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Studie vom Händlerbund

2017 wurde jeder dritte Online-Händler abgemahnt

| Autor: Sarah Gandorfer

Die Abmahnstudie wurde unter 524 Händlern durchgeführt.
Die Abmahnstudie wurde unter 524 Händlern durchgeführt. (Bild: Pixabay / CC0)

Der Wettbewerbsdruck nimmt zu, infolgedessen steigen auch die Abmahnungen. Der Händlerbund hat unter anderem untersucht, was die häufigsten Abmahngründe sind und wie hoch die Kosten für den Betroffenen ausfallen.

Der Konkurrenzdruck im Online-Handel wächst. Eine Methode dem Mitbewerber eins Auszuwischen, ist oftmals die Abmahnung. Von 524 vom Händlerbund befragten Händlern erhielt beinahe jeder Dritte (28 Prozent) 2017 mindestens eine Abmahnung. Seit 2015 erhöhte sich die Betroffenenzahl stetig von 20 auf 28 Prozent im vergangenen Jahr. Doch eine Abmahnung, die oft mehrere tausend Euro kostet, kommt selten allein. 2017 erhielten von den Abgemahnten 19 Prozent zwei, sieben Prozent drei und sechs Prozent sogar mehr als drei Abmahnungen.

„Die Zunahme ist erschreckend. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Konkurrenzkampf so hart ist wie noch nie. Mit Blick auf die am 25. Mai in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erwarten wir in diesem Jahr zusätzlich rechtliche Änderungen im deutschen Online-Handel“, sagt Händlerbund Vorstand Andreas Arlt. Die neue Datenschutzgrundverordnung fordert umfangreiche Änderungen im Umgang mit Kundendaten, die Händler rechtskonform umsetzen müssen.

Mehr Gerichtsverfahren

84 Prozent der Befragten finden, dass sich der Wettbewerbsdruck innerhalb der Branche verstärkt hat. Doppelt so viele Händler wie im Vorjahr (44 Prozent) stellten einen Anstieg der Abmahnhäufigkeit fest.

Die Gründe können ein fehlerhaftes Impressum, intransparente Preisangaben oder unlautere Werbeaussagen sein. Diese Verstöße fallen unter das Wettbewerbsrecht, welches mit 57 Prozent der häufigste Abmahngrund ist.

Obwohl Abmahnungen die Gerichte entlasten sollen, indem Verstöße schnell und unkompliziert beseitigt werden, nehmen Gerichtsverhandlungen stark zu. Die Anzahl der Abmahnungen, die doch vor Gericht entschieden werden müssen, hat sich auf 20 Prozent verdreifacht.

Faires Miteinander

Um das Problem einzudämmen, fordert der Händlerbund seit Jahren ein stärkeres Miteinander innerhalb der Online-Handelsbranche. Bevor selbst Tippfehler und geringe Verstöße abgemahnt werden, sollten sich Händler zunächst gütlich einigen. Bereits 50.000 Fürsprecher schlossen sich der von der Organisation initiierten „Initiative FairCommerce – für Fairness und gegen Abmahnmissbrauch” an.

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