folgen und die gefundenen Seiten indexieren. Die Kalifornier sortieren die gefundenen Ergebnisse nach Relevanzkriterien. Dafür wurde ein Messwert, der sogenannte PageRank, entwickelt. Je nachdem wie viele Links zu einer bestimmten Seite verweisen, desto höher wird die Relevanz bewertet. Darüber hinaus wertet Google das Vorkommen von Schlüsselwörtern in Überschriften aus.

Der ursprüngliche PageRank-Algorithmus wurde immer weiter verfeinert, so dass heute angeblich mehr als 200 Faktoren in die Bewertung einfließen, so etwa der Ort, an dem der User seine Suchanfrage eingibt, oder auch, ob er mit einem PC oder einem mobilen Endgerät arbeitet.

Während Google in der westlichen Welt die dominierende Suchmaschine ist – woran sich in absehbarer Zeit nichts ändern dürfte –, gibt es in bestimmten Weltregionen populäre Konkurrenten, so etwa Baidu in China, Naver in Südkorea oder Yandex in Russland.

Der Name „Google“ leitet sich übrigens von der Bezeichnung „Googol“ für eine Zahl ab, die aus einer 1 mit 100 Nullen besteht. Der neunjährige Neffe des amerikanischen Mathematikers Edward Kasner hatte die Bezeichnung aus Spaß erfunden, dieser popularisierte den Namen später in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Die Google-Gründer wählten die Bezeichnung, um damit die gewaltigen Möglichkeiten des Internets auszudrücken. Als sie die Marke anmeldeten, unterlief ihnen jedoch ein Schreibfehler und aus „Googol“ wurde „Google“.

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