Studie von »IBM Global Business Services«

Woran die meisten Change-Management-Projekte scheitern

21.08.2007 | Redakteur: Katrin Hofmann

Geschäftsführer, die Firmenstrukturen wettbewerbsfähiger machen wollen, sollten schnellstmöglich ihre Mitarbeiter in die Pläne einbeziehen.
Geschäftsführer, die Firmenstrukturen wettbewerbsfähiger machen wollen, sollten schnellstmöglich ihre Mitarbeiter in die Pläne einbeziehen.

Festgefahrene Denkweisen sind der Hauptgrund dafür, dass die meisten Veränderungsprozesse in deutschen Firmen zum Scheitern verurteilt sind. Fehlende Ressource sind dagegen von weitaus geringerer Bedeutung zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie. Die Erfolgsfaktoren für das Change-Management hat die Untersuchung herausgefiltert.

Ärger ist bei den meisten Umstrukturierungsprozessen an der Tagesordnung, so das Ergebnis einer Umfrage von »IBM Global Business Services« unter 220 deutschen Projektmanagern. Demnach werden 16 Prozent der Change-Management-Prozesse vorzeitig abgebrochen. Knapp die Hälfte der Veränderungsvorhaben wird von den Befragten zumindestens als problembelastet eingestuft. Nur 38 Prozent der Projekte führen ohne Hürdenlauf zum gewünschten Erfolg.

Um jedoch wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen sich schnell und reibungslos an veränderte Marktstrukturen anpassen können. Dafür ist es notwendig, dass vor allem die Denkweise der Angestellten gezielt beeinflusst wird, damit diese dem Geschäftsführer aufgeklärt in die neue Ära folgen können. Bezeichnen doch 65 Prozent der Manager eingefahrene Einstellungen als eines der Haupthindernisse bei Change-Management-Projekten. Erst danach und mit einigem Abstand folgt die Ressourcenknappheit, die 41 Prozent bemängeln. Auch die Unternehmenskultur, mangelnde Rückendeckung, fehlendes Know-how oder die unterschätzte der Komplexität sind offenbar ein geringeres Problem als das offene Gespräch mit den Mitarbeitern.

Die ehrliche und rechtzeitige Kommunikation steht denn auch mit 73 Prozent – nach dem Engagement der führenden Manager (83 Prozent) – an zweiter Stelle der erfolgskritischsten Faktoren. 69 Prozent nennen die Einbindung der Mitarbeiter. Auch eine motivierende und veränderungsfreundliche Unternehmenskultur trägt nach Ansicht von 53 Prozent der Befragten dazu bei, dass Veränderungsprozesse erfolgreich verlaufen können. Trainingsprogramme oder effiziente Organisationsstrukturen bezeichnen dagegen nur 26 Prozent als besonders erfolgskritisch.

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