Lenovo Thinkpad P51, P51s, P71 und Thinkstation P320

Workstations mit mehr Power

| Autor: Klaus Länger

Mit neuen Xeon-Prozessoren und leistungsfähigeren Quadro-Grafikkarten warten die stationären und mobilen Workstations der 2017er-Generation von Lenovo auf.
Mit neuen Xeon-Prozessoren und leistungsfähigeren Quadro-Grafikkarten warten die stationären und mobilen Workstations der 2017er-Generation von Lenovo auf. (Bild: Lenovo)

Xeon- oder Core-Prozessoren sowie stärkere Nvidia-Quadro-GPUs sollen bei den Thinkpad- und Thinkstation-Workstations von Lenovo für eine höhere Leistung sorgen. Die mobilen Workstations warten zudem mit Thunderbolt 3 auf.

Der Trend weg von stationären und hin zu mobilen Rechnern hat auch das Workstation-Segment erfasst: Von den vier neuen Workstation-Modellreihen von Lenovo umfasst nur noch eine Desktop-Geräte, die anderen drei sind Thinkpad-Notebooks.

Thinkpad P51, P51s und P71

Der erste Rechner in der Riege der drei mobilen Workstations ist das Thinpad P51 mit 15,6-Zoll-Display. Es ist mit Full-HD-, Full-HD-Touch- oder 4K-Display verfügbar. Alle drei Panels gehören zum IPS-Typ, für das mit mit X-Rite Pantone Farbkalibrator ausgestattete 4K-Display gibt Lenovo zudem eine 100-prozentige Abdeckung des Adobe-RGB-Farbraums an. Als Prozessor dient ein Intel Xeon E3-v6 oder ein Intel-Core-Prozessor der siebten Generation, als Grafikkarte maximal eine Nvidia Quadro M2200 auf Maxwell-Basis. Der Arbeitsspeicher kann maximal auf 64 GB DDR4 ausgebaut werden. Das Thinkpad kann mit bis zu drei Massenspeichern konfiguriert werden, dabei steht auch eine PCIe-SSD mit zwei TB Kapazität zur Wahl. Die Schnittstellenpalette umfasst auch Thunderbolt 3, GBit-LAN und einen ExpressCard-Einschub. Das in ein solides Metallgehäuse gekleidete Thinkpad ist laut Hersteller MIL-SPEC-getestet und ab 2,5 kg schwer.

Das Thinkpad P51s mit Kaby-Lake-Core-Prozessor und Nvidia Quadro M520 soll mit einem Gewicht von weniger als zwei Kilogramm die bislang leichteste mobile Workstation von Lenovo sein, aber trotzdem genügend Akkulaufzeit für einen kompletten Arbeitstag bereitstellen. Das P51s ist mit zwei Akkus bestückt und ermöglicht den Austausch des hinteren Akkus auch während des Betriebs. Es ist mit den selben 15,6-Zoll-Displays konfigurierbar, wie das P51. Der Arbeitsspeicher ist allerdings auf maximal 32 GB limitiert, bei der PCIe-SSD ist maximal ein TB Speicherplatz verfügbar.

Beim Thinkpad P71 steht nicht ein geringes Gewicht, sondern eine möglichst hohe Leistung im Vordergrund, die das Notebook VR-Tauglich macht. Der 17,3-Zoll-Bolide mit 3,4 kg Gewicht gleicht bei Prozessor-, Speicher- und Schnittstellenausstattung weitgehend dem P51, verfügt aber mit der Quadro P5000 über die derzeit schnellste mobile Grafikkarte von Nvidia. Der Pascal-Chip mit 2.048 Recheneinheiten greift hier auf 16 GB Grafikspeicher zu. Die Liste der Laufwerke umfasst auch ein DVD-RW-Drive. Es kann mit einem optionalen Einschub mit einer weiteren HDD ersetzt werden. Beim Display besteht die Wahl zwischen Full-HD-Panel mit Touch und 4K-Panel mit Kalibrierung. Die mobile Workstation verfügt über Oculus- und HTC VR-Zertifikate sowie das VR-Ready Zertifikat von Nvidia.

Thinkstation P230

Bei den Desktop-Workstations der Thinkstation-P230-Baureihe kommen nun ebenfalls Core- oder Xeon-E3-V6-Prozessoren aus der aktuellen Kaby-Lake-Generation zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher kann bis zu 64 GB groß sein, als Systemlaufwerk kann eine PCIe-SSD im M.2-Format mit maximal zwei TB Speicherplatz dienen. Das P230 ist mit Tower oder mit SFF-Gehäuse lieferbar. Der Tower kann bis zu vier 3,5-Zoll- und zwei 2,5-Zoll-Laufwerke aufnehmen, das kleine Gehäuse fasst zwei 3,5- und drei 3,5-Zoll-Drives. Mit Flex-Modulen lassen sich die Systeme an die Bedürfnisse der User anpassen. Thunderbolt bietet der Desktop nicht, dafür ist noch ein Firewire-Anschluss vorhanden. Während das SFF-System maximal mit einer Quadro P1000 ausgestattet ist, kann der Tower auch eine Quadro P4000 aufnehmen, die für VR-Anwendungen geeignet ist.

Die Workstations sollen laut Lenovo im Mai auf den Markt kommen. Für den Desktop Thinkstation P230 gibt der Hersteller einen Startpreis von 799 Euro (UVP) an. Die Einstandspreise für die Thinkpads liegen bei 2.079 Euro (UVP) für das P51, 1.899 Euro (UVP) für das P51s und 2.179 Euro (UVP) für das P71.

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