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Systemhaus-Portrait: Concat

100 Millionen mit vier Säulen

| Autor: Wilfried Platten

Concat gehört zur Meridian Group International (MGI). Dahinter steckt ein weltweiter Verbund von IT-Systemhäusern, die knapp 50 Standorte auf vier Kontinenten abdecken.
Concat gehört zur Meridian Group International (MGI). Dahinter steckt ein weltweiter Verbund von IT-Systemhäusern, die knapp 50 Standorte auf vier Kontinenten abdecken. (Bild: Concat)

Concat gehört zu den Systemhäusern, die ebenso erfolgreich wie unspektakulär operieren. 2015 wurde erstmals ein dreistelliger Millionen-Umsatz erwirtschaftet.

Nach gut 25 Jahren ist es geschafft. Noch ist der Jahresabschluss für das im März beendete Geschäftsjahr 2015 nicht finalisiert, doch eins ist bereits klar: der Umsatz von Concat liegt erstmals im neunstelligen Bereich, mit voraussichtlich knapp 102 Millionen Euro ist die 100-Millionen-Schwelle geknackt. Dazu kommt noch die Tochter Synergy Systems mit circa sechs Millionen Euro.

Aber für Concat-Vorstand Olaf von Heyer ist das nicht oberstes Ziel: „In der operativen Geschäftstätigkeit steht für uns Nachhaltigkeit vor Risiko. Wir wachsen gern jedes Jahr um zehn Prozent, aber nicht um jeden Preis. Wichtig ist, dass wir bodenständig bleiben.“

Wachstumsschub mit Service & Support

Den größten Wachstumsschub vermeldet ausgerechnet die mit zwei Prozent Umsatzanteil kleinste Säule: das Segment Service & Support mit Helpdesk (First bis Third Level), Datacenter Operations, Managed Services, Outsourcing/-tasking und Hard- & Software-Support. „Vor etwa zwölf Jahren sind die ersten Datacenter-Kunden mit dem Wunsch nach Support-Verträgen und Betriebsunterstützung auf uns zu gekommen. Mittlerweile kümmern sich rund 50 Kollegen um das Thema, bis hin zur Helpdesk-Unterstützung für Endkunden zur Entlastung der IT-Abteilungen.“

Ganz ohne Akquisitionen ging es aber auch in der Concat-Historie nicht ab. Der vielleicht wichtigste Zukauf ist die erwähnte Synergy Systems in München. Sie betreibt Rechenzentren und gehört zur zweiten Sparte, den Cloud Services. Hier sind die Geschäftsfelder Hosting Services, Managed Security Services, Secure File Sync & Share, Backup & Archiv und Private Cloud angesiedelt. Sie stehen für rund sechs Prozent des Umsatzvolumens.

Mit der dritten Säule, den IT-Dienstleistungen, macht Concat gut zehn Prozent seiner Umsätze – Tendenz steigend. Diese Sparte umfasst unter anderem Beratung, Co-Location, Projektmanagement und Software-Dienstleistungen im Umfeld von Citrix, VMware und Microsoft. Um hier immer state of the art zu sein, investiert Concat pro Jahr rund eine Drittel Million Euro in Zertifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter. Dazu kommen die Kosten für einen dedizierten Mitarbeiter, der sich ausschließlich um das Zertifizierungs-Management kümmert: „Ja, das ist ein erheblicher Kostenblock", konzidiert von Heyer. „Aber wir halten rund 1.500 Zertifikate der verschiedenen Hersteller, und das ist für uns extrem wichtig, auch in Bezug auf den jeweiligen Partner-Status.“

Auf einer hausinternen Assemblierungsstraße kümmert sich ein halbes Dutzend „Techies“ um individuelle Hardware-Konfigurationen, Patch-Management und Roll-outs. „Hier entwickeln sich auch neue Geschäftsfelder mit Cloud- und Rechenzentrumsprovidern, die wir mit den entsprechenden Services beliefern.“

Business-as-usual

Über 80 Prozent der Umsätze macht Concat aber nach wie vor mit dem „traditionellen IT-Infrastrukturgeschäft“, also Hard- und Software-Lösungen, Netzwerk- und Security-Installationen, Virtualisierungsdprojekten, sowie Backup & Disaster Recovery.

Mit dem Partner General Storage hat Concat hier noch einen ganz besonders scharfen Pfeil im Köcher. Die Melange aus EMC-Isilon und DSMisi-Software zielt auf die kostenreduzierende Substitution von konventionellen Storage-Systemen, und ist aktuell der Renner im Concat-Portfolio. „Allein in den letzten 24 Monaten haben wir so mehr als 30 Petabyte an EMC-Storage verkauft“, so von Heyer.

Folgerichtig wurde Concat von EMC als „Best Big Data Storage Partner 2015“ ausgezeichnet. Besonders erfolgreich ist das Systemhaus damit aktuell im Automobil-Bereich. Weitere namhafte Unternehmen sind bereits Kunde oder in der Pipeline.

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